Fussball

LASK-Pressekonferenz, Liveticker zum Nachlesen: "Es war ein Blödsinn!" - Linzer geben Fehler zu

Von SPOX Österreich
Der LASK entschuldigte sich.

Der LASK hat sich am Freitag eine kurz anberaumte Pressekonferenz verkündet. Präsident Siegmund Gruber, Vizepräsident Jürgen Werner und Cheftrainer Valérien Ismaël nahmen zur Video-Causa Stellung. Die Verantwortlichen entschuldigten sich für das Fehlverhalten, die Idee fürs Mannschaftstraining soll vom Trainerteam ausgegangen sein.

Hier gibt's die PK in der Nachlese.

LASK-Pressekonferenz im LIVETICKER zum Nachlesen

Fazit: Der LASK zeigte sich am Freitag im Gegensatz zum Vortag reumütig. Jürgen Werner sprach von einem "Blödsinn", Valerien Ismael entschuldigte sich und Siegmund Gruber gab zu, dass ein Traininglager in Schweden angedacht war - und im Nachhinein wohl die bessere Variante gewesen wäre. Letzterer stellte sein Mandat im Aufsichtsrat der Bundesliga ruhend, er will sich gänzlich zurückziehen, falls ein negatives Urteil gegenüber dem LASK ausgesprochen wird.

15.29 Uhr: Nach nicht ganz einer halben Stunde ist die Pressekonferenz beendet.

15.28 Uhr: Wann fanden die vier verbotenen Trainingseinheiten statt? Ismael: "Wir setzten über die vergangenen drei Wochen Impulse." Gruber legt nach: "Der Rest wird dem Senat 1 übermittelt."

15.27 Uhr: Werner entschuldigt sich erneut und gesteht Fehler ein. Nachsatz: "Wir haben nichts gestohlen, keinen umgebracht, sondern vier Mal falsch trainiert. Ich bitte um Rücksicht auf die Verhältnismäßigkeit."

15.24 Uhr: Gruber wird nochmals zum Bildmaterial von anderen Vereinen befragt. Er deutet an, dass mehrere Vereine gegen die Maßnahmen verstoßen haben, will aber keine Details nennen.

15.23 Uhr: Gruber meint, dass er in die Entscheidung nicht eingebunden war. Erst nach der Nachricht der Bundesliga wusste er vom Mannschaftstraining.

LASK wollte nach Schweden ins Trainingslager fliegen

15.22 Uhr: Gruber bestätigt, dass ein Trainingslager in Schweden ein Thema war. Die Idee wurde aber verworfen, weil die mediale Aufmerksamkeit negativ gewesen wäre. Gruber meint, dass die Idee vielleicht sogar besser gewesen sei. Gruber bestätigt einen Imageschaden für den Verein, aber keine negativen Rückmeldungen der Sponsoren oder Fans. "Die sozialen Medien spare ich mir auf", sagte Gruber.

15.21 Uhr: Gab es Spieler, die gemahnt haben? Ismael: "Durch die Tests hatten wir ein gutes Gefühl und Sicherheit. Darum geht es. Wir haben nur an unsere Prinzipien gedacht. Die Entscheidungen waren falsch."

15.20 Uhr: Werner: "Einen Tag bevor die Beschränkungen aufgehoben werden. Das war dumm. Den Tag hätten wir auch noch abwarten können. Wir haben uns sicher gefühlt zum Thema Gesundheit. Das fällt unter Dummheit, das sehe ich genauso."

15.18 Uhr: Der LASK will ein Trainingslager einlegen und in eine Hotel-Quarantäne gehen. Gruber: "Wir testen noch immer jeden zweiten Tag, obwohl es nicht notwendig ist. Wir gehen freiwillig ins Hotel und in Quarantäne, um das optimalste für die Gesundheit zu tun."

15.16 Uhr: Gruber ist selbstsicher: "Wir haben eine gute Verhandlungsposition, ich will dem Senat 1 aber nicht vorgreifen."

15.15 Uhr: Gruber will sich bezüglich des Einbruchs auf das LASK-Trainingsgelände nicht äußern. Die Polizei solle sich darum kümmern.

15.14 Uhr: Welcher Verein hat das Video an die Bundesliga geschickt? Das will Gruber nicht beantworten. "Ich bekomme von sehr vielen Leuten Fotos und Videos von anderen Klubs. Wir tragen unsere Sachen aber im Wohnzimmer aus und nicht auf dem Balkon."

15.14 Uhr: Gruber über mögliche Konsequenzen: "Ich habe meine Position des Aufsichtsratsmitglieds ruhend gestellt. Falls es ein Urteil des Senates 1 gibt, werde ich zurücktreten. Wir haben aber eine gute Verhandlungsposition."

15.13 Uhr: Die ersten Fragen der Journalisten werden gestellt. Gruber: "Donnerstagmittag informierte mich die Bundesliga. Dann wurden mir die Videos zugeschickt. Am Nachmittag habe ich um Aufklärung gebeten."

