Tennis

Tennis: ÖTV-Routinier Jürgen Melzer geht in seine vierte Davis-Cup-Dekade

Von APA
Jürgen Melzer bereitet sich in Premstätten bereits auf das bevorstehende Duell gegen Uruguay vor.

Österreichs Tennis-Ass gab im Jahr 1999 gegen Schweden sein Debüt im Davis Cup, nun geht der Routinier in eine weitere neue Dekade des Bewerbs.

Im September 1999 hat Jürgen Melzer bei einem 3:2 in Pörtschach gegen Schweden sein Davis-Cup-Debüt gegeben, unterlag im Doppel an der Seite von Alexander Peya. Fast 20,5 Jahre später beginnt für den Niederösterreicher am Samstag die vierte Dekade, in der er dann an diesem Teambewerb teilgenommen haben wird. Bisher 37 absolvierte Länderkämpfe stehen auf seiner Davis-Cup-Visitenkarte.

37-mal wurde Melzer auch nominiert, womit er jedes Mal auch zum Einsatz kam. Das verhalf ihm in einer internationalen Statistik zu einem Top-Fünf-Platz, wobei der 46-jährige indische Haudegen Leander Paes mit 57 gespielten Länderkämpfen einsamer Spitzenreiter ist. Melzer ist stolz, diesem elitären Kreis anzugehören: "Es ist cool, aber es zeigt auch, dass ich schon ein paar Jahre auf dem Buckel habe."

Nach all der Zeit sei es noch immer etwas Besonderes, dabei zu sein. "Es ist schön zu sehen, dass nach all den Jahren das Feuer immer noch da ist", meinte Österreichs Rekord-Davis-Cup-Spieler. "Es war selten etwas dabei, wo wir uns uneinig waren. Wir haben immer eine gute Harmonie gehabt über die Jahre weg und da sind sehr, sehr enge Freundschaften entstanden. Die bleiben fürs Leben. Das ist, was mir extrem taugt."

Jürgen Melzer: "Ich habe immer meine Hand gehoben"

Abgesagt habe er nur wegen Verletzungen. Das sei bei Top-Spielern früher üblich gewesen. "Es hat ich aber in den letzten Jahren so entwickelt, dass sie nicht spielen, wenn es ihnen nicht in den Plan passt. Ich war immer da, ich habe immer meine Hand gehoben." Wohl nicht zuletzt auch dafür erhielt Melzer als einer von bisher sieben österreichischen Spielern vom Internationalen Verband (ITF) den Commitment Award.

Sein schönster Moment im Davis Cup sei dabei der Fünfsatzsieg vor neun Jahren im Schwechater Flughafen-Hangar gegen Frankreichs Gilles Simon gewesen. "Die Stimmung, das war schon extrem", schwärmt Melzer noch heute davon. Negativer Höhepunkt sei zwei Jahre davor in Garmisch-Partenkirchen eine Fünfsatzniederlage nach 2:0-Führung gegen Philipp Kohlschreiber gewesen. Auch da gab es am Ende ein 2:3.

Auf der Tour gehe es für Melzer mit dem Franzosen Edouard Roger-Vasselin in die richtige Richtung, zuletzt reichte es in Dubai zum Halbfinale. "Wir sind besser zusammengewachsen, haben die Abstimmungsprobleme besser in den Griff gekriegt. Jetzt hoffen wir, dass wir das in Indian Wells und Miami in Ergebnisse ummünzen." Vorher geht es aber noch am Samstag gegen Uruguay um Melzers 37. Davis-Cup-Sieg.

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