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Fussball

Red Bull Salzburg jubelt über neunten ÖFB-Cup-Titel: "Mussten zittern"

Von SPOX Österreich
Luka Sucic.

Die Salzburger setzten sich im Finale im Wörthersee Stadion am Sonntag in Klagenfurt gegen die SV Guntamatic Ried mit 3:0 (1:0) durch und sichern sich damit den neunten Cupsieg der Vereinsgeschichte.

Vor Spielbeginn fand eine Trauerminute zu Ehren von Ivica Osim statt. Die Trainerlegende ist am Sonntag wenige Tage vor seinem 81. Geburtstag verstorben.

Das Team von Trainer Matthias Jaissle versucht in der Partie von Beginn an, Druck auf den Gegner aus dem Innviertel auszuüben. In der dritten Minute versucht es Karim Adeyemi erstmals mit einem Tempovorstoß über die linke Seite, seine Hereingabe kann Samuel Sahin-Radlinger im Tor der Rieder aber entschärfen.

Auch wenige Minuten später steht Adeyemi im Mittelpunkt. Diesmal spitzelt er die Kugel am Rieder Schlussmann vorbei, ein Verteidiger der Oberösterreicher kann aber gerade noch klären. Nach einer Viertelstunde gibt es den ersten Wechsel. Allerdings nicht bei einem der beiden Teams, sondern beim Schiedsrichtergespann. Assistent Martin Höfler kann verletzungsbedingt nicht mehr weitermachen, er tauscht die Aufgaben mit dem Vierten Offiziellen Rene Eisner.

Traumtor von Sučić zur Salzburger Führung

Danach kann sich Ried ein wenig befreien und wird selbst erstmals gefährlich. Eine Freistoß aus großer Distanz ist aber leichte Beute für Salzburgs Tormann Philipp Köhn. In der 26. Minute kommt Marcel Ziegl mit einem Freistoßversuch dem Tor schon etwas näher, der Ball wird aber noch entscheidend abgefälscht und verfehlt daher sein Ziel knapp.

Nach knapp einer halben Stunde kann der Favorit seine spielerische Überlegenheit schließlich in einen Treffer ummünzen. Einmal mehr läuft der Angriff über Adeyemi, der nimmt zunächst Andreas Ulmer mit, über Adeyemi kommt der Ball schließlich zu Luka Sučić, der den Ball unhaltbar im Kreuzeck versenkt.

Die Rieder versuchen sich vom Rückstand zunächst nicht verunsichern zu lassen. Nach einem Steilpass kommt Ante Bajic beinahe vor der Pause noch zu einer Ausgleichschance, Köhn ist aber zur Stelle. Auch die erste Aktion nach Wiederanpfiff gehört den Innviertlern: Bajic lässt im Strafraum einen Gegenspieler geschickt aussteigen und zieht sofort ab, erneut ist Köhn aber zur Stelle und kann stark parieren.

Ried kämpft bis zum Ende, aber Salzburg trifft

Auf der Gegenseite können die Salzburger mit ihrer ersten gefährlichen Aktion in der zweiten Spielhälfte erhöhen: Nach einem kurz abgespielten Eckball flankt Noah Okafor ideal in die Gefahrenzone, dort steigt Maximilian Wöber hoch und vollendet per Kopf zum 2:0. Nach etwa einer Stunde krönt Adeyemi eine starke Leistung beinahe selbst mit einem Tor, sein Treffer wird aber nach einer Überprüfung der Szene durch den Video Assistant Referee (VAR) aufgrund einer Abseitsposition beim Zuspiel von Okafor aberkannt.

Ried lässt auch in der Schlussphase nichts unversucht. Bajic trifft per Fallrückzieher beinahe akrobatisch, dann scheitert er alleine vor Köhn und im Nachschuss trifft Leo Mikic fast per Heber. Wöber rettet aber in höchster Not. Fünf Minuten vor Spielende reklamieren die Oberösterreicher nach einem Handspiel von Wöber im eigenen Strafraum Elfmeter, dieser wird ihnen aber nicht zugesprochen.

Kurz vor dem Ende macht Salzburg schließlich den Deckel auf die Partie. Adeyemi zieht über die linke Angriffsseite einen Sprint an, bedient den eingewechselten Benjamin Šeško mustergültig und der Slowene staubt zum Endstand ab.

Matthias Jaissle: „Kompliment an Ried“

Die “Bullen” fixieren damit das Double und sichern sich den vierten Cuptitel in Serie. "Kompliment an Ried, sie haben es heute bis zum Schluss gut gemacht und die Partie eng gestaltet. Aber wir haben über weite Strecken der Partie unser Spiel durchgezogen. Zwar haben wir das 3:0 nicht früh genug gemacht, deshalb mussten wir noch ein wenig zittern, aber in Summe war es ein verdienter Sieg“, sagt Salzburg-Trainer Matthias Jaissle nach Schlusspfiff.

Auch Abwehrchef Maximilian Wöber zollt den Riedern Respekt: "Das Spiel hat sich nicht so eindeutig angefühlt, wie es am Ende war. Wir haben um jede Chance kämpfen müssen. Je länger das Spiel gedauert hat, umso mehr Möglichkeiten konnten wir uns aber erarbeiten. In Summe ist der Sieg daher auch gerechtfertigt. Titel sind immer etwas Besonderes und werden nie selbstverständlich. Daher werden wir heute auch richtig feiern."

Ried-Coach Christian Heinle ist stolz auf seine Mannschaft: "Wir haben uns heute sehr teuer verkauft. Wenn du gegen Salzburg gewinnen willst, muss an einem Tag alles passen und gewisse Entscheidungen müssen für dich fallen. In Summe war es einen Tick zu wenig, dass es für eine Sensation gereicht hätte. Wir waren beim Stand von 0:2 super im Spiel und hatten gute Gelegenheiten. Für mich wäre auch der Elfmeter für uns klar zu geben gewesen. So hat es leider zu wenig."

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