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Fussball

WAC schrammt an Sensation vorbei: Red Bull Salzburg steht im ÖFB-Cup-Finale

Von SPOX Österreich
Robin Dutt.

Der Wolfsberger AC ist im ÖFB-Cup-Halbfinale an der großen Sensation vorbeigeschrammt. Die Kärntner führten am Mittwoch gegen den österreichischen Serienmeister Red Bull Salzburg lange und scheiterte erst im Elfmeterschießen.

Nur wenige Experten und Expertinnen glaubten vor Ankick an eine reelle Chance des WAC. Das änderte sich schon nach zwei Minuten: Matthäus Taferner versenkte nach genialer Vorarbeit von Michael Liendl den Ball mit rechts links unten im Salzburger Tor.

Wer nun in den folgenden Minuten eine rollende Angriffsflut des Champions-League-Achtelfinalisten erwartete, wurde enttäuscht: Große Torchancen der Salzburger blieben im ersten Durchgang eigentlich aus. Die Wolfsberger agierten giftig im Pressing und übten mehr Druck aus.

Im zweiten Durchgang stieg zwar die Intensität von Matthias Jaissles Elf, die entscheidenden Lösungen, den WAC-Block zu knacken, wurden aber vorerst nicht gefunden. Nach 77 Minuten klingelte es aber dennoch: Joker Benjamin Sesko erzielte aus der Drehung sehenswert den recht späten 1:1-Ausgleich. Damit ging es auch in die Verlängerung.

Dort sah Sesko in der 117. Minute wegen einem hohen Bein Rot - eine harte Entscheidung, für den VAR aber vertretbar. Aber zu spät, um die Verlängerung nachhaltig zu beeinflussen - in den 30 Minuten fiel kein Treffer mehr, was das Elfmeterschießen fixierte.

Dutt: "Lieber 0:4 als so verlieren"

Dort fand Red Bull Salzburg das bessere Ende - weil WAC-Offensivspieler Christopher Wernitznig früh vom Punkt scheiterte. "Das ist Cup, ich kannte es noch aus Spielerzeiten, jetzt durfte ich es erstmals als Trainer erleben, es war ein typischer Pokalabend. Wir waren darauf vorbereitet, dass es so laufen könnte, es war ein hart umkämpfter Fight bis zur letzten Minute. Im Elfmeterschießen haben wir ein Stück weit glücklich gewonnen", analysierte Jaissle nach Schlusspfiff die Partie.

Groß war die Enttäuschung bei WAC-Trainer Robin Dutt. "Wenn wir es uns gewünscht hätten, hätten wir die Partie lieber mit 0:4 verloren nach 90 Minuten. So fühlt es sich dann doch ein bisschen bitterer an", so der Deutsche. "Wir haben richtig gut losgelegt mit einem sehr aggressiven Pressing, nach Balleroberung hatten wir ein sehr gutes Positionsspiel, haben wir auch sehr zielorientiert gespielt. Elfmeterschießen ist immer ein bisschen Glückssache, ein Elfmeter hat entschieden", haderte Dutt.

Im Finale trifft Red Bull Salzburg nun auf die SV Ried, die den TSV Hartberg Anfang März im Halbfinale ausschaltete. Das Finale steigt am 1. Mai um 17:00 Uhr im Wörtherseestadion Klagenfurt.

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