Fussball

Markus Schopp vom TSV Hartberg platzt der Kragen: "Viel zu liab"

Von SPOX Österreich
Markus Schopp.

Markus Schopp hat sich am Mittwochabend mit ungewohnt deutlichen Worten an die Öffentlichkeit gewandt. Der Trainer des TSV Hartberg stauchte seine Mannschaft nach dem 0:1 gegen Rapid zusammen, weil die Spieler "zu brav" agierten.

"Es geht um das Gewinnen. Wir haben brav gespielt und es war auch sicherlich ganz nett zum Anschauen. Aber es geht ums Tore machen und wir haben heute in der letzten Zone überhaupt nicht agiert", sagte Schopp, und bekräftigte: "Ich brauche Leute in der Box, die für ein Tor sterben würden."

Die Spielweise seines Teams gefiel dem 46-Jährigen überhaupt nicht. "Viel zu brav, viel zu liab. Für den Aufwand ist es viel zu wenig. Ich fordere von meinen Spielern ein bisschen mehr Überzeugung und die letzte Bereitschaft ein Tor zu machen. Solange die letzte Bereitschaft nicht da ist, wird es schwierig in dieser Meistergruppe zu punkten."

Schopp: "Brauchen keine Luftballone in den Strafraum"

Hartberg qualifizierte sich als Überraschungsteam und eigentlicher Abstiegskandidat für die Meistergruppe. Aktuell liegen die Oststeirer auf Platz fünf, damit wären sie im Playoff um den letzten Europa-League-Startplatz. Der Vorsprung auf Sturm Graz beträgt allerdings nur einen Punkt. Immerhin würden die Hartberger bei Punktegleichheit vorgereiht, weil ihre Zähler bei der Ligateilung abgerundet wurden.

"Wir spielen, um zu gewinnen und dafür muss man Tore machen. Mir hat die Überzeugung in so vielen Dingen gefehlt. Wir brauchen Flanken, die gefährlich werden und keine Luftballone in den Strafraum", legte Schopp am Mittwochabend nach. Er bräuchte Spieler, die ihren "Arsch hinhalten und den Ball über die Linie drücken". "Anscheinend müssen manche Spieler aus ihrer Komfortzone. Natürlich wir sind der TSV Hartberg aber wir müssen aufhören immer wieder diese Fehler zu machen."

Schopp ist seit Juli 2018 Trainer des TSV Hartberg. Zuvor war er lange Jahre im Nachwuchs des SK Sturm tätig, unter Oliver Lederer und Dietmar Kühbauer fungierte er als Co-Trainer beim SKN St. Pölten. Als aktiver Spieler absolvierte er über 200 Bundesliga-Spiele und brachte es auf 80 Einsätze in der Serie A sowie auf 56 Spiele im ÖFB-Nationalteam.

Bundesliga: Tabelle in der Meistergruppe

Platz

Verein

Sp

S

U

N

Tore

Diff

Punkte

1.

Red Bull Salzburg

27

18

7

2

90:28

62

37

2.

Rapid Wien

27

15

7

5

55:29

26

32

3.

LASK Linz

27

18

4

5

59:29

30

25

*

4.

WAC

27

12

7

8

58:37

21

24

5.

TSV Hartberg

27

10

5

12

43:62

-19

20

**

6.

SK Sturm Graz

27

10

5

12

41:44

-3

19

* = 6 Punkte Abzug wegen verbotenen Mannschaftstrainings

** = Vorreihung bei Punktegleichheit (wegen Abrundung nach Grunddurchgang)

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