Fussball

Austria Klagenfurt reagiert auf Bundesliga-Absage: "Wäre die einzig faire Lösung gewesen"

Von APA
Austria Klagenfurt.

Der Antrag der SV Ried und Austria Klagenfurt auf Aufstockung des Oberhauses von 12 auf 14 Clubs wurde am Donnerstag bei der außerordentlichen Hauptversammlung der Liga mit "fast 80 Prozent der Stimmen" abgelehnt. Die Kärntner und Austria Lustenau reagieren wütend.

"Das Ergebnis zeigt, dass bei einem Großteil der Vereine in der aktuellen Situation die wirtschaftlichen Zwänge offenbar zu groß sind, um mit der nötigen Weitsicht eine Entscheidung für die langfristige Attraktivität des österreichischen Fußballs zu treffen", sagte Klagenfurts Sportlicher Leiter Matthias Imhof.

Man sei enttäuscht darüber, dass sich der österreichische Fußball auch in sportlicher Hinsicht nicht solidarisch zeige. "Es wäre die einzig faire Lösung gewesen, beide Mannschaften für ihre Leistungen bis zum Abbruch der Saison zu belohnen", so Imhof. Mit einer Fortsetzung der 2. Liga rechnet er nicht wirklich. "Der SV Ried und uns wird es kaum möglich sein, das Aufstiegsrennen auf dem Platz auszufechten", schätze der Deutsche die Situation realistisch ein.

Auch deshalb werden sich die Führungsgremien der Klagenfurter in den kommenden Tagen hinsichtlich weiterer Schritte beraten. "Wir werden uns nun intern besprechen, den Dialog mit unseren Kollegen aus Ried sowie auch mit der Bundesliga suchen und behalten uns wie bereits angekündigt vor, mit juristischer Hilfe für unser Recht zu kämpfen", stellte der 51-Jährige klar.

Austria Lustenau vermisst Gesamtkonzept

Auch Cup-Finalist Austria Lustenau reagierte nach der Hauptversammlung derBundesliga mit Kritik. Nach Ablehnung der Aufstockung des Oberhauses habe man ein "einheitliches Konzept für die obersten zwei Spielklassen" gefordert. Die Aufnahme dieses Antrags auf die Tagesordnung sei aber mehrheitlich aufgrund der Stimmen der Bundesligavereine abgelehnt worden.

Gemäß Lustenaus Antrag hätte der Liga-Vorstand beauftragt werden sollen, "die Unklarheiten über die organisatorischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten für die Bundesliga sowie für die 2. Liga zu beseitigen und so in Abstimmung mit den Vereinen ein Gesamtkonzept für das Spieljahr 2020/21 vorzulegen", teilten die Vorarlberger auf ihrer Homepage mit.

Dieses Verhalten der Hauptversammlung sei für die "sportliche Führung des SC Austria Lustenau unverständlich", hieß es weiter. "Speziell die Vereine in der zweiten Liga stehen vor großen Herausforderungen und kämpfen tagtäglich um das Weiterbestehen. Die zweite Liga dient als Talentepool für die Bundesliga und stellt somit ein Fundament der Bundesliga dar."

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