Fussball

SK Rapid Wien auswärts ungewöhnlich stark

Von SPOX Österreich/APA
Yusuf Demir feierte sein Debüt

Rapid fühlt sich in der Fremde sichtlich wohler als im eigenen Stadion. Das 3:0 am Samstag bei der Admira war der siebente Auswärtssieg im neunten Spiel in dieser Bundesliga-Saison und der zwölfte insgesamt. Die Hütteldorfer kratzen damit am eigenen Klubrekord, denn nur im Kalenderjahr 1987 gelangen ebenso viele Siege auswärts.

Die 22 von 27 möglichen Punkten werden nur vom LASK überboten, der alle seine neun Auswärtsspiele bisher gewann (27). Red Bull Salzburg hat außerhalb von Wals-Siezenheim drei Zähler weniger geholt.

Dass Rapid trotzdem weit hinter dem Spitzenduo liegt, hat mit der Heimbilanz zu tun - im Allianz Stadion wurden nur zwei von neun Partien gewonnen. Mit einer Leistung wie in der Südstadt sollte sich 2020 aber auch in der eigenen Arena wieder der Erfolg einstellen. "Ich bin sehr zufrieden, es war ein ganz klar verdienter Sieg", resümierte Trainer Dietmar Kühbauer nach dem wunschgemäß verlaufenen Jahresabschluss.

Der Ex-Internationale trauerte zwar etwas einem noch klareren Sieg hinterher, dafür war die Freude darüber groß, dass er Taxiarchis Fountas wieder in guter Verfassung gesehen hat. Nachdem Rapids Top-Torschütze im Derby in der Vorwoche wegen der Geburt seines Sohnes gefehlt hatte, spielte er gegen die Admira befreit auf und erzielte seine Liga-Saisontore zehn und elf. "Ich hatte ihn schon in St. Pölten und habe gesehen, welche Qualitäten er hat, vor allem, wenn er in einer besseren Mannschaft spielt", sagte Kühbauer.

Neben Fountas stand noch ein weiterer Kicker im grünweißen Dress im Mittelpunkt. Yusuf Demir wurde in der 82. Minute für den starken Thomas Murg eingewechselt und avancierte im Alter von 16 Jahren, 6 Monaten und 12 Tagen zum jüngsten Liga-Spieler Rapids. Davor hatte Veli Kavlak diesen Rekord inne.

Kühbauer hält große Stücke auf ÖFB-Nachwuchsteamspieler Demir, warnte aber auch vor einer zu großen Erwartungshaltung. "Wichtig wird sein, dass er am Boden bleibt und wir ihn am Boden halten. Vom technischen Potenzial her ist er unglaublich, aber er muss natürlich noch viel lernen", erklärte der Coach.

Auch die Admira, die nach der siebenten Niederlage in Folge gegen die Hütteldorfer mitten im Abstiegskampf überwintert, befindet sich noch in einem Lernprozess. "Wir haben das Spiel in sieben Minuten hergegeben. Rapid darf man solche Geschenke nicht machen. Uns haben heute die körperlichen und technisch-taktischen Fähigkeiten gefehlt", gestand Trainer Klaus Schmidt.

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