Fussball

Bundesliga-Fortsetzung trotz Corona? Die Pressekonferenz von Werner Kogler im Liveticker

Von SPOX Österreich
Werner Kogler

Seit knapp einem Monat rollt kein Ball mehr in der österreichischen Bundesliga und 2. Liga, nun sollen die Maßnahmen wieder gelockert werden. Sportminister Werner Kogler sprach mit dem ÖFB und der Bundesliga bezüglich einer Fortsetzung des Trainingsbetriebs. Am Mittwoch kündigt er Lockerungen der Corona-Maßnahmen für den Spitzen- und Breitensport an. Hier könnt ihr den Liveticker der Pressekonferenz nachlesen.

Corona-Maßnahmen: Lockerungen im Sport in Österreich

LockerungDatum
Trainingsmöglichkeiten für Spitzensportler20. April
Kleingruppentraining für Bundesliga-Klubs & A. Lustenau20. April
Tennis, Golf, Reiten, Leichtathletik, Schießen, Segelfliegen & Outdoor-Sport1. Mai
Indoor-Hobby-SportTBA

Werner Kogler zur Größenordnung zur Unterstützung für Sportvereine: "Das wird in hunderte Millionen Euro gehen."

Werner Kogler zu Tests für die Bundesliga: "Die Klubs müssten die Tests selbst organisieren und auch finanzieren. Es wird Qualitätskontrolle brauchen. Man muss die Kette bis zur Diagnostik am Schluss gewährleistet wissen."

Werner Kogler nochmals über die Bundesliga: "Ob und inwieweit Ende Mai die Liga gespielt wird, muss die Liga selbst entscheiden. Das Training in Kleingruppen wollen wir schon ab nächster Woche ermöglichen. Die Liga muss auch überlegen, was passiert, wenn Infektionsfälle auftreten. Wir sind im intensiven Austausch mit der Liga."

Werner Kogler übers Schwimmen: "Hier kann ich gar nichts Definitives verkünden. Ein Vorgriff: Es ist nicht vorstellbar, dass mit 1. Mai die Bäder aufsperren. Aber natürlich sind wir auch da daran interessiert, etwas zu ermöglichen."

Werner Kogler zu Fitnessstudios: "Bei Fitnessstudios sind wir darauf verwiesen, es für zukünftige Regelungen zu betrachten. Für Spitzensportler gilt die Quadratmeterregelung von mindestens 20 Quadratmeter."

Werner Kogler über Hobby- und unterklassigen Fußball: "Ich kann nicht prognostizieren, wann Hobbyfußball und unterklassiger Fußball wieder möglich sein werden. Bis es kein Medikament gibt, halte ich das auch in Zukunft für schwer möglich. Ich sehe das auch bis auf Weiteres nicht. Körperkontakt ist zu unterbinden und auch deshalb gibt es das Sportstättenbetretungsverbot."

Werner Kogler zur Formel 1 am Spielberg: "Wir wollen einem Geisterrennen nicht im Wege stehen. Dort müsste die Mindestabstandsregel genauso eingehalten werden. Ich stehe mit dem steirischen Landeshauptmann in Kontakt und auch mit Helmut Marko. Denen habe ich mitgeteilt, dass wir ihnen alle geltenden Richtlinien übermitteln. Dann muss man sehen, was möglich ist. Hier könnten aber wohl eher die Ein- und Ausreiseregelungen zum Problem werden. Das könnte wohl auch mit Quarantäne in Verbindung sein."

Werner Kogler über Unterklassenfußall: "Was ich weiß, sollen die unteren Ligen von der Regionalliga abwärts abgebrochen werden."

Werner Kogler: "Die Regelungen für die Breiten- und Freizeitsportlockerungen treten ab 1. Mai in Ordnung - das gilt für die Outdoorbereiche."

Werner Kogler über Trainingsmöglichkeiten: "Ähnlich wie in Deutschland kann in Bälde in Kleingruppen trainiert werden. Wichtig ist es, dass es immer die gleichen Kleingruppen sind. Die Trainings in Kleingruppen beziehen sich nur auf die Klubs der Bundesliga und Cupfinalist Austria Lustenau."

Werner Kogler über Geisterspiele: "Das bezieht sich bis auf Weiters nur auf die Bundesliga. Wir sind mit vielen SportfunktionärInnen in Kontakt. Es gibt einen gewissen Trend dorthin. Wir wollen hier nicht im Wege stehen. Was sind die Voraussetzungen? Hier können keine Mindestabstände eingehalten werden. Vor einem Spiel können kurzfristig viruserkennende Tests durchgeführt werden. Die Bundesliga müsste sich selbst um die Tests kümmern."

Werner Kogler über Spitzensport: "Spitzensportler sind jene Personen, die die Tätigkeit auch beruflich ausüben, daraus Einkünfte erzielen und international hochklassig an Wettkämpfen teilgenommen haben oder sich darauf vorbereiten und das Leistungsniveau bis zum Ende der Krise aufrecht erhalten wollen. Hier soll es Ausnahmen zu Betretungsverboten für Sportstätten geben, auch Indoor. Die Distanz von zwei Meter und die Quadratmeterregelung von mindestens 20 muss eingehalten werden - es gelten die üblichen Regelungen."

Werner Kogler über Risikosportarten: "Wir appellieren auch, bei Risikosportarten den Verstand einzusetzen. Wir wollen die Rettungskräfte anders eingesetzt sehen."

