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Fussball

Pacult sauer über Rangnicks ÖFB-Engagement: "Enttäuschend und unverständlich"

Von SPOX Österreich
Ralf Rangnick

Während der ÖFB intern über die Bestellung von Neo-Teamchef Ralf Rangnick jubelt, äußern sich heimische Fußball-Legenden kritisch. Nach Hans Krankl zeigte auch Peter Pacult Unverständnis.

Unmittelbar nach der Präsentation von Ralf Rangnick als neuer Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft äußerte Hans Krankl scharfe Kritik.

"Ich hätte gerne gehabt, dass es Peter Stöger oder Andreas Herzog werden, eine österreichische Lösung", so Krankl bei Sky. "Ich habe ihn eigentlich nie als Trainer, sondern mehr als Manager gesehen. Die letzte Station bei Manchester United war nicht zufriedenstellend, da ist er sicherlich gescheitert."

In eine ähnliche Kerbe schlägt nun auch Peter Pacult. "Es ist enttäuschend und unverständlich, dass es zum dritten Mal in Folge kein Österreicher geworden ist. Andi Herzog muss sich ja verarscht vorkommen, Stöger wurde vertröstet. Wir sind irgendwie die einzige Nation, die nicht auf eigene Trainer setzt. Für was bilden wir dann Jahr für Jahr neue Trainer aus, wenn sie dann eh nie infrage kommen?", so der 62-Jährige zur Kronen Zeitung.

Peter Pacult: "Hat es nicht einmal geschafft, mich zu kontaktieren"

Auch ganz generell ist Pacult von Rangnick kein Fan, der Noch-Manchester-United-Trainer sei "wie ein Professor, der andere belehren will." Pacults Kritik an Rangnick kommt wohl nicht von ungefähr. Als Rangnick bei RB Leipzig anheuerte, musste Trainer Pacult gehen. "Er hat es da nicht einmal geschafft, mich zu kontaktieren und mir zu sagen, dass ich nicht mehr Trainer bin. Das sollte man von einem Mann, von einem Sportdirektor, schon erwarten. Das tat dann halt Didi Mateschitz", so Pacult.

Pacult weiter: "Er ist bei sehr vielen Klubs im Streit auseinandergegangen, ehemalige Trainerkollegen können auch nur ein Lied von singen, als Rangnick deren Sportdirektor war. Als Coach hatte er - bis auf Ulm - hauptsächlich bei finanzstarken Klubs Erfolg. Komisch finde ich, dass er weiterhin als Berater bei Manchester United tätig sein darf."

Auch der "Red-Bull-Stil" löst bei Pacult keine Freude aus. "Da kommt mir das Kotzen, wenn ich das Wort RB-Stil höre", zetert er. Diesen hätte schon Ernst Happel in den 70ern geprägt. "Das ist ja nix Neues."

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