15.12 Uhr: Siegmund Gruber: "Jürgen hat mir seinen Rücktritt angeboten. Den nehme ich nicht an, er ist für mich wie Valerien sakrosankt."

Valerien Ismael: "Es war ein Fehler"

15.10 Uhr: Ismael: "Wir werden alle Fragen beantworten. Wir haben aber auch selber Fragen."

15.09 Uhr: Valerien Ismael: "Ich möchte mich entschuldigen. Im Vordergrund stand die Gesundheit der Spieler. Wir haben niemanden gefährdet. Wir haben uns an die Regeln gehalten. Es geht um vier Trainingseinheiten, in denen wir Reize und Impulse setzen wollten. Im Nachhinein ist klar: Es war ein Fehler. Wir wollten uns keinen Vorsprung verschaffen. Wir stehen für unsere Fehler gerade und entschuldigen uns bei allen Leuten, die wir enttäuscht haben."

Jürgen Werner: "Es war ein Blödsinn!"

15.07 Uhr: Werners Schlusswort: "Wir tragen die Verantwortung. Es war ein Fehler, dazu müssen wir stehen."

15.06 Uhr: Werner entschuldigt sich: "Die gesamte Trainergilde ist auf mich zugekommen. Wenn wir so weitertrainieren, können wir in zwei Wochen nicht spielen, so das Credo. Darauf fragte er mich, ob wir ein schärferes Training machen können. Das war ein Blödsinn, ein großer Fehler unsererseits und ich möchte mich dafür aufrichtig bei allen anderen elf Vereinen, bei den Sponsoren und der Öffentlichkeit entschuldigen. Wir wollten uns nicht einen Vorteil verschaffen, sondern auf die Gesundheit der Spieler schauen. Man kann uns überhaupt keinen Vorwurf machen. Die Spieler wurden getestet und haben alle Hygienemaßnahmen eingehalten. Durch die Euphorie haben wir versucht, die Spieler fit zu machen. Der Pfeil ist abgeschossen, es war ein Blödsinn. Wir werden zur Aufklärung beitragen."

15.03 Uhr: Werner: "Wir haben beim Trainingsauftakt die stringentesten Maßnahmen gesetzt, die man setzen kann. Die Spieler waschen die Wäsche daheim, haben Slot-Times in unserem Gym vergeben. Wir haben Essen verpackt. Das Wichtigster: Wir haben PCR-Tests täglich durchgeführt. Seit 20. April gab es keinen einzigen positiven Fall."

15.02 Uhr: Jürgen Werner: "Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen. Ich war ein Verfechter davon, nicht weiterzuspielen. Im Mai erreichen wir aus meiner Sicht den Höhepunkt. Das ist zum Glück nicht eingetreten."

15.00 Uhr: Die PK beginnt!

LASK: Pressekonferenz im Livestream

14.50 Uhr: Die Spannung steigt - in gut zehn Minuten soll es losgehen! Wie reagieren die Verantwortlichen der Linzer auf die Video-Causa?

14.10 Uhr: Inzwischen wurde auch ein Video bekannt, das zwei Rapid-Kicker bei einer körperlichen Auseinandersetzung zeigt. Dies soll schon am Donnerstag passiert sein - zu einem Zeitpunkt, an dem Körperkontakt im Training noch nicht erlaubt war.

14.05 Uhr: Sport-Austria-Präsident Hans Niessl zur LASK-Causa: "Wir haben immer wieder unseren Vereinen gedankt, dass sie sich an die Maßnahmen der Bundesregierung gehalten haben. Gestern hat es einen Vorfall gegeben, der zu untersuchen ist. Ich bedaure das auch deswegen, weil gerade der Fußball eine wichtige Vorreiterrolle für alle Ballsportarten hat. Deswegen bin ich der Meinung, dass man hier ganz gezielt vorgehen und aufklären muss."

14.00 Uhr: Bei einer Pressekonferenz reagierte Gesundheitsminister Rudolf Anschober auf das Vergehen des LASK: "Das ist ein schweres Foul, das möglicherweise passiert ist. Es wird dieses Modell, das wir miteinander paktiert haben, nicht gefährden", betonte Anschober.

13.50 Uhr: "Wenn sich die Vorwürfe bewahrheiten, kann ich nur davon ausgehen, dass es zumindest zu einem Punkteabzug kommt. Eine Sanktion, die nur eine Ermahnung oder eine Geldstrafe nach sich zieht, halte ich für nicht adäquat", sagt Sportjurist Wolfgang Rebernig gegenüber der APA. Mit einem Wettbewerbsausschluss oder Zwangsabstieg rechnet Rebernig nicht. Das alles ist freilich nur Spekulation, ein Urteil wird in der kommenden Woche erwartet.

