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Fussball

Red Bull Salzburg kritisiert "Wettbewerbsnachteil" wegen Lockdown

Von SPOX Österreich
RB Salzburg ist in dieser Saison noch ungeschlagen. Hält diese Serie auch am heutigen Abend?

Österreich befindet sich seit Montag im vierten Lockdown seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Besonders benachteiligt fühlt sich davon Serienmeister Red Bull Salzburg.

Am Dienstag trifft Red Bull Salzburg in der Champions League auswärts auf Lille. Ein enorm wichtiges Duell um den Aufstieg in die K.o.-Phase der Königsklasse - im Stade Pierre-Mauroy werden über 50.000 frenetische Anhänger erwartet.

Auf diese Unterstützung können die Bullen im letzten Gruppen-Spiel zuhause gegen Sevilla - wenn es wohl um alles geht - nicht bauen. Die Stadiontore bleiben während dem Lockdown freilich geschlossen.

Für diesen Umstand hat man in Salzburg kein Verständnis. "Es ist schon ein Stück weit beschämend, dass es so weit kommen musste, dass Österreich als erstes Land in Europa wieder in einen Lockdown geht", sagt Salzburg-Manager Stephan Reiter zur APA.

Stefan Reiter: „Sportlicher Wettbewerbsnachteil“

Reiter weiter: "Andererseits sehe ich natürlich, dass es keine andere Möglichkeit mehr gibt, aufgrund einer Entwicklung, die man wieder verschlafen hat. Es schmerzt emotional, wir hätten uns nicht gedacht, dass wir noch einmal Spiele ohne Fans erleben müssen.“

Einerseits würden die Geisterspiele finanziell schmerzen (Salzburg rechnet mit einem Bruttoumsatz von zwei Millionen Euro, der nun rückabgewickelt wird), "andererseits ist es auch ein sportlicher Wettbewerbsnachteil.“

Reiters Kritik: "Wir spielen am Dienstag in Lille, wo uns ein Hexenkessel erwartet und im Gegenzug haben wir dann zuhause - statt mit 29.000 Fans im Rücken - ein eventuell entscheidendes Geisterspiel. Dies gerade in einer Phase, in der es für uns im Klub um extrem viel geht und wir als österreichischer Klub etwas erreichen können, was es schon lange nicht mehr gegeben hat.“

Sorgen um den finanziellen Zustand der Salzburger muss man sich aber keine machen. Sollte man über Platz drei der Champions League in der Europa League landen, kassiert Salzburg über 30 Millionen Euro. Bei einem Aufstieg ins CL-Achtelfinale winken über zehn Millionen Euro on top.

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