Fussball

Red Bull Salzburg muss im ÖFB-Cup zum ASK Ebreichsdorf: "Ist kein einfaches Spiel für uns"

Von APA
ASK Ebreichsdorf mutiert im ÖFB-Cup zum Favoritenschreck

Red Bull Salzburg will sich beim Favoritenschreck nicht bremsen lassen. Im ÖFB-Cup peilt der Dominator der vergangenen Jahre gegen Regionalligist ASK Ebreichsdorf den Sprung ins Viertelfinale an. Die Niederösterreicher müssen gegen den Titelverteidiger am Mittwoch (18.00 Uhr) in der Südstadt, dem Stadion von Admira, antreten. In der 2. Cup-Runde eliminierte Ebreichsdorf die Mödlinger, nun kommt es zum "Heimspiel" in deren Stadion.

Mit dem LASK und dem Wolfsberger AC sind am Mittwoch auch Österreichs weitere Europacup-Teilnehmer im Einsatz. Die Linzer treten im Duell zweier Erstligisten in Pasching auf Altach (20.30 Uhr). Bereits zuvor tritt der WAC bei Wacker Innsbruck an (19.00 Uhr im LIVESTREAM). Die Viertelfinal-Auslosung für die Anfang Februar 2020 angesetzte Runde der besten Acht folgt am kommenden Sonntag.

Salzburg will in Maria Enzersdorf - gespielt wird dort aufgrund der für eine TV-Übertragung nicht geeigneten Flutlicht-Anlage in Ebreichsdorf - das nächste Teilstück zum sechsten Cup-Titel in sieben Jahren hinter sich bringen. 31 von 32 Bewerbsspielen wurden seit 2014 gewonnen, einzig im Finale 2018 gegen Sturm Graz setzte es eine Niederlage (0:1 n.V.). "Es ist kein einfaches Spiel für uns, auch weil die Ausgangslage recht klar ist: Jeder erwartet von uns den Sieg. Deshalb müssen wir motiviert und konzentriert auftreten", betonte Torhüter Carlos Coronel.

Der anstelle des verletzten Cican Stankovic zur Nummer eins aufgerückte Brasilianer wird weiter Spielpraxis für die kommenden Aufgaben in Liga und Champions League sammeln. Ebreichsdorf sei vor allem bei Standardsituationen stark, warnte Salzburgs Trainer Jesse Marsch. Dass der Drittligist mit Lafnitz in der ersten Runde sowie der Admira bereits zwei höherklassige Gegner bezwungen hat, sei Warnung. "Sie sind also eine gefährliche Mannschaft", sagte Marsch.

ÖFB-Cup: Favoritenschreck ASK Ebreichsdorf

Ebreichsdorf sorgte in den vergangenen Jahren im Cup durchaus für Aufsehen. 2015 schaffte es der Verein bis ins Achtelfinale, wo gegen Sturm Graz knapp (2:3) Endstation war. 2016 kam für den WAC und Altach im Süden Wiens das Aus, die Austria kam erst nach Verlängerung weiter. Trainer Zeljko Ristic will mit seinem seit April ungeschlagenen Team auch nun dagegenhalten, das Spiel gegen den Champions-League-Teilnehmer aber vor allem "genießen". "Wir haben uns das auch erarbeitet und verdient", betonte Ristic. "Wir wollen das nicht als Leiden sehen, wenn wir dem Ball nachlaufen."

Dass in der Südstadt gespielt wird, ist freilich ein Nachteil für die Heimmannschaft. "Ein Vorteil ist das keiner, das ist klar. Es ist eine ganz andere Ausgangslage", meinte Ristic. So sei das Spielfeld in Ebreichsdorf kleiner. Trainieren konnte man in der BSFZ-Arena nicht. Ebreichsdorf wurde vergangene Saison Meister der Regionalliga Ost, in die 2. Liga aufsteigen wollte der Verein aber nicht. In der laufenden Saison ist der ASK weiter ungeschlagen, auch wenn es in den vergangenen vier Runden vier Remis gab.

LASK und Altach bitten zum Bundesliga-Duell

Der LASK und Altach begegneten sich bereits am vergangenen Wochenende. Die Oberösterreicher nahmen aus Vorarlberg dank eines 1:0-Siegs alle drei Zähler mit und sind auch daheim zu favorisieren. Surfen die Athletiker auf der Erfolgswelle, sind die Altacher seit fünf Liga-Spielen sieglos. Nur ein Tor schossen die Westösterreicher dabei. Ein kleiner Lichtblick in dieser Phase war der Cup-Auftritt bei Hertha Wels, der 4:1 gewonnen wurde. Immerhin, so der Tenor des Teams von Trainer Alex Pastoor am Sonntag, habe man sich defensiv stabiler gezeigt.

Für den LASK war der Sieg indes fast "Business as usual". Wie in der Vorsaison, als sie im Halbfinale unglücklich an Rapid scheiterten, wollen die Linzer auch im Cup reüssieren. Trainer Valerien Ismael wusste allerdings um die Tücken. "Der Cup ist ein besonderer Wettbewerb. Er ist verbunden mit Topleistungen. In der Liga kann man ein Spiel verlieren und hat die Möglichkeit, es wieder auszubessern. Im Cup bist du weg. Deshalb ist es wichtig, dass wir sehr konzentriert in Partie hineingehen", sagte der Franzose.

In seiner aktiven Zeit war Ismael selbst Cupsieger mit Straßburg, Werder Bremen und Bayern München. "Ich hatte immer eine besondere Beziehung zu diesem Bewerb", meinte der 44-Jährige. Dass der Cup in Österreich nicht jene Popularität wie anderswo genieße, könne er sich nicht erklären. Immerhin sei es der schnellste Weg in den Europacup. "Intern hat er einen extrem hohen Stellenwert", hielt Ismael fest.

Die Wolfsberger schossen in den ersten zwei Runden 15 Tore, 9:0 beim SAK Klagenfurt und 6:0 bei Nachbar ATSV Wolfsberg gingen die Partien aus. Beim Achten der 2. Liga wollen die Lavanttaler wieder die zuletzt vermisste Effizienz zeigen, nachdem infolge des 2:2 gegen die Admira diesbezüglich Ärger herrschte. "Wenn wir weiterhin ein Top-Team bleiben wollen, dann müssen wir solche Spiele nach Hause spielen", monierte Trainer Gerhard Struber. Wacker Innsbruck überwinterte zuletzt vor sieben Jahren im Cupbewerb.

ÖFB-Cup: Partien vom Mittwoch im Überblick

UhrzeitHeimGast
18.00 UhrASK EbreichsdorfRed Bull Salzburg
19.00 UhrWacker InnsbruckWolfsberger AC
20.30 UhrLASKSCR Altach
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