Vor Beginn: Um 12.49 Uhr schickte der LASK eine Einladung zu einer Pressekonferenz aus, die etwas mehr als zwei Stunden später stattfinden soll. Dabei wird die Vereinsführung über jene Causa sprechen, die am Donnerstag für heftige Diskusstionen gesorgt hat. Auf der Facebook-Seite der Athletiker soll es einen Livestream zum Pressegespräch geben.

LASK, Video-Gate: Was bisher geschah

Montag, 20.04.2020: Der LASK nimmt als erste Mannschaft der Bundesliga das Training in Kleingruppen wieder auf. Dabei luden die Linzer auch Medienvertreter auf das Trainingsgelände, obwohl ein Betretungsverbot an Sportstätten für Nicht-Profis besteht. Es gibt Kritik am LASK-Vorgehen, die Linzer verweisen auf den "Hausverstand", der angewandt wurde.

Montag, 11.05.2020: Die Polizei stattete dem LASK einen Besuch beim Training ab. Besorgte Anrufer hätten den Verdacht gehegt, der LASK hielte sich nicht an die von der Regierung verhängten Maßnahmen - vor allem im Hinblick auf den Mindestabstand zwischen den Spielern. Die Polizei konnte jedoch keine Verstöße feststellen.

Donnerstag, 14.05.2020, 14.30 Uhr: Der LASK verkündet per Aussendung, angebliches Opfer von Wirtschaftsspionage geworden zu sein. Demnach hätten zwei unbekannte Personen das Trainingsgelände der Linzer betreten und dort illegal Videokameras installiert.

"Aufgrund des bereits zweiten Vorfalls innerhalb kürzester Zeit haben wir uns dazu entschieden, an die Presse zu gehen. Wir sind schockiert, dass es offensichtlich Dritte gibt, die bereit sind, mit krimineller Energie in unser Vereinsgelände einzubrechen, um Wirtschaftsspionage zu betreiben. Die Täter wurden gefilmt und werden nun ausgeforscht", sagt LASK-Geschäftsführer Andreas Protil.

Donnerstag, 14.05.2020, 15.23 Uhr: Die Bundesliga gibt mit einer Aussendung weitere Details zur Causa bekannt. Der Liga wurden mehrere Videos übermittelt, die den LASK im Mannschaftstraining zeigen, obwohl dies erst mit Freitag, 15.05.2020 erlaubt wäre. Ein Verfahren per Senat 1 wurde eingeleitet.

Donnerstag, 14.05.2020, 15.30 Uhr: In einer gemeinsamen Aussendung der elf anderen Bundesligisten hagelt es Kritik am Vorgehen des LASK. Die einzelnen Vereinsvertreter orteten einen Wettbewerbsvorteil und einen Verstoß gegen den Fair-Play-Gedanken:

Donnerstag, 14.05.2020, 20 Uhr: Der LASK verzichtet auf ein Dementi bezüglich des Trainingsvideos, betont aber, dass dieses auf illegalem Wege produziert wurde. Da die Maßnahmen der Linzer im Training "strenger als vorgeschrieben" eingehalten wurden, verteidigten sie sich gegen die Vorwürfe.

Bundesliga: Tabelle in der Meistergruppe

Pl.VereinSpieleSUNToreDiffPunkte
1LASK22173250:203027
2FC Red Bull Salzburg22146274:264824
3SK Rapid Wien22117447:262120
4RZ Pellets WAC22115650:272319
5SK Puntigamer Sturm Graz2295837:28916
6TSV Prolactal Hartberg2285936:50-1414

LASK nach Mannschaftstraining: Mögliche Strafen der Bundesliga

Die Bundesliga hat den Senat 1 mit einer Untersuchung des Sachverhalts beauftragt. Laut Liga-Vorstand Christian Ebenbauer hat der LASK bis Mitte kommender Woche die Möglichkeit zu einer Stellungnahme.

Der maßgebliche Paragraf der ÖFB-Rechtspflegeordnung ("Verletzung des Fair-Play-Gedankens") sieht im Falle einer Verurteilung folgende Sanktionsmöglichkeiten vor:

Sanktionen durch die Bundesliga

a) Ermahnung

b) Sperre von 1 bis 12 Pflichtspielen

c) Funktionssperre von einem Monat bis einem Jahr

d) Geldstrafe von bis zu 15.000 Euro

e) Austragung eines oder mehrerer Spiele unter Ausschluss eines Teiles oder der gesamten Öffentlichkeit

f) Abzug von Punkten

g) Wettbewerbsausschluss

h) Zwangsabstieg

i) Ausschluss aus dem Verband

Bundesliga: Spielplan des LASK in der Meistergruppe

DatumHeimGast
03.06.2020LASKTSV Hartberg
07.06.2020WACLASK
10.06.2020LASKRapid
14.06.2020SalzburgLASK
17.06.2020LASKSturm
21.06.2020SturmLASK
24.06.2020HartbergLASK
28.06.2020LASKWAC
01.07.2020RapidLASK
05.07.2020LASKSalzburg
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung