Fussball

ÖFB-Team gibt Comeback in Nations League - U21-EM bekommt neues Format

Von APA
ÖFB-U21.

Das ÖFB-Team startet im September mit den ersten Länderspielen nach der Coronavirus-Pause in die Nations League. Wie die UEFA am Mittwoch nach der Sitzung ihres Exekutivkomitees mitteilte, soll der Wettbewerb wie geplant mit den ersten beiden Spieltagen vom 3. bis 5. und 6. bis 8. September beginnen. Die U21-EM bekommt indessen ein neues Format aufgebrummt.

Die genauen Spielansetzungen des A-Teams sollen in Kürze bekanntgegeben werden. Bisher war für die Auswahl von Teamchef Franco Foda ein Auswärtsspiel gegen Norwegen am 4. September und drei Tage später ein Heimspiel gegen Rumänien vorgesehen.

Weitere Länderspiele sind für Oktober und November geplant - immer unter der Voraussetzung, dass dann wieder weitestgehend Reisefreiheit herrscht. Neben den Nations-League-Partien besteht noch die Möglichkeit für je ein Testspiel am 7. oder 8. Oktober sowie am 11. oder 12. November. Die Wahl der Kontrahenten könnte auf Wales, die Türkei, England oder Tschechien fallen - gegen diese vier Mannschaften wäre man im Frühjahr angetreten.

Die Testspiel-Tage wurden eingeführt, damit die Play-offs um die vier noch freien EM-Plätze ausgespielt werden können. In vier Gruppen spielen je vier Teams um jeweils ein EM-Ticket. Dabei wird auch der weitere ÖFB-EM-Gegner neben Mit-Gastgeber Niederlande und der Ukraine ermittelt. Dieser heißt Rumänien, Weißrussland, Kosovo, Georgien oder Nordmazedonien.

Franco Foda wünscht sich fünf Wechsel

Auf das ÖFB-Team wartet in jedem Fall ein intensiver Herbst. "Das ist schon eine Herausforderung, aber ich war selbst Spieler und kenne solche Situationen. Wenn ich das Gefühl habe, dass jemand eine Pause benötigt, wird er sie bekommen", erklärte Teamchef Franco Foda.

Meinungsverschiedenheiten mit Clubtrainern, die um die Gesundheit ihrer Spieler bangen, erwartet der 54-Jährige nicht. "In meiner Amtszeit gab es noch nie Probleme mit einem Vereinscoach, im Gegenteil. Wir haben immer gut kommuniziert."

B-Mannschaften wird man zumindest in den ÖFB-Pflichtspielen nicht zu sehen bekommen. "Fakt ist, in der Nations League gibt es keine Kompromisse. Wir wollen immer mit den Besten spielen." Einen größeren Kader - normalerweise setzt Foda auf 23 Kicker - wird der Nationaltrainer im Herbst wohl nicht nominieren. "Ich glaube nicht, dass ich 26 oder 27 Spieler einberufen werde, weil man dann im taktischen Bereich nicht mehr richtig trainieren kann."

Dafür wünscht sich Foda eine andere Änderung. "Es wäre wichtig, dass auch bei Bewerbsspielen von Nationalteams fünf Wechsel erlaubt wären, auch über dieses Jahr hinaus. Das hat sich schon auf Club-Ebene als positiv erwiesen, ist gut und sinnvoll", meinte der frühere Sturm-Graz-Meistermacher.

Weitere Details über das Länderspieljahr 2021 gibt es möglicherweise schon am Donnerstag. Dann will die UEFA über die Modalitäten der Qualifikation für die WM 2022 in Katar befinden. Die Ausscheidungsrunde soll im März 2021 beginnen.

U21-EURO: Zwei Phasen bei Endrunde

Die Fußball-EM der U21-Junioren findet im kommenden Jahr in einem neuen Format statt. Das Turnier wird in zwei Zeiträume aufgeteilt. Zunächst spielen die 14 qualifizierten Nationen sowie die beiden Gastgeber Ungarn und Slowenien die Gruppenphase (vier Vierergruppen) vom 24. bis zum 31. März 2021.

Die beiden bestplatzierten Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für ein Final-8-Turnier, das vom 31. Mai bis zum 6. Juni ebenfalls in Ungarn und Slowenien gespielt wird. Das Finale wird in Ljubljana ausgerichtet.

Die U21-EM sollte ursprünglich im Juni 2021 stattfinden. Weil aber die Europäische Fußball-Union die EM 2020 wegen der Coronavirus-Pandemie in diesen Zeitraum verschoben hat, wurde ein neuer Termin gesucht. Vom 23. Juli bis 8. August 2021 werden die ebenso verschobenen Olympischen Spiele ausgerichtet, bei denen auch Nachwuchsteams der qualifizierten Nationen spielberechtigt sind.

Der Qualifikation für die U21 wird im September, Oktober und November 2020 zu Ende gespielt. Aktuell liegt die ÖFB-Auswahl in der Gruppe 3 mit zwölf Punkten auf Platz zwei, Tabellenführer England hat punktegleich mit einem Spiel weniger das bessere Torverhältnis.

Die weiteren Gruppengegner sind Kosovo (6 Punkte), Albanien (5), Andorra (4) und Türkei (4). Für die EM qualifizieren sich neben den Gastgebern die neun Gruppensieger sowie die fünf besten Gruppenzweiten. Für Österreich stehen noch fünf Partien - jeweils einmal gegen jeden Gruppengegner - aus.

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