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Fussball

ÖFB-Trainer Franco Foda über David Alaba: "Er ist gereift"

Von SPOX Österreich
Franco Foda.

Für Franco Foda und das ÖFB-Nationalteam geht es im September mit den Nations-League-Partien gegen Norwegen (4.9.) und Rumänien (7.9.) weiter - nach zehnmonatiger Zwangspause. Der 54-Jährige will dabei auch auf Neulinge im Kader setzen: "Es geht immer wieder ein neuer Stern auf."

Es wird schwer die Ausfälle von Champions-League-Gewinner David Alaba und Kölns Florian Kainz zu kompensieren. Teamchef Foda sieht die aktuelle Situation als eine Chance für diejenigen, die sonst nicht zum Zug kommen.

"Man muss dem einen oder anderen Spieler die Möglichkeit geben zu spielen, auch Neulingen. Man kann nur mit neuen Spielern zur EM gehen, wenn sie sich davor auch zeigen konnten. Das ist der Spagat, den wir eingehen müssen - auch mit dem Gedanken, dass die Ergebnisse einmal nicht optimal sind", erklärte Foda im Interview gegenüber der APA.

"Mit Corona kann jeden Tag etwas passieren. Es kann sich jemand infizieren, dann muss man sofort reagieren. Aufgrund der Situation haben jetzt auch jüngere Spieler die Chance, sich zu zeigen und vielleicht dann auch Fuß zu fassen im Nationalteam", fügte der Deutsche hinzu.

Franco Foda: "Habe mit Hansi Flick und David Alaba lange telefoniert"

ÖFB-Stütze David Alaba wurde trotz der langen Saison und dem Einzug in das CL-Endspiel für den österreichischen Nationalkader einberufen. Dann entschied sich Foda in Absprache mit Alaba und dem FC Bayern doch anders und verzichtete auf den gelernten Linksverteidiger.

"Ich wollte erst einmal die Champions League abwarten. Dann habe ich mit (Bayern-Trainer) Hansi Flick und auch mit David selbst lange telefoniert. Es ging nicht nur um die Belastung. Die war hoch, das ist klar. Er hatte aber auch immer wieder kleinere Probleme mit den Adduktoren, von denen ich so nicht gewusst habe. Er hat trotz dieser Probleme immer gespielt, das kann man auch mit kleineren Blessuren. Es bedarf jetzt aber einer Regenerationsphase, sonst hätten wir vielleicht eine größere Verletzung bei ihm riskiert - und das wollten wir nicht", betonte der österreichische Teamchef.

David Alaba im ÖFB-Team künftig als Innenverteidiger?

Bei den Bayern spielte Alaba in der Innenverteidigung groß auf. Ob dies auch beim Nationalteam vorstellbar wäre? Dazu hielt sich Foda vorerst bedeckt: "David hat im Nationalteam noch nie Innenverteidiger gespielt. Aber er ist ein intelligenter Spieler, der ein Spiel generell gut lesen kann, der technisch versiert ist. Er kann auf zwei, drei Positionen sehr, sehr gut spielen. Das ist nicht normal. Er hat eine super Spieleröffnung, aber auch defensiv war er sehr stabil in Verbindung mit den anderen Verteidigern. Er ist gereift, Vater geworden. Auch zu Hause muss man Verantwortung übernehmen. Das sieht man alles auf dem Platz."

Weiters stehen für 28-Jährigen Vertragsgespräche mit dem deutschen Meister auf dem Programm. Foda vertraut dabei auf Alabas Gefühl: "Diese Entscheidung muss David ganz alleine treffen in Verbindung mit seinem Berater oder auch seinen Eltern. Ich denke, dass er erfahren genug ist."

 

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