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Fussball

LASK schießt sich für Tottenham warm - Frust bei WAC sitzt tief

Von APA
WAC gegen Ried
© GEPA

Nach zwei Enttäuschungen hat der LASK wieder in souveräner Manier die Erfolgsformel gefunden und sich Selbstvertrauen für das Duell mit Tottenham geholt. Die Linzer festigten mit einem hochverdienten 3:0 gegen Altach Platz zwei in der Bundesliga und zeigten als einziger des österreichischen Europa-League-Trios eine vollauf geglückte Generalprobe für Donnerstag. Rapid (1:1 gegen Austria) und der WAC (1:1 gegen Ried) mussten sich jeweils mit einem Punkt begnügen.

Über eine Stunde lang erinnerte das Heimspiel gegen Altach an das vergangene Wochenende, als die Linzer trotz zahlreicher Chancen nur ein 1:1 gegen Hartberg geholt hatten. Selbst einen (umstrittenen) Elfmeter konnte der LASK nicht nutzen, der Schuss von Johannes Eggestein fiel zu schwach aus (34.). Mit einem Doppelschlag in der 65. und 71. Minute wurde Eggestein aber doch noch zum Matchwinner.

"Ich denke, das gibt uns Zuversicht und ist wichtig aufgrund der letzten beiden Spiele, vor allem gegen Hartberg, als wir aus der Überlegenheit kein Kapital schlagen konnten. Daher war es ein wichtiger Sieg für uns", erklärte Dominik Thalhammer, der trotz 72 Prozent Ballbesitz und 13:1 Torschüssen lange zittern musste. "Der Spielstand steht unter dem Motto: wie macht man es sich schwer", meinte daher der Trainer.

"In so einem Spiel ist es wichtig, wenn man die eine oder andere Torsituation vergibt, geduldig zu bleiben, von der Körpersprache positiv zu bleiben", beschrieb Thalhammer die Schwierigkeiten. Ende der ersten Halbzeit habe er schon "in Gesichtern gewisse Unzufriedenheit gesehen, es war wichtig, fokussiert zu bleiben".

Letztlich feierten die Schwarz-Weißen den fünften Sieg im fünften Saisonheimspiel und stehen mit 20 Punkte aus den ersten neun Runden genauso gut wie im Vorjahr da. Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Andreas Gruber, der nach gut einer Stunden vom Platz humpelte und ins Spital gebracht wurde.

Michael Liendl: "Ist mir lieber, ich fahre gleich nach Hause"

Im Lavanttal war das Resultat für Ferdinand Feldhofer nach dem späten Gegentreffer und den liegen gelassenen Zählern "unfassbar". Der WAC-Coach wollte seiner fast eine Stunde in Überzahl spielenden Elf aber nichts vorwerfen. Anderer Meinung war sein Kapitän. Michael Liendl war im Sky-Interview auch nach der Dusche noch nicht abgekühlt. Der Regisseur sprach von einer "kläglichen" Chancenverwertung, dass Rieds spätem Elfertor durch Marco Grüll (85.) ein Patzer der Verteidigung vorangegangen war, ärgerte ihn zusätzlich.

"Wenn du so auftrittst, alles im Griff hast und dir wieder alles zusammenhaust mit ein, zwei Einzelaktionen - dann ist es mir lieber, ich fahre gleich nach Hause", sagte ein sichtlich verärgerter Liendl, der daheim zur Frustbewältigung "schnell die Augen zumachen" wollte. Er haderte auch mit seinen Passempfängern. Dejan Joveljic schoss die Führung heraus, vergab aber weitere große Möglichkeiten. Der eingewechselte Dario Vizinger scheiterte tief in der Nachspielzeit alleine vor Rieds Samuel Sahin-Radlinger.

Neben dem WAC konnte auch der kommende Gegner nicht voll anschreiben. ZSKA Moskau kassierte in der russischen Meisterschaft ein 0:1 bei Rubin Kasan. Vor der Reise nach Moskau standen bei den Wolfsbergern am Montag zunächst einmal Coronatests an. Dass die Infektionswelle Mitschuld an den jüngsten Rückschlägen und müden Beinen sei, wollte Liendl nicht stehen lassen. "Das Corona-Thema ist kein einfaches, darüber bauchen wir nicht diskutieren. Aber unsere Fehler haben nichts mit Corona oder Müdigkeit zu tun", betonte der 35-Jährige.

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