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Fussball

Neo-LASK-Coach Wieland: Thalhammer? "Harmonie vielleicht übertrieben"

Von SPOX Österreich
Thalhammer

Im Laufe der Woche verkündete der LASK den Abschied von Cheftrainer Dominik Thalhammer. Sein Co-Trainer Andreas Wieland übernimmt nun bis zur Winterpause. In einem Interview äußerte sich Wieland nun zu seinem Verhältnis zu Thalhammer.

Wieland verfügt über eine UEFA-Pro-Lizenz und war bereits in der Saison 2019/20 Co-Trainer des LASK. Anfang Jänner 2021 übernahm er den FC Juniors OÖ auf einem Abstiegsplatz, holte sieben Siege in 17 Spielen und beendete die Zweitliga-Saison noch auf Platz Acht, ehe er als Assistent von Thalhammer zum LASK zurückkehrte. Nun übernimmt Wieland die Chefrolle - zumindest für die nächsten 18 Spiele.

Im Interview mit laola1 spricht Wieland nun über Thalhammers Abschied - und sein Verhältnis zu seinem ehemaligen Chef. "Wie die Wertschätzung der Mannschaft gegenüber dem Trainer und auch wie die Verabschiedung war, da war alles okay. Harmonie wäre vielleicht übertrieben, aber es war ein intaktes Verhältnis", so Wieland. "Auch, weil die Spieler so selbstreflektiert sind, dass sie wissen, ihre Leistungen in den letzten Wochen waren ebenfalls nicht gut genug. Keiner hat den Trainer als Alleinschuldigen gesehen, und deswegen ist es für uns alle dann doch recht schnell gegangen."

Zudem waren Wieland und Thalhammer nicht immer einer Meinung, wie er verrät: "Das ist einen Tag vor einem Spiel schwierig zu sagen, weil es hauptsächlich taktische Dinge waren. Da geht es beispielsweise um die Positionierung des Außenverteidigers oder den Zeitpunkt des Vertikalballes."

Wieland über Ismael: "Das Bauernopfer war leider ich"

Während das Verhältnis zu Thalhammer zwar nicht harmonisch, aber immerhin intakt scheint, verlief der Abschied mit Ex-Trainer Valerien Ismael, unter dem Wieland ebenfalls agierte, nicht so amikal. Bei Ismaels Abschied wurde Wieland stark in den Fokus gerückt: "Wenn der Berater (von Ismael, Anm.) ein PR-Mensch ist, dann kann so etwas passieren. Er hat sein Bauernopfer gefunden, das war leider ich. Aber 16 Monate später ist sicher nicht mehr die Zeit darüber zu sprechen. Damals wäre es interessant gewesen, ein Interview zu geben oder mich zumindest zu fragen, aber jetzt muss ich mich mit der Situation abfinden, sie akzeptieren, werde sie aber nicht mehr kommentieren."

Mit starken Phasen in der Bundesliga und der Europa League stieg in Linz die Erwartungshaltung und damit der Druck. Nur ein Sieg in sieben Ligaspielen ist freilich viel zu wenig. "Das ist ein großes Thema. Wir haben in den letzten Jahren sehr erfolgreiche Zeiten gehabt. Es heißt dann oft erster Salzburg-Jäger und so weiter, aber mit Sturm Graz, Rapid und auch dem WAC gibt es große Kontrahenten, die wirklich gute Arbeit leisten", weiß Wieland. "Da ist jedes Spiel eine riesengroße Herausforderung. Trotzdem glaub ich, dass wir nicht dorthin gehören, wo wir aktuell stehen, und es wird unsere Aufgabe, dass wir uns da herauskämpfen."

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