Fussball

Charles Amoah über seine Zeit beim SK Sturm: "Bin nie so richtig reingekommen"

Von SPOX Österreich
Charles Amoah im Sturm-Trikot

Im Jänner 2001 wechselte Charles Amoah für knappe vier Millionen Euro vom FC St. Gallen zu Sturm Graz und war damit über viele Jahre der teuerste Transfer der österreichischen Fußball-Geschichte. Nun erklärt der 45-Jährige, warum es in Graz nicht klappen sollte.

Mit dem FC St. Gallen holte Amoah den Schweizer Meistertitel und wurde unter Trainer Marcel Koller Torschützenkönig. Erfolge, die der Stürmer aus Ghana in der Steiermark nie reproduzieren konnte. Für Sturm lief Amoah 88 Mal auf und erzielte 22 Tore und sollte später für Wüstenrot Salzburg und den LASK auflaufen.

"Die Erwartungshaltung war sehr groß. Und die damalige Mannschaft war eine geschlossene Gruppe, da bin ich nie so richtig hineingekommen. Und dann kamen auch Verletzungen dazu", erinnert sich Amoah, der mit massiven Knieproblemen zu kämpfen hatte, im Interview mit der Schweizer Zeitung Blick.

Nach seiner Karriere arbeitete Amoah in der Puntigamer-Fabrik. "Ich musste damals einen Job haben, ohne Arbeitsvertrag hätten wir das Land verlassen müssen. Und wir hatten drei kleine Kinder", erklärt Amoah, der nun auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber ist und in Zukunft zurück nach Ghana ziehen will.

Amoah: "Hoffe, dass Winfried den Durchbruch schafft"

Bis dahin schafft womöglich Sohn Winfried Amoah den Durchbruch beim SK Sturm. Der 20-Jährige unterschrieb unlängst einen Profivertrag: "Er ist sehr schnell und spielt bei Graz rechts außen. Ich hoffe, dass er den Durchbruch schafft."

Warme Worte hat Amoah auch für seinen Ex-Trainer Marcel Koller übrig, der damals den FC St. Gallen zum Meistertitel führte. "Er ist kein guter Trainer. Sondern ein hervorragender Trainer. Er ist der Baumeister unseres Meistertitels. Und er ist er ist ein ganz toller Mensch, dem ich in vielerlei Hinsicht viel zu verdanken habe. Er hat sich in allen Bereichen um mich gekümmert."

Inklusive einer Anekdote: "In St. Gallen haben meine Frau und ich einen neuen Fernseher gekauft. Aber wir hatten keine Ahnung, wie wir den montieren und in Betrieb nehmen. Da kam Marcel Koller zu uns nach Hause und hat alles erledigt. Wir hatten auch später immer wieder Kontakt. Als er Nationaltrainer in Österreich war hat er mich in Graz besucht."

Charles Amoah: Die Leistungsdaten

VereinSpieleToreVorlagen
88226
6143Unbekannt
148Unbekannt
611
1--

 

 

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