Wintersport

Manuel Feller arbeitete an neuem Schwung: "Nicht mehr so Harakiri"

Von APA
Manuel Feller will diese Saison neu angreifen

Der eine verspricht sich neue Konstanz, der andere baut auf Kontinuität: Ski-Ass Manuel Feller hat am Freitag einen "stabileren Fahrstil" in Aussicht gestellt. ÖSV-Kollege Michael Matt will einen solchen weiter auf Rossignol-Skiern zeigen. Er hat seinen Vertrag mit dem französischen Ausrüster bis zu den Winterspielen in Peking 2022 verlängert.

Als Feller am Freitag in Levi für deutsche TV-Journalisten den Tiroler Schmähbruder geben sollte, sprach er von einer neuen Verpflichtung zum erfolgreichen Skifahren. Denn als Familienvater müsse er ja jetzt das Geld heimbringen. Würde der wegen seines risikoreichen Fahrstils populäre Feller also - den Ergebnisprämien zuliebe - künftig den Fuß vom Gas nehmen?

"Ja, das könnte dem ein oder anderen so vorkommen", sagte Feller danach zu österreichischen Journalisten. Aber nicht weil er zurückziehe. "Sondern weil hoffentlich mein Fahrstil ein bisserl stabiler geworden ist und nicht mehr so nach Harakiri ausschaut", erklärte Feller und betonte: "Auch wenn er es noch nicht checkt: Ich will ja, dass mein Bub daheim vorm Fernseher das Beste von mir sieht."

Manuel Feller: "Das Niveau ist nirgends so hoch wie im Slalom"

An der mutmaßlichen Schwung-Ansatzänderung feilt der 27-Jährige schon länger. Er sieht es als Notwendigkeit: "Mittlerweile bist du nicht mehr vorne dabei, wenn du da oder dort einen kleiner Hakler einbaust. Das Niveau ist nirgends so hoch wie im Slalom, den kann man quasi überall und jeder trainieren. Von dem her muss man schauen, einfach zu 100 Prozent fehlerfrei runter zu kommen."

Wahrscheinlicher, das ließ Feller durchblicken, ist es aber, dass die Technik-Änderung nur Experten merkbar auffällt. "Und in Levi kommt das vielleicht erst gar nicht so rüber, weil ich oben im Flachen sicher gleich gescheit Gas geben werde."

Das versucht und wird auch künftig Matt auf Rossignol-Equipment versuchen. Er freute sich über im Sommer optimierte Transportwege zwischen der französischen Firma und seinem acht Autostunden entfernten Wohnsitz. "Wir haben viel enger zusammengearbeitet als die letzten Jahre. Das, was ich spüre und als Änderung haben will, geht jetzt ratzfatz. Da sind wir sicher einen Schritt weiter", sagte Matt.

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