Bundesliga: LASK hat mit dem SKN St. Pölten keine Probleme

Von APA
Der LASK jubelt
© GEPA

Der LASK hat seine Führung in der Fußball-Bundesliga behauptet. Die Linzer besiegten am Sonntag den SKN St. Pölten mit einem Anfangsfurioso 4:1 (3:1) und lagen damit vor dem Abschluss der 20. Runde von Salzburg bei Austria Wien vier Punkte vor den "Bullen". St. Pölten ist mit einem Punkt Vorsprung auf Schlusslicht WSG Tirol Tabellen-Zehnter.

Anzeige
Cookie-Einstellungen

Mit drei Toren innerhalb von sieben Minuten sorgten die Oberösterreicher vor 5.373 Zuschauern in Pasching schon in der Startviertelstunde für klare Verhältnisse. Joao Klauss (7.) und der Ex-St. Pöltener Husein Balic mit einem sehenswerten Doppelpack (9., 13.) sowie später Stefan Haudum (69.) trafen für die Gastgeber. Sechs personelle Änderungen, die LASK-Trainer Valerien Ismael - teils gezwungen - im Vergleich zum 1:1 in der Europa League in Alkmaar vornahm, fielen nicht arg ins Gewicht.

Denn das neue Offensiv-Trio, gebildet von Startelf-Debütant Balic, Samuel Tetteh und Mittelstürmer Klauss zeigte sich früh in Torlaune. Der Brasilianer Klauss eröffnete den Reigen in der 7. Minute, indem er nach Querspiel von Marvin Potzmann zur Führung vollendete. Danach drehte Balic auf: Der 24-Jährige bezwang zunächst nach Klauss-Vorlage aus spitzem Winkel Thomas Vollnhofer, der erneut Christoph Riegler im SKN-Tor vertrat und schlenzte das Spielgerät kurz darauf vom linken Strafraumeck zum 3:0 unter die Latte.

Doch auch St. Pölten agierte effizient: Nachdem Petar Filipovic den Ball nach einem Eckball unzureichend klärte, traf Ahmet Muhamedbegovic am chancenlosen Goalie Alexander Schlager vorbei zum 1:3. Danach wurden Strafraumszenen seltener, die Gäste blieben allerdings durch Standardsituationen gefährlich. Schlager bügelte das laxe Abwehrverhalten seiner Vorderleute bei Kopfbällen von Pak Kwang-ryong (31.) und Michael Schimpelsberger (41.) aus.

LASK hatte die besseren Torchancen

Die qualitativ hochwertigeren Chancen hatten aber im Anschluss die Oberösterreicher: Potzmann (42./drüber) und Tetteh (45./allein vor Vollnhofer), Comeback-Mann Christian Ramsebner (45.+1/Kopf) und Reinhold Ranftl (61./Lupfer) ließen exzellente Möglichkeiten auf das 4:1 aus. Das fiel deshalb "erst" in Minute 69: Haudum brachte den Fuß nach einem Kopfball von Gernot Trauner noch entscheidend dran.

Während Klauss in der 92. Minute noch an der Außenstange scheiterte, blieben die Gäste, die in der ersten Hälfte noch im Ansatz Kontergefahr ausgestrahlt hatten, in der zweiten Hälfte ohne Torchance. Die Mannschaft von Trainer Alexander Schmidt liegt zwei Runden vor der Punkteteilung nur einen Zähler vor dem durch Admira und WSG Tirol (beide 15 Punkte) gebildeten Tabellenende.

Die Stimmen

Valerien Ismael (LASK-Trainer): "Großes Kompliment an die Mannschaft. Wir haben nichts anbrennen lassen, waren extrem fokussiert und haben ein souveränes, seriöses und kontrolliertes Spiel gezeigt. Ich freue mich für Husein Balic, dass er gleich bei seinem Debüt in der Startelf zwei Tore erzielt hat. Auch für Haudum freut es mich, der seine Chance genützt hat. Doch noch viel mehr freue ich mich, dass Christian Ramsebner heute gespielt hat, als wäre er nie weggewesen. Das war stark von "Ramsi". Insgesamt war es ein Tag, wie wir ihn uns vorgestellt haben."

Alexander Schmidt (SKN-Trainer): "Gratulation dem LASK, es ist ein verdienter Sieg. Die Anfangsphase ist ärgerlich, es war ein bitterer Schlag, dass der LASK nach 15 Minuten 3:0 führt. Dann haben wir uns gut erholt und haben uns nach solch einem Beginn nicht abschießen lassen. Wir haben alles probiert, aber wir haben nicht das Volumen, das Tempo des LASK mitzugehen. Das und dass wir in Ballbesitz bleiben, wenn wir ihn mal haben, müssen wir noch verbessern."

Die Bundesliga-Tabelle nach 20 Spieltagen

Platzierung

Verein

Spiele

Siege

Un.

Niederlagen

Tore/Geg.

Diff.

Punkte

1.

LASK Linz

20

15

3

2

44:19

25

48

2.

Red Bull Salzburg

20

13

6

1

70:23

47

45

3.

Rapid Wien

20

10

6

4

42:23

19

36

4.

WAC

20

10

4

6

44:25

19

34

5.

SK Sturm Graz

20

9

4

7

36:25

11

31

6.

TSV Hartberg

20

8

5

7

35:42

-7

29

7.

Austria Wien

20

5

8

7

32:35

-3

23

8.

SCR Altach

20

6

3

11

31:40

-9

21

9.

SV Mattersburg

20

5

3

12

25:48

-23

18

10.

SKN St. Pölten

20

3

7

10

21:50

-29

16

11.

FC Admira

20

3

6

11

19:42

-23

15

12.

WSG Tirol

20

4

3

13

22:49

-27

15

Artikel und Videos zum Thema