Werner Kogler über Freizeitsport: "Das Laufen und Radfahren war bis jetzt schon zugelassen, aber hier müssen wir nachschärfen. Der Mindestabstand zwischen zwei stehenden Menschen beträgt eineinhalb Meter, daher müsste bei zwei laufenden Menschen mehr Distanz eingehalten werden. Bei Schnellgehen gibt es Studien, die auf 4 bis 5 Meter kommen und beim Laufen auf bis zu 10 Metern. Beim Fahrradfahren mit 30 km/h würden die Empfehlungen auf 20 Meter kommen. Daher muss der Hausverstand eingesetzt werden: Diagonal laufen, rechtzeitig ausscheren - das ist schon die halbe Miete."

Werner Kogler über Breitensport: "Leichtathletikanlagen, Tennisanlagen, Bogenschießen, Schießstätte, Pferdeanlagen, Segelfliegen - da wird es Lockerungen geben. Wir wollen nicht jeden Quadratzentimeter regeln, sondern es sind die Fachverbände eingeladen, hier Empfehlungen abzugeben."

Werner Kogler: "Was wir jetzt verkünden, behandelt Veranstaltungen ohne Zuschauer, damit es hier nicht zu Missverständnissen kommt. Hier geht es um den Freizeit- und den Breitensport."

Werner Kogler: "Der Stellenwert des Sports an sich, das Bedürfnis nach Bewegung steigt, außerhalb der vier Wände. Sportliche Bewegung ist bis jetzt schon möglich gewesen. Wir wollen so viel wie möglich zulassen und so wenig wie möglich einschränken."

Werner Kogler: "Exakt ein Monat nach Verhängung eines teilweisen Shutdown dürfen wir wieder Lockerungen verkünden. Es geht um den Spitzensport, den Freizeitsport und den Leistungssport. Die Entwicklungen der Zahlen sind in einem erfreulichen Ausmaß verlaufen, weshalb wir nun Lockerungen verkünden können. Sie wissen aber auch, dass wir das alle vier Wochen neu bemessen und eventuell einbremsen müssen."

Jetzt geht es los!

Der Start der Pressekonferenz verzögert sich offenbar um ein paar Minuten.

PK von Werner Kogler im Liveticker

Vor Beginn: In wenigen Augenblicken startet die Konferenz.

Vor Beginn: Sowohl gestern als auch heute konferierte Kogler mit Vertretern des ÖFB und der Bundesliga über weitere Maßnahmen. Das betrifft auch mögliche Geisterspiele, die eventuell nach Aufhebung des bis vorerst Ende Juni geltenden Veranstaltungsverbot in Österreichs höchster Spielklasse durchgeführt werden könnten.

Vor Beginn: "Einschränkungen so viele wie notwendig, Freiheiten so viele wie möglich", sagte Sportminister Werner Kogler auf der gestrigen Pressekonferenz. Was das genau bedeutet und welche Lockerungen uns im Sport in nächster Zeit erwarten, wird Kogler gemeinsam mit Innenminister Karl Nehammer bei einer weiteren Pressekonferenz des Sportministeriums ab 11 Uhr verkünden.

"Die Logik und den Hausverstand walten lassen", mit dieser Prämisse will Kogler Entscheidungen bei der Maßnahmenlockerung treffen. Outdoor- und Einzelsportarten haben gegenüber Indoor- und Mannschafts- bzw. Kampfsportarten, Vorrang.

Den Sportverbänden soll ein gewisser Handlungsspielraum gegeben werden. Einschränkungen sind im Moment weiterhin von großer gesundheitlicher Relevanz, dennoch wolle man "so viele Freiheiten wie möglich" bieten. "Dann können, sollen und dürfen die jeweiligen Sportverbände selber auch mitentscheiden, was sie im Rahmen dieser Möglichkeiten tun", erklärte Werner Kogler auf der Dienstags-PK.

Bundesliga-Fortsetzung: PK von Werner Kogler im Liveticker

Kogler-PK zur Bundesliga im TV und Livestream

Die Pressekonferenz von Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler könnt Ihr im TV und Livestream verfolgen. Ab 11:00 Uhr überträgt ORF Sport + die PK, einen Livestream dazu gibt es in der ORF-TVthek.

Red Bull Salzburg will Saison fortsetzen - LASK zurückhaltend

Die Meisterschaft wurde nach dem Ende des Grunddurchgangs vorerst ausgesetzt. Das vorgesehene Meister- sowie Quali-Playoff wollen sämtliche Bundesliga-Teams noch ausspielen, was zehn zusätzliche Spieltagen als Folge hätte. Red Bull Salzburg zeigte sich diesbezüglich offensiver und wolle "unbedingt" weiterspielen. Beim Tabellenführer LASK zeigte man sich hingegen zurückhaltender.

Sollte der der jetzige Tabellenstand gewertet werden, dann wären die Linzer neuer österreichischer Meister und würden einen Platz im Champions-League-Playoff garantiert bekommen. Verfolger RB Salzburg wäre ebenfalls für CL-Qualifikation berechtigt, allerdings würden wohl schwierigere Gegner im "Nicht-Meister-Weg" auf die Mozartstädter warten und man müsste früher einsteigen.

Rapid Wien könnte sich als Tabellendritter, bei einem Sieg der Salzburger im ÖFB-Cup-Finale gegen Austria Lustenau, über ein Fixticket für die Europa-League-Gruppenphase freuen. Ob auch diese Partie ausgetragen werden kann, wird ebenfalls in der ÖFB-Sitzung besprochen.

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