Fussball

Nestor El Maestro mit Ausraster nach Remis: "Unfassbar, wie ich hier landen konnte"

Von SPOX Österreich
Nestro El Maestro rastete nach dem Remis komplett aus.
© GEPA

Das Remis in allerletzter Minute gegen den SV Mattersburg war ein besonder bitterer Punktverlust, zumal nicht alle Schiedsrichterentscheidungen zu Gunsten der Grazer ausfielen. Dementsprechend sauer war Trainer Nestor El Maestro nach der Partie und sorgte für einen Ausraster sondergleichen, der den Verantwortlichen bei Sturm Graz wohl nicht gefallen haben dürfte.

Bereits direkt nach dem Spiel war der Trainer von Sturm Graz kaum zu bremsen, tritt auf allerlei Gegenstände, die ihm in den Weg kamen. Der Unmut über die Leistung des Schiedsrichters und seinem Team war offensichtlich.

Schon Torhüter Jörg Siebenhandl ließ seinem Frust freien Lauf, sagte gegenüber Sky Sport: "Das war der größte Skandal, an dem ich je beteiligt war. Das war eine absolute Frechheit, was die Schiedsrichter da getan haben. Ich hoffe, dass es da noch Konsequenzen gibt. Vielleicht findet sich jemand der Geld spendet, damit wir den Videobeweis schon früher bekommen."

Grund für die Aufregung waren unter anderem eine mögliche Abseitsposition vor dem ersten Tor der Mattersburger. Zudem zwei Elfmeter für die Heimmannschaft, von der besonders der zweite auf viel Kritik stieß. Thomas Schrammel wird aus nächster Nähe am Oberarm getroffen, der fällig Elfmeter sorgte für den späten Ausgleich.

Sturm-Trainer El Maestro sah dies offensichtlich anders und war beim Interview danach kaum zu bremsen. Anfangs hielt er sich selbst noch zurück: "Ich habe nichts zu sagen, kein Kommentar. Ich kann mich für den Wutanfall entschuldigen, aber ich habe nichts zu sagen. Das Sportliche ist schwer zu beurteilen heute."

Nestor El Maestro: "Das ist kein Jahrhundert-Job für mich"

Doch je länger das Interview ging, desto eher verlor der 36-Jährige die Kontrolle: "Es macht wenig Spaß derzeit, am liebsten würde ich einfach nach Hause gehen oder Urlaub machen. Das Gehalt ist hier auch kein riesiges Schmerzensgeld. Morgen muss ich die Jungs motivieren, denn wir haben eine wichtige Woche vor uns."
Eben diese Mannschaft bekam dann aber auch ihr Fett weg: "Natürlich kann ich der Mannschaft viele Vorwürfe machen, natürlich wäre ich gern ein besserer Trainer und hätte eine bessere Mannschaft. Es sind aber enge Spiele, in einer schwierigen Liga."

Schlussendlich stellte der Trainer sogar sein derzeitiges Engagement in Frage: "Ich bin gerne hier in Österreich, bin gefühlt ein bisschen Österreicher. Das ist aber kein Jahrhundert-Job für mich, unfassbar, dass ich hier gelandet bin. Das ist unfassbar. Wie viele unserer Niederlagen waren ganz sauber, ohne sehr bedenkliche Entscheidungen?"
Immer wieder wiederholte der Trainer, dass es ihm derzeit wenig Spaß macht. Sportvorstand Günter Kreissl stand Sky Sport zur keinem Kommentar zur Verfügung, dieses wird wohl erst in den nächsten Tagen folgen.

Günter Kreissl: "Als wäre es ein Sport gegen Sturm Graz zu pfeifen"

Gegenüber ligaportal.at äußerte sich dieser aber zum Spiel und war selbst schwer in Rage, nachdem er zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen der letzten Wochen gegen Sturm Graz aufzählte: "Es interessiert mich nicht mehr über irgendetwas anderes zu reden, es scheint so als wäre es ein Sport fragwürdige Entscheidungen gegen Sturm Graz zu geben. Es ist unerträglich wie die Schiedsrichter auftreten. Er hat zu mir gesagt 'das schaut nicht anständig aus, wenn sie zu mir kommen'. Dann soll er anständig pfeifen, dann kommt auch niemand zu ihm."

Doch auch hier war noch lange nicht Schluss: "Das ganze Theater ist nur aufgrund des Auftretens der Schiedsrichter und es macht mich verrückt. Wir haben eine schlechte Förderung für das Schiedsrichterwesen, wir in Österreich haben tendenziell viele Fehlentscheidungen und da muss die Einführung des Video-Schiedsrichters angedacht werden."

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