Fussball

Sturm-Geschäftsführer Günter Kreissl über Transfers: "Ich erwarte noch Bewegung"

Günter Kreissl: Seit Mai 2016 Geschäftsführer Sport beim SK Sturm

Für den SK Sturm gestaltete sich der Start in die neue Saison durchwachsen. Von sieben Spielen wurden vier gewonnen und drei verloren. Die Europa-Cup-Saison ist nach dem Aus gegen Haugesund vorbei, in der Liga können die Grazer auf schmale sechs von zwölf möglichen Punkten verweisen.

Während beim Sturm-Anhang erste Ansätze der Unruhe spürbar sind, versucht Geschäftsführer Günter Kreissl im Gespräch mit SPOX Gelassenheit zu vermitteln. "Ich bin von dem Weg, den wir mit dem Trainerteam und unserem Kader begonnen haben, absolut überzeugt", betont Kreissl. Nachsatz: "Aber wie allen, denen Sturm am Herzen liegt, bin ich mit den letzten zwei Spielen unglücklich."

Günter Kreissl: "Entwicklung geht nicht nur nach oben"

Dabei wären die Leistungen in den "ersten fünf Spielen zum Teil ansprechend gewesen", analysiert Kreissl. "Mit viel Emotion, guten Umschaltmomenten und hoher Laufbereitschaft. Gegen den WAC haben wir einen Sieg des Willens gefeiert. Das ist okay. Gegen Hartberg und Rapid waren sowohl die Resultate als auch die Leistungen ein Rückschlag. Aber eine Entwicklung geht nicht nur stetig nach oben. Aus Rückschlägen müssen wir aber lernen."

Auf der sportlichen Ebene beackert Sturm-Trainer Nestor El Maestro also noch eine Baustelle. Parallel versucht Günter Kreissl, die Kaderplanung zum Abschluss zu bringen. Bis zum 2. September steht das Transferfenster noch offen.

"Ich erwarte noch Bewegung, aber in erster Linie bei den Abgängen. Mit Emeka Eze haben wir bereits einen Abgang verzeichnet (hier spricht Kreissl über die Hintergründe, Anm.) und ich rechne noch mit ein, zwei weiteren. Und dann kommt die Grundsatzentscheidung: Wollen wir jetzt etwas tun, oder heben wir uns das für den Winter auf?", sagt Kreissl.

Günter Kreissl: "Gehe davon aus, dass Maresic bei uns bleibt"

Und weiter: "Wir wissen, dass mit Hierländer und Röcher zwei wichtige Spieler zurückkommen. Wir haben viel Qualität, aber das müssen wir auch auf den Platz bekommen."

Zu den möglichen Abgängen zählt Dario Maresic. Der talentierte Innenverteidiger befindet sich im finalen Vertragsjahr - letzte Chance für Sturm, um mit seiner Aktie Geld zu verdienen. Seit rund einer Woche wird der 19-Jährige intensiv mit einem deutschen Bundesliga-Verein in Verbindung gebracht, auch eine Rückleihe soll dabei diskutiert worden sein.

Kreissl will davon nichts wissen und wiegelt ab: "Bei Dario wurden schon sehr viele Klubs kolportiert. Ich kann derzeit nichts bestätigen. Es ist momentan sehr ruhig und ich gehe davon aus, dass der Spieler bei uns bleibt." Ob Bluff oder Realität werden die nächsten Tage zeigen.

Auch ob Sturm auf der Linksverteidiger-Position noch aktiv wird, will Kreissl nicht festlegen und erläutert seinen Gedankengang: "Wir haben auf den Mittelfeld-Außenpositionen ein Überangebot. Ich denke da an Jantscher, Huspek, Lema, Röcher oder Hierländer. Das sind fünf Top-Alternativen für zwei Positionen. Wenn Hierländer zurückkommt, wird man darüber nachdenken, auf welcher Position. Und da wird die Außenverteidigung sicher ein Thema sein. Mit Sakic, Koch, Hierländer und Schrammel hat man dann ein Quartett, mit dem man top besetzt ist. Hole ich jetzt noch einen Linksverteidiger, habe ich da Spieler, die auf der Tribüne sitzen. Kann man machen, ist nicht unmöglich, aber wir haben im Haus bereits sehr interessante Optionen."

Klar ist aber: Sturm beschäftigte sich im Sommer mit diversen Linksverteidigern. Wie etwa Marvin Potzmann, der schließlich zum LASK wechselte.

Die Sommer-Neuzugänge des SK Sturm

SpielerAbgebender Verein
Bekim BalajAkhmat Grozny
Christoph LeitgebRed Bull Salzburg
Emanuel SakicAtromitos Athen
Thorsten RöcherFC Ingolstadt
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung