Fussball

Ärger in der 2. Liga: Kapfenberg-Coach wehrt sich gegen Vorwürfe

Von SPOX Österreich
Kurt Russ.

In den Tagen vor dem Restart in der österreichischen 2. Liga kam es zu teils heftigen Vorwürfen. Die Kadernominierung des Kapfenberger SV für das Saisonfinish sorgte für Unmut bei den anderen Vereinen, nun wehrt sich KSV-Trainer Kurt Russ vehement.

Gleich mehrere Vereine unterstellten den Steirern eine "schiefe Optik", weil Kapfenberg auf arrivierte Profis verzichtet und in den ausbleibenden elf Runden vermehrt junge Eigenbauspieler einsetzen möchte. "Derartige Unterstellungen wie "Wettbewerbsverzerrung" lassen wir sicher nicht auf uns sitzen", verkündete Trainer Russ am Freitag.

"Wir arbeiten hier Tag und Nacht und tun alles, um in den restlichen Runden eine schlagkräftige Truppe auf den Platz zu bringen, die den Zusehern vor den Bildschirmen herzerfrischenden und leidenschaftlichen Fußball bietet", stellte er in einer Aussendung klar.

"Und dann muss ich mich gegenüber anderen Clubs und Außenstehenden rechtfertigen, wie ich als Trainer meine eigene Mannschaft auf- und zusammenstelle - das ist für mich die eigentliche Frechheit."

Es sei "unsachlich und nicht korrekt", als Außenstehender Kader-Entscheidungen zu kommentieren. Russ merkte an, dass die Kritik der Konkurrenz sogar die Liga auf den Plan rief. "Ich musste sogar bei der Bundesliga Stellung über meine Kader-Nominierung beziehen", ärgerte sich der 55-Jährige.

KSV-Coach Kurt Russ: "Das ist doch etwas Positives"

Die Anschuldigungen könne Russ "überhaupt nicht" nachvollziehen. Er habe nur Teile des Teams ausgetauscht, wichtige Teile der Mannschaft seien dieselben wie vor der Corona-Spielpause. "Einige unserer Jungfalken waren zwar noch nicht in der 2.Liga im Einsatz, aber alle die jetzt dabei sind, waren bereits zuvor Teil unseres Kaders und haben tagtäglich mit der Kampfmannschaft trainiert", sagte Russ.

Und weiter: "Was daran verwerflich sein soll auf den eigenen Nachwuchs zu setzen, weiß ich nicht. Unser Kapital ist unsere Akademie und sind unsere Eigengewächse. Denen wollen wir die Möglichkeit geben, neben unseren arrivierten Stammspielern heranzureifen und Erfahrung und Einsatzzeit in der zweithöchsten Spielklasse zu sammeln. Das ist doch etwas Positives und sollte nicht ins Negative gezogen werden."

Bereits in der Vergangenheit habe er sich dazu entschlossen, "fast ausschließlich mit den ganz Jungen" aufzulaufen. "Da waren viele Burschen dabei, die zuvor noch keine einzige Minute in der 2.Liga gespielt haben und erstmals zum Einsatz kamen. Da hat keiner was gesagt und gewonnen haben wir übrigens auch."

Kapfenberg liegt aktuell in der Tabelle mit 19 Punkten nach 19 Runden auf dem letzten Tabellenplatz - punktegleich mit dem Vorletzten GAK. Aufgrund eines Beschlusses des ÖFB-Präsidiums wurden sämtliche Unterhaus-Ligen wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen, es gibt daher auch keine Aufsteiger aus den Regionalligen. D

2. Liga: Tabelle vor dem Restart

Ried geht am Freitag als großer Titelfavorit in den Restart der 2. Liga. Vor dem Heimduell mit Lafnitz weisen die Oberösterreicher acht Punkte Vorsprung auf den einzig verbliebenen Herausforderer Austria Klagenfurt auf, elf Runden sind noch zu absolvieren.

Platz

Verein

Sp

S

U

N

Tore

Diff

Punkte

1.

SV Ried

19

14

3

2

40:18

22

45

2.

Austria Klagenfurt

19

10

7

2

38:25

13

37

3.

Wacker Innsbruck

19

9

3

7

27:26

1

30

4.

Vorwärts Steyr

19

7

6

6

26:21

5

27

5.

FC Liefering

19

7

6

6

38:34

4

27

6.

SV Lafnitz

19

7

6

6

26:26

0

27

7.

Austria Lustenau

19

8

2

9

38:38

0

26

8.

Young Violets Austria Wien

19

7

3

9

38:35

3

24

9.

FC Juniors OÖ

19

6

6

7

33:34

-1

24

10.

Blau Weiß Linz

19

6

5

8

34:39

-5

23

11.

SKU Amstetten

19

5

7

7

29:35

-6

22

12.

FC Dornbirn

19

5

7

7

28:35

-7

22

13.

SV Horn

19

5

6

8

39:41

-2

21

14.

FAC Wien

19

5

6

8

22:29

-7

21

15.

GAK

19

4

7

8

25:32

-7

19

16.

Kapfenberger SV

19

5

4

10

25:38

-13

19

er KSV bleibt damit unabhängig vom Endergebnis in der Tabelle zu Saisonende in der 2. Liga.

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