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Fussball

"Alles andere wäre gelogen": Austria Wien noch im Gazprom-Vertrag

Von SPOX Österreich

Während in der Ukraine der russische Angriffskrieg tobt, lässt sich die Wiener Austria noch von Gazprom sponsern. Man würde nun alles prüfen, beteuern die Veilchen.

Am Dienstag kursierten Medienberichte, die Wiener Austria hätte die Entscheidung gefasst, den Sponsoring-Vertrag mit dem russischen Unternehmen Gazprom auf Eis zu legen. Dies berichtete der Kurier. Damit würden die "Veilchen" auf rund 7,5 Millionen Euro verzichten.

Der Klub aus Favoriten würde sich damit zahlreichen Sportorganisationen anschließen. So kündigte etwa die UEFA Zusammenarbeit mit Gazprom auf, auch Schalke 04 drehte Gazprom den Rücken zu und entfernte den Schriftzug vom Trikot.

Austria Wien will es nun aber langsam angehen. "Aufgelöst ist der Vertrag nicht", sagt Vorstand Gerhard Krisch zum Standard. "Wir prüfen alles rechtlich - und dann schauen wir, wo die Reise hingeht. Wir brauchen ein paar Wochen, das geht nicht von heute auf morgen. Eine Auflösung des Vertrages wäre eine Herausforderung, alles andere wäre gelogen. Aber wir müssen dieses Szenario ins Auge fassen. Und vor allem müssen wir sparen, sparen, sparen. Und schauen, dass wir neue Partner finden. Ja, ich habe Sorgenfalten, aber das ist mein Job."

Kontaktaufnahme mit Gazprom nicht so einfach

Klar ist: Die Wiener Austria steht finanziell mit dem Rücken zur Wand. Sollte sich die Austria von Gazprom trennen, würden 7,5 Millionen Euro fehlen, die jährlich für die Akademie fließen. Ein Finanzloch, das gestopft werden muss.

"Wir sind gerade erst aus dem Koma erwacht", sagt Krisch. "Wenn man einen Vertrag einseitig auflöst, riskiert man Rückforderungen des Geschäftspartners. Wir prüfen alle Optionen. Finden wir eine Lösung, muss ich als AG-Vorstand die Gremienbeschlüsse einholen." Zudem sei es aktuell nicht einfach, mit Gazprom überhaupt in Kontakt zu treten.

Fix ist jedenfalls: Gazprom wird (vorerst?) nicht mehr auf dem Trikot der Young Violets und im Stadion zu sehen sein. "Was wir moralisch wollen, sehen Sie: Gazprom erscheint bei uns derzeit weder auf der Brust noch auf den LED-Banden."

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