Fussball

WSG Swarovski Tirol beendete WAC-Siegesserie

Von APA
Romano Schmid läuft durch die WSG-Defensive

Der Erfolgslauf des WAC ist am Samstag zu Ende gegangen. Die Kärntner kamen in der 9. Runde der Fußball-Bundesliga in der Lavanttal-Arena gegen Aufsteiger WSG Tirol in einer nach der Pause packenden Partie über ein 2:2 (0:0) nicht hinaus. Die Mannschaft von Trainer Gerhard Struber hatte zuvor die jüngsten sieben Pflichtspiele, darunter fünf Partien in der Meisterschaft, gewonnen.

Durch das Remis fielen die Wolfsberger in der Tabelle einen Zähler hinter Vizemeister LASK auf Rang drei zurück. Der Rückstand auf Leader Salzburg wuchs auf sechs Punkte an. Die Generalprobe vor dem Europa-League-Heimspiel gegen AS Roma am Donnerstag in Graz kann nicht als gelungen bezeichnet werden. Anderson Niangbo (49.) und Shon Weissman (81.) mit seinem neunten Saisontor brachten die Hausherren zweimal voran, Zlatko Dedic (71.) und Clemens Walch (83.) schlugen vor 3.755 Zuschauern aber jeweils zurück.

Die Kärntner diktierten wie erwartet von Beginn an das Geschehen und waren auch mehrmals dem Führungstreffer nahe. Bei einem Abschluss von Niangbo (13.) rettete Tirol-Tormann Ferdinand Oswald mit der Fußspitze. Romano Schmid (33.) setzte den Ball nach Idealvorarbeit von Michael Liendl aus etwas spitzem Winkel neben das Tor. Gleich darauf ging ein Schuss von Marcel Ritzmaier (34.) drüber. Von den Tirolern war offensiv gar nichts zu sehen, auch der zuletzt im Cup noch mit einem Quattropack glänzende Kelvin Yeboah konnte sich vorerst nicht in Szene setzen.

Michael Liendl hätte Sack zumachen können

Gleich nach Wiederbeginn gaben die Tiroler ein Lebenszeichen von sich. Nach einem unverständlicherweise nicht geahndeten Foul an WAC-Tormann Andreas Kofler kam Dedic (47.) zum Abschluss, Nemanja Rnic konnte in höchster Not den Schuss noch blocken. Auf der anderen Seite war die nötige Kaltschnäuzigkeit vorhanden. Nach Novak-Flanke köpfelte Niangbo wuchtig ein, machte seinen sechsten Saisontreffer perfekt. Kurz nachdem Tirols Abwehrchef Ione Cabrera mit einer Schulterverletzung ausschied, hätte Liendl (63.) den Sack zumachen können, scheiterte bei einer Doppel-Topchance aber zweimal an Oswald.

Der 28-jährige Deutsche reagierte auch bei einem gefühlvollen Ritzmaier-Heber (67.) glänzend. Dadurch blieben die Gäste im Spiel und kamen auch immer besser zur Geltung. Ein Grgic-Volley (69.) ging noch daneben, zwei Minuten später war der Ausgleich aber perfekt. Dedic wurde knapp außerhalb des Strafraums nicht genug attackiert, und sein Schuss war für Alexander Kofler nicht zu halten. Es war der Auftakt einer packenden Schlussphase, in der es hin und her ging.

Israel-Sportdirektor Ruttensteiner beobachtete Shon Weissman

Die Kärntner legten glücklich neuerlich vor. Weissman schoss Mader an, von dem der Ball wieder beim Israeli landete und von dort ins Tor sprang. Der israelische Teamstürmer, der beim 6:0 im Cup gegen den ATSV Wolfsberg dreimal getroffen hatte, trug sich somit auch vor den Augen von Israels Sportdirektor Willi Ruttensteiner in die Schützenliste ein.

Zwei Minuten später war alles wieder ausgeglichen. Der kurz zuvor eingewechselte Walch stach als "Joker". Dedic durfte sich nach seinem Tor auch noch einen Assist gutschreiben lassen. Dass es beim Auswärtspunkt blieb, hatten die Tiroler Oswald zu verdanken, der bei einer Doppelchance und Abschlüssen von Alexander Schmidt sowie Romano Schmid weitere Paraden zeigte. Die siebentplatzierten Tiroler durften damit wie am Mittwoch nach dem 5:2 im Cup gegen die Wiener Austria den Platz zufrieden verlassen.

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