Fussball

Unterhaus-Abbruch: Amateurclubs drohen ÖFB mit Klagen

Von SPOX Österreich
Der TuS Rüssingen hat seinen Akteuer nach einem Faustschlag gegen den Linienrichter suspendiert.

Die Beschlüsse zur Zukunft Fußball-Österreichs bekommen erstmals richtigen Gegenwind. Nachdem die Saison im Unterhaus abgebrochen wurde, drohen nun mehrere Klubs mit einer Klage gegen den Beschluss.

Im österreichischen Unterhaus gibt es in dieser Saison weder Meister, noch Ab- und Aufsteiger. Allerdings werden Bundesliga und 2. Liga voraussichtlich zu Ende gespielt.

Genau hier liegt für einige Amateurklubs aber der Hund begraben. So meint Präsident des ASV Siegendorf Peter Krenmayr zur BVZ: "Der Beschluss war scheinbar nicht einstimmig, sondern ein Mehrheitsbeschluss. Wir werden definitiv juristisch dagegen vorgehen mir einstweiliger Verfügung und dem vollen Programm. Wenn es einen Abbruch gibt, dann muss das für alle gelten - ohne Ausnahmen."

Dafür soll ein eigenes Gutachten und auch ein "Misstrauensantrag gegen den Präsidenten des Burgenländischen Fußballverbandes Gerhard Milletich" folgen.

First Vienna FC: "Wäre falsch, juristische Schritte zu überlegen"

Harald Schneller, Obmann beim SV Großpetersdorf, schlägt in dieselbe Kerbe: "Diese Entscheidung ist eine Frechheit. Corona hin und her, aber das ist eine Entscheidung gegen den Sport, aber Hauptsache die Bundesliga spielt weiter, aber dort regiert ja das Geld. Ein Schlag ins Gesicht für den Amateurfußball und den Breitensport und definitiv die falsche Entscheidung."

Doch auch Gegenstimmen wurden laut. So unterstützt First Vienna FC die Entscheidung, wenn auch mit Enttäuschung: "Selbstverständlich bedauern wir, dass wir diese so vielversprechende Saison sowohl bei den Herren als auch bei den Frauen und auch im Nachwuchsbereich nicht erfolgreich zu Ende spielen können. Es wäre jedoch falsch, sich in dieser Ausnahmesituation juristische Schritte zu überlegen. Das ist nicht zielführend und gegen den österreichischen Weg, zu dem wir uns voll bekennen."

ÖFB-Generalsekretär Thomas Hollerer anwortete gegenüber 90minuten.at: "Wir haben die derzeitige Lage nicht verschuldet, sondern versuchen alles, um diese gemäß den Bestimmungen bestmöglich zu lösen. Wir sind der Meinung, dass die getroffenen Entscheidungen rechtlich geboten waren. Weil wir objektiv und transparent vorgehen möchten, haben wir das entsprechende Rechtsgutachten veröffentlicht. Wenn jemand der Ansicht ist, dass wir rechtswidrig gehandelt haben, steht es ihm selbstverständlich frei, entsprechende Schritte zu unternehmen."

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