Stimmen zum 19. Spieltag: "Ich hinterfrage meine Startaufstellung"

Von SPOX Österreich
Nestor El Maestro im Gespräch mit Lukas Spendlhofer.
© GEPA

Sturms Nestor El Maestro hat sich nach der Heimniederlage gegen SV Mattersburg über "zwei Fast-Blackouts" seiner Mannschaft geärgert. Stefan Maierhofer stichelte ein wenig gegen Ex-Klub Rapid, während Dietmar Kühbauer die Spielweise von WSG Tirol gewohnt humoristisch beschrieb.

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Die Stimmen zum Spieltag via Sky/APA:

SK Sturm Graz - SV Mattersburg 1:2 (0:2)

Nestor El Maestro (Sturm-Trainer): "Es ist sehr bitter. Als Trainer arbeitet man täglich, um Einfluss auf den Erfolg zu nehmen. Zwei Fast-Blackouts von uns. Ich hinterfrage meine Startaufstellung. Aus der zweiten Halbzeit kann man leicht positive Schlüsse ziehen. Es liegt alles in meiner Verantwortung - ich bin derjenige, den die Leute am meisten schimpfen - nicht nur, weil ich am nächsten zu ihnen stehe. Die Spieler sind nicht grundsätzlich zu schwach. Die Einzelszenen, direkte Duelle, waren wenig erfolgreich. Wir sind eine gut gefestigte, stabile Truppe. Vielleicht gewinnen wir schon nächste Woche wieder. Ohne Siegesserie ist es aber fast unmöglich, sich mit einem System zu stabilisieren. Das gelingt aber ohnehin in jeder Liga nur ein, zwei Mannschaften. Wir sind wie sieben, acht andere Teams, die sich im brutalen Tagesgeschäft befinden. Die auch zu viel auf die Gegner schauen, um diese zu neutralisieren. Ich suche nach keinen Ausreden, aber unsere Ausfälle erleichtern diese Niederlage etwas."

Franz Ponweiser (Mattersburg-Trainer): "Das war ein ganz wichtiges Spiel für uns und ein ganz wichtiger Sieg. Uns erwarten noch 13 ganz harte Wochen, wir haben aber in Graz die Richtung vorgegeben. Wir haben es verabsäumt, das dritte Tor zu machen. Ich bin stolz auf die Mannschaft, auch wie sie in der zweiten Halbzeit mit der Wucht der Grazer umgegangen ist. Im Herbst hätten wir ein solches Spiel noch klar verloren."

Mattersburg.
© GEPA
Mattersburg.

SK Rapid Wien - WSG Tirol 2:0 (2:0)

Stefan Schwab (Rapid-Kapitän): "Zeit war's für einen Heimsieg. Es ist zu wenig, was wir in der zweiten Halbzeit zeigten. Vor allem im oberen Playoff wollen wir unter die Top-3 und nächstes Jahr international spielen. Dafür müssen wir uns steigern. Andere Gegner bestrafen das."

Max Ullmann (Rapid-Torschütze): "Wir sind toll hineingestartet. In der zweiten Halbzeit haben wir es unnötig spannend gemacht. Wir sind alle glücklich über den Auftakt, aber so kritisch darf man sein. Wir sind nicht zu 100 Prozent zufrieden."

Dietmar Kühbauer (Rapid-Trainer): "In der Kabine haben wir gesagt, dass wir drauf bleiben müssen. Dann haben wir aber komplett den Faden verloren, warum weiß ich nicht. Der Gegner spielte gefühlt 600.000 lange Bälle, wir waren für das Spiel verantwortlich. Wir investierten nichts mehr nach vorne und wollten nur verwalten. Ich weiß genau, was gesagt werden muss, aber das werde ich nicht vor der Kamera tun."

Simon Beccari (WSG-Torhüter): "Rapid machte gleich zu Beginn Druck. Mir tut es leid, dass wir nicht mitnehmen können. Schlechter kann es eigentlich nicht beginnen mit dem Tor am Anfang. Ich war nervös. Das passiert nicht jeden Tag, dass man in solch einem Stadion spielen kann. Ich bin stolz auf mich."

Stefan Maierhofer (WSG-Stürmer): "Nach 40 Sekunden ein Sonntagsschuss - bitter. Andere (Heim-)Mannschaften gehen hier mit vier, fünf oder sechs Toren heim. Heute wäre mehr drin gewesen, das wurmt. Ich verliere Spiele nicht gerne. Wir hatten die Chancen. Rapid hat das eiskalt gemacht. Jetzt fahren wir fünf Stunden mit dem Bus heim und haben nichts in der Hand. Der Zusammenhalt ist da. Unseren Torhüter an den Pranger zu stellen. In anderen Ligen darf man da am Wochenende wieder spielen."

Thomas Silberberger (WSG-Tirol-Trainer): "Wir haben 22 Torschüsse zustande gebracht, das schafft hier nicht jede Mannschaft. Fakt ist aber, dass wir das Spiel verloren haben und das gefühlt nach 50 Sekunden. Wenn du vor der Kulisse so schnell in Rückstand gerätst, tut sich jede Spitzenmannschaft in Österreich schwer. Das größte Problem war aber, dass wir zwischen der 35. und 45. Minute total den Faden verloren haben. Für die zweite Hälfte muss ich der Mannschaft ein Kompliment aussprechen, da hat sie sich auch drei, vier Topchancen herausgearbeitet. Insgesamt war es für Rapid ein verdienter Sieg und von uns eine ganz tolle Auswärtsleistung."

SKN St. Pölten - FC Admira 2:2 (0:0)

Alexander Schmidt (St.-Pölten-Trainer): "In der ersten Halbzeit hatte die Admira Vorteile. Nach einer internen Umstellung lief es besser für uns. In der zweiten Halbzeit waren wir dann besser im Spiel. Die Einwechslung von 'Hofi' (Hofbauer) hat uns gut getan. Da hatten wir dann mehr Dominanz im Mittelfeld. Es war heute ein ähnliches Gefühl wie im Pokal. Nach dem 2:1 haben wir nicht kontrolliert genug weitergespielt. Insgesamt war es ein leistungsgerechtes Unentschieden."

Dominik Hofbauer (St.-Pölten-Torschütze): "Wir haben uns nach dem 2:0 zu passiv verhalten und zu verängstigt gespielt. Es fühlt sich heute natürlich wie eine Niederlage an. In der ersten Halbzeit sind wir die ersten 20 Minuten viel zu tief gestanden. Genau das Gleiche ist uns Ende der zweiten Halbzeit passiert."

Klaus Schmidt (Admira-Trainer): "Wir haben eine sehr, sehr gute erste Halbzeit gespielt. Da hat uns nur das erlösende Tor gefehlt. In der zweiten Halbzeit haben uns die Standard-Tore aus der Bahn geworfen. Das Anschlusstor hat uns dann noch einmal einen richtigen Punch gegeben. Insgesamt geht das X, denke ich, in Ordnung."

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