Fussball

Maximilian Wöber beim Fensterputzen: So sieht der Alltag im Home-Office von Red Bull Salzburg aus

Von SPOX Österreich
Maximilian Wöber

Wie alle Kicker der österreichischen Bundesliga muss auch Maximilian Wöber von Red Bull Salzburg das Training bis auf Weiteres von zuhause aus verrichten. Im vereinseigenen Podcast "Einstellungssache" erzählte der Kicker wie der neue Alltag abläuft.

Beim Meister Red Bull Salzburg wird zurzeit, wie bei allen anderen Bundesliga-Klubs, auf Sparflamme agiert. So müssen sich die Sportler in nächster Zeit zuhause selbst fit halten: "Wir versuchen so produktiv wie möglich zu sein. Wir schauen, dass wir vor dem Einschlafen immer eine Liste aufschreiben, die wir dann immer am nächsten Tag erledigen müssen" so Wöber.

Dann wird ausgeschlafen und gemeinsam mit Eierspeis' mit Gemüse gebruncht. Daraufhin erfolgt die erste Trainingseinheit mit Rasmus Kristensen, der ebenso im selben Haus wohnt.

Ernährung wird zum Zankapfel

Auch die Ernährung durch einen spezialisierten Koch fällt natürlich weg, wodurch die Kochkünste der Kicker zum Vorschein kommen. Im Hause Wöber übernimmt diese Aufgabe meist die Freundin, die natürlich "möglichst frisch und gesund" kocht. Kollege Rasmus Kristensen isst mit, da nach eigenen Angaben sein Portfolio hauptsächlich "auf Nudeln mit Pasta" beschränkt ist.

Danach erfolgt die zweite Einheit des Tages. Die vorgegebenen Übungen sind extra darauf ausgerichtet, dass die Kicker das Training auch nur mit dem eigenen Körpergewicht absolvieren können - etwaige Trainingsgeräte werden daher nicht benötigt. "Ich muss mich auch jetzt, sehr, sehr quälen, dass ich jeden Tag aufstehe und das Programm durchziehe", gibt Wöber ehrlich zu.

Maximilian Wöber: "Man muss jetzt viel Selbstdisziplin haben"

Die Umstellung sei für ihn eine "ganz komische Situation", wobei vor allem die ersten Tage "irrsinnig schwierig" waren. Weil: "Wir gewohnt waren, zu einer fixen Zeit aufzustehen, zu einer fixen Zeit Training zu haben und einfach gewisse Abläufe schon automatisiert sind. Und wenn dann alle nicht mehr da sind, muss man jetzt so viel Selbstdisziplin haben und sich sagen: ‚Ok, ich stehe heute um neun Uhr auf, schlafe nicht bis um elf' und gehe dann gleich trainieren."

Krisensen und Wöber pushen sich so gut wie möglich gegenseitig. Dabei hat sich der Österreicher selbst eine Challenge aufgestellt, nämlich "für einen Monat, jeden Tag hundert Liegestütz und hundert Bauchmuskelübungen" zu machen.

Wöber: "Eine ganz komische Situation"

Dennoch sei der neue Alltag noch etwas gewöhnungsbedürftig: "Es ist natürlich schon ein sehr, sehr komisches Gefühl. Man vermisst diese Gemeinschaft, die wir einfach jeden Tag beim Training haben." Mental konnte man aus den letzten zwei Spielen nochmals viel Kraft tanken und nun sei alles "von heute auf morgen komplett vorbei - eine ganz komische Situation".

Nach der Arbeit beginnt dann die Aktivitäten-Suche. Dabei steht natürlich die Nützlichkeit im Vordergrund, so werden "Dinge im Haus erledigt, die man sonst nicht macht", wie etwa "Fensterputzen oder - was weiß ich - Kleiderschrank ausräumen", so Wöber erfinderisch.

Danach sei immer noch genügend Zeit, um sich per Video-Konferenz (Houseparty) mit Freunden und Kollegen auszutauschen, auf der Playstation zu spielen oder sich die nächste Netflix-Folge anzuschauen, ehe am nächsten Morgen wieder das Training wartet.

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