Fussball

SK Rapid unterliegt SKN St. Pölten – Richard Strebinger: Abseits? "Das müssen sie sehen“

Von SPOX Österreich
Richard Strebinger.

Der SK Rapid Wien hat am Samstagabend eine bittere Heimniederlage hinnehmen müssen. Gegen den vor der Partie am Ende der Tabelle rangierten SKN St. Pölten setzte es ein 0:1. Rapid-Torhüter Richard Strebinger fühlte sich beim Gegentreffer von Angreifern der Wölfe behindert.

"Ich schaue nur auf den Ball. Wenn ich dem Treffer aber reflektiere, bin ich mir sicher, dass es ein St. Pöltner war", sagte Strebinger gegenüber Sky über eine nicht geahndete Abseitsstellung von Sandro Ingolitsch und Kwang-ryong Pak. Beim Schuss von Husein Balic standen die beiden im Abseits - und im Sichtfeld Strebingers.

Der Torhüter kritisierte das Schiedsrichterteam um Manuel Schüttengruber. "Das müssen sie sehen. Sie haben halt auf alles eine Antwort. Er meinte, er stand zu weit weg", erzählte er, nachdem er nach dem Gegentor das Gespräch mit dem Unparteiischen suchte. Schüttengruber wollte sich nach dem Match nicht zur Szene äußern.

Spielerisch sah Strebinger die schwächste Leistung der Saison. "Das war das erste Spiel, in dem wir nicht viel Druck nach vorne erzeugen konnten. Das müssen wir beim nächsten Mal besser machen."

Dietmar Kühbauer: "Es ist für den Hugo"

Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer ärgerte sich über eine fehlende Balance seiner Mannschaft. Zur Szene vor dem Gegentreffer wollte er sich "gar nicht äußern, denn es ist für den Hugo. Er hätte ihn aber ohnehin nicht gehalten." Zuvor hätte sich Rapid allerdings ebenso wie St. Pölten nicht über fällige Elfmeterpfiffe beschweren dürfen.

"Ich will mir die Entwicklung nicht schlechtreden lassen. Es ist ein harter Dämpfer. Wir müssen anders auftreten, vor allem in der Offensive", gab Kühbauer die Marschroute für die nächsten Spiele vor.

Husein Balic nach Sieg gegen Rapid: "Wichtiges Ergebnis"

Torschütze Husein Balic hingegen freute sich über den zweiten Sieg der Saison für die St. Pöltner. "Es fühlt sich extrem super an. Vor allem in unserer Phase ist das ein wichtiges Ergebnis. Jeder Spieler hat bis aufs Letzte gekämpft. Wir haben es Rapid schwer gemacht", sagte Balic, der im vergangenen Sommer mit einem Transfer zu Rapid in Verbindung gebracht wurde. Dem Mittelfeldspieler wird ein gutes Verhältnis mit Trainer Kühbauer nachgesagt. "Ich bin bei St. Pölten bis Sommer 2020, das wird in jedem Fall so bleiben."

"Es war ein bisschen ein Glück dabei", war sich auch Balic bewusst und gab zu "Der Sandro [Ingolitsch, Anm.] steht vor ihm [Strebinger]."

Zoran Barisic: "Müssen unsere Heimbilanz aufbessern"

Mit der Heimniederlage gegen St. Pölten setzte es für Rapid einen Dämpfer. Vor der Partie freute sich Sportdirektor Zoran Barisic noch über die Leistung im Ligaspiel gegen Salzburg am vergangenen Wochenende. "Es war ein sehr guter Auftritt. Wir sind in einer Umbruchs- und Aufbauphase. Solche Spiele tun gut. Es stimmt mich positiv, dass wir Salzburg nähergekommen sind."

Barisic forderte allerdings von der Rapid-Mannschaft, vor den eigenen Fans erfolgreicher zu sein. "Wir wollen unsere Heimbilanz aufbessern. Das ist ein erklärtes Ziel für uns. Es ist sensationell, welch eine Kulisse in dieser kurzen Zeit entstanden ist." Am Samstag gab es nach dem Abpfiff Buhrufe und Pfiffe von den Rängen.

Bundesliga: Tabelle nach den Samstags-Spielen

Die Kluft zwischen den Top-3 zum Rest der Liga wird nach den Niederlagen von Sturm und Rapid größer.

Platz

Verein

Sp

S

U

N

Tore

Diff

Punkte

1.

Red Bull Salzburg

13

11

2

0

53:12

41

35

2.

LASK Linz

12

9

2

1

26:8

18

29

3.

WAC

13

8

3

2

34:13

21

27

4.

Rapid Wien

13

6

3

4

25:18

7

21

5.

SK Sturm Graz

13

6

2

5

20:15

5

20

6.

TSV Hartberg

12

5

3

4

24:24

0

18

7.

Austria Wien

12

3

3

6

18:25

-7

12

8.

WSG Tirol

12

3

3

6

16:23

-7

12

9.

SV Mattersburg

13

3

1

9

17:38

-21

10

10.

SKN St. Pölten

13

2

4

7

9:35

-26

10

11.

FC Admira

12

2

3

7

14:31

-17

9

12.

SCR Altach

12

2

1

9

17:31

-14

7

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