Fussball

Christoph Monschein nach Remis gegen Admira: „Pfiffe verunsichern jeden Spieler“

Von SPOX Österreich
Austria kommt über ein Remis gegen Admira nicht hinaus

Die Wiener Austria hat am Sonntagabend im Heimspiel gegen die Admira erneut Punkte liegen gelassen. Nach dem 1:1 gegen die Südstädter äußerte FAK-Stürmer Christoph Monschein sein Unverständnis über die Pfiffe der Austria-Anhänger.

Monschein brachte die Hausherren in der 44. Minute in Führung, vergab aber einige Minuten zuvor eine weitere Großchance. In der 63. Minute glich Boris Cmiljanic für die Admira aus, eine Schlussoffensive der Austria blieb unbelohnt.

"Am Ende kamen wir noch einmal in Fahrt und brachten frische Kräfte. Es ist nach vorne gegangen", sagte Monschein nach der Partie. "Auf einmal kommen in der Schlussphase die Pfiffe. Das verunsichert jeden Spieler. Es ist klar, dass wir dann noch mehr Bälle verlieren."

Monschein verstehe "überhaupt nicht, warum sie uns da nicht bis zum Ende unterstützen, uns nach vorne peitschen. Nach dem Schlusspfiff können sie uns bei einer Niederlage oder einem Remis auspfeifen. Aber während des Matches ist das unangebracht und verunsichert die Spieler nur. So können wir die Partie am Ende nicht mehr drehen."

Christian Ilzer: "Mussten körperlich Tribut zollen"

Für den 26-Jährigen ist der Leistungsabfall während der zweiten Halbzeit "keine Kraftfrage". Erklären kann sich Monschein die Unterschiede aber nicht. "Wenn wir es wüssten, würden wir es ändern. Vielleicht ist es eine Frage der Konzentration."

Trainer Christian Ilzer interpretierte die Situation etwas anders. "Wir mussten unserer körperlichen Situation Tribut zollen. Wir hatten in den letzten zwei Wochen fünf Spiele, zum Teil bei sehr hohen Temperaturen." Das Ergebnis war aufgrund der Chancen beider Teams laut Ilzer gerecht.

Der 41-Jährige kündigte an, seinen Spielern in den nächsten Tagen trotz hoher Belastung "sicher nicht" frei geben zu wollen. "Wir werden aktiv regenerieren. Das Wichtigste ist, dass keiner die Nerven wegschmeißt", sagte er.

Christoph Monschein: Turgeman? "Kann nur von Vorteil sein"

Mit Alon Turgeman kam in der zweiten Halbzeit ein Angreifer zum Einsatz, der zuletzt monatelang aufgrund von Adduktorenbeschwerden fehlte. "Der Kader ist größer, die Qualität und der Konkurrenzkampf höher", sagte Monschein angesprochen auf die Rückkehr des Israelis. "Das treibt jeden Spieler an. Das kann nur von Vorteil sein."

Neben Turgeman kehrte auch Linksverteidiger Caner Cavlan in den Kader zurück. Der Niederländer stand sogar in der Startelf. Trainer Ilzer trat jedoch etwas auf die Euphoriebremse. "Es besteht die Gefahr, zu viel Hoffnung in diese Spieler zu stecken. Sie waren länger verletzt, wir müssen mit ihnen daher vorsichtig umgehen." Die Pfiffe der Fans konnte Ilzer nachvollziehen. "Wir wurden über das gesamte Spiel toll unterstützt", hielt er fest. "Wichtig ist, dass wir intern Ruhe bewahren."

Admira-Trainer Reiner Geyer ärgerte sich etwas darüber, nicht mehr aus dem Spiel herausgeholt zu haben. "Mit ein bisschen Glück hätten es auch drei sein können", meinte der Deutsche, hielt aber auch fest: "Die Jungs waren aufgrund der Temperaturen in der Halbzeit ziemlich platt. Wenn ich aber sehe, wie sie sich in der zweiten Halbzeit durchgesetzt haben, dann nehmen wir heute den Punkt gerne mit."

Die Austria reist nächste Woche zum Auswärtsspiel nach Hartberg, wo Alexander Grünwald wieder mit von der Partie sein soll. Der Kapitän musste aufgrund von muskulären Problemen in der Wade gegen die Admira pausieren.

Platz

Team

Sp

S

U

N

T/GT

TD

P

1.

Red Bull Salzburg

4

4

0

0

17:3

14

12

2.

LASK Linz

4

3

1

0

7:1

6

10

3.

TSV Hartberg

4

2

1

1

9:6

3

7

4.

Rapid Wien

4

2

1

1

5:5

0

7

5.

WAC

4

2

0

2

10:6

4

6

6.

SK Sturm Graz

4

2

0

2

4:2

2

6

7.

WSG Tirol

4

1

2

1

7:6

1

5

8.

Austria Wien

4

1

1

2

7:8

-1

4

9.

SCR Altach

4

1

1

2

7:9

-2

4

10.

SV Mattersburg

4

1

0

3

4:15

-11

3

11.

SKN St. Pölten

4

0

2

2

3:12

-9

2

12.

FC Admira

4

0

1

3

2:9

-7

1

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