Fussball

WAC auch ohne Gerhard Struber furios: "Wir haben die Spielidee fortgeführt"

Von APA
WAC auch ohne Struber auf Schiene

Gerhard Struber ist weg, Mohamed Sahli ist da und beim WAC ist alles wie zuvor. Der Tabellendritte der Bundesliga glänzte am Samstag auch im ersten Spiel unter dem Interimstrainer mit jenen Vorzügen, die den Kärntnern in der bisherigen Saison nicht nur national Erfolgserlebnisse bescherten. Dank dem 4:1 in Mattersburg stimmt die Marschrichtung vor dem Duell mit Borussia Mönchengladbach.

Am Donnerstag (18.55 Uhr) geht es da in Graz im fünften Spiel der Europa-League-Gruppe J um die Wahrung der Aufstiegschance. Der WAC (4) ist Letzter, hat aber den Anschluss an Istanbul Baseksehir (7), Gladbach und die AS Roma (je 5) noch nicht verloren. "In der Europa League ist noch alles möglich für uns. Wir werden am Donnerstag alles reinwerfen, damit für uns weiterhin die Chance besteht, weiterzukommen", sagte Sahli.

Wie man den Leader der deutschen Bundesliga besiegt, wissen die Kärntner, hatte es doch zum Pool-Auftakt bei der Elf von Coach Marco Rose einen grandiosen 4:0-Sieg gegeben. "Gladbach wird uns diesmal nicht mehr unterschätzen", vermutete Rechtsverteidiger Benno Schmitz. Die Aufgabe wird mit Sicherheit deutlich schwieriger, auch wenn Gladbach die Generalprobe mit einem 0:2 bei Union Berlin am Samstag verpatzte.

WAC will das Projekt "ohne Struber fortsetzen"

Da es am Samstag keine Ausfälle zu beklagen gab, ist zu erwarten, dass die perfekt eingespielte A-Formation des WAC auch am Donnerstag zum Zug kommen wird. Spielerische Änderungen waren im Pappelstadion nach dem Struber-Abgang keine erkennbar. "Es hat sich gar nichts geändert. Wir haben das Projekt mit Struber begonnen und setzen es jetzt fort", sagte Sahli. Gegen die Burgenländer habe fast alles geklappt. "Es war ein Topspiel der Jungs", freute sich der gebürtige Tunesier.

Die Chemie zwischen dem Trainer und der Mannschaft passt gut. "Wir haben die Spielidee fortgeführt. Unser Trainer hat uns gut eingestellt, wir verstehen ihn und seine Ideen", erläuterte Schmitz. Verunsichern habe man sich durch den am Montag bekannt gewordenen Abgang des Chefcoaches nicht lassen. "Der Trainerwechsel war nur außerhalb ein großes Thema", betonte Schmitz. Routinier Michael Liendl, der einmal mehr in dieser Saison als Assistgeber glänzte, freute sich angesichts dessen besonders über die drei Punkte: "Es war schon ein Stück weit überraschend, dass es am Ende so schnell ging. Wir haben es aber ganz gut weggesteckt und ein Zeichen gesetzt, dass wir mit der Situation gut umgehen können."

Weissman ist Haaland auf den Fersen

Mit 30 Punkten nach 15 Runden stehen die Kärntner so gut wie nie zuvor da. Mit Doppel-Torschütze Shon Weissman (14) hat man zudem einen Stürmer in den eigenen Reihen, der sich aktuell mit Salzburgs Erling Haaland (15) an der Spitze der Liga-Schützenliste matcht. "Ich freue mich über die zwei Tore, aber mehr über die drei Punkte und den wichtigen Sieg", sagte der Israeli. Dank dem kann Clubchef Dietmar Riegler in Ruhe den Trainermarkt sondieren. Sahli ist ja fix nur eine Lösung auf Zeit, da ihm die nötige UEFA-Pro-Lizenz fehlt, Kandidaten wie Thomas Letsch oder Bernhard Seonbuchner werden immer wieder genannt. "Wir wollen einen Trainer, der ein ähnliches System spielt. Er soll den Weg weitergehen", gab Riegler Einblick. Favoriten gebe es noch keinen.

Auf die Trainersuche könnten sich bald auch die Mattersburger begeben. Nach sechs Niederlagen in Folge schaut es für den Vorletzten traurig aus. In den Duellen bei St. Pölten, Hartberg und Aufsteiger Tirol sind Punkte dringend nötig. "In St. Pölten heißt es für uns verlieren verboten. Es ist wichtig, dass wir die nächsten drei Spiele nicht verlieren", meinte Coach Franz Ponweiser, der gleichzeitig auch Sportchef ist. Dafür gelte es noch enger zusammenzurücken. Und vor allem die Defensive zu verbessern: Mit 44 haben die Mattersburger die meisten Gegentore in der Liga erhalten.

Bundesliga: Begegnungen der 15. Runde im Überblick

DatumHeimAuswärtsAnkick/Ergebnis
23.11.2019Red Bull SalzburgSKN St. Pölten2:2
23.11.2019WSG TirolLASK0:2
23.11.2019SV MattersburgWAC1:4
24.11.2019TSV HartbergSCR Altach14.30
24.11.2019FC AdmiraFK Austria Wien14.30
24.11.2019SK Rapid WienSK Sturm Graz17.00
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