Fussball

Red Bull Salzburg: Als Jesse Marsch fast beim SK Rapid Wien gelandet wäre

Von SPOX Österreich
Jesse Marsch

Der Einstand von Neo-Trainer Jesse Marsch bei Red Bull Salzburg hätte wahrlich nicht besser laufen können. Sechs Pflichtspiele, sechs Siege, eine Salzburger Mannschaft, die bislang alles und jeden zermalmt, der sich