Fussball

Austria Klagenfurt will 14 Teams in der Bundesliga: "Die fairste Lösung"

Von SPOX Österreich
Austria Klagenfurt.

Der Eigentümer von Austria Klagenfurt, Tomislav Karajica, hat sich in einem Interview erneut für die Aufstockung der Bundesliga auf 14 Teams ausgesprochen. Der 43-Jährige sieht darin die fairste Lösung und klärt bei der Lage der TV-Gelder auf.

Gemeinsam mit Tabellenführer SV Ried beantragte Austria Klagenfurt eine Aufstockung der Bundesliga auf 14 Teams. Bei der außerordentlichen Hauptversammlung am 7. Mai soll über diesen Antrag abgestimmt werden. Das Ansuchen benötigt eine Zweidrittelmehrheit.

Stimmberechtigt sind alle Vereine der Bundesliga und der 2. Liga - mit Ausnahme der Young Violets. Die Stimmen der Bundesligisten haben insgesamt mehr Gewicht als jene aus der 2. Liga. FC Liefering verzichtet freiwillig auf sein Stimmrecht - die Juniors OÖ nicht.

"Das ist die fairste Lösung", sagte Karajica zur Kleinen Zeitung über den Antrag. Aufgrund der Corona-Pandemie sei Ried und die Klagenfurter Austria einer Chance auf den sportlichen Aufstieg genommen worden. "Keinen oder nur einen hochzuziehen, würde in jedem Fall berechtigte Klagen nach sich ziehen. Wir sind Herbstmeister geworden und haben das direkte Duell für uns entschieden, Ried liegt nach 19 Runden vorn. Doch es wären noch elf Spiele zu absolvieren, da kann sich alles wieder drehen."

Karajica wolle, dass kein Verein durch die schwere Situation "bestraft" werde. "Beide Klubs hätten es verdient und wären mit ihrer Tradition sowie ihren Ambitionen eine Bereicherung für die Bundesliga", sagte Karajica. Vor der Abstimmung zeigte er sich selbstsicher: "Warum sollten sie dagegen stimmen? Denn unser gemeinsamer Antrag soll allen Vereinen so schnell wie möglich sportliche und wirtschaftliche Planungssicherheit geben."

TV-Rechte: "Das sind wir Sky schuldig"

Da durch 14 Teams der Modus der Bundesliga überarbeitet werden müsste, hätte TV-Rechteinhaber Sky ein Sonderkündigungsrecht. Der Pay-TV-Sender hält aktuell die Übertragungsrechte bis inklusive der Saison 2021/22. Befürchtungen, dass die TV-Rechte neu verhandelt werden müssten und die Einnahmen der Klubs dadurch sinken könnten, sind laut Karajica "unbegründet."

"Solche Ausnahmesituationen bieten auch die Möglichkeit, im Dialog mit den Partnern über grundsätzliche Themen wie Modus, Ligagröße, aber auch die Produktqualität der Bundesliga zu reden. Das sind wir im Übrigen einem langjährigen Partner wie Sky auch schuldig", sagte Karajica.

In jedem Fall müssten die TV-Gelder im Falle einer Aufstockung auf 14 statt wie bisher zwölf Teams aufgeteilt werden. "Mit Vereinen wie Ried und Klagenfurt nimmt die Bundesliga an Attraktivität und Wertigkeit zu, was einem Rechteinhaber wie Sky unmittelbar hilft", hält der Klagenfurter Boss dagegen.

Ab 15. Mai dürfen die Vereine der 2. Liga mit einem Kleingruppentraining starten. Dass die Saison noch fertig gespielt werden kann, wird bei elf offenen Spieltagen immer unwahrscheinlicher. Die Bundesliga-Klubs müssen in jedem Fall bis 15. Mai mit einer Aufnahme eines regulären Mannschaftstrainings warten. Bis dahin gilt nach wie vor die Abstandsregel.

Tabelle in der 2. Liga

Platz

Verein

Sp

S

U

N

Tore

Diff

Punkte

1.

SV Ried

19

14

3

2

40:18

22

45

2.

Austria Klagenfurt

19

10

7

2

38:25

13

37

3.

Wacker Innsbruck

19

9

3

7

27:26

1

30

4.

Vorwärts Steyr

19

7

6

6

26:21

5

27

5.

FC Liefering

19

7

6

6

38:34

4

27

6.

SV Lafnitz

19

7

6

6

26:26

0

27

7.

Austria Lustenau

19

8

2

9

38:38

0

26

8.

Young Violets Austria Wien

19

7

3

9

38:35

3

24

9.

FC Juniors OÖ

19

6

6

7

33:34

-1

24

10.

Blau Weiß Linz

19

6

5

8

34:39

-5

23

11.

SKU Amstetten

19

5

7

7

29:35

-6

22

12.

FC Dornbirn

19

5

7

7

28:35

-7

22

13.

SV Horn

19

5

6

8

39:41

-2

21

14.

FAC Wien

19

5

6

8

22:29

-7

21

15.

GAK

19

4

7

8

25:32

-7

19

16.

Kapfenberger SV

19

5

4

10

25:38

-13

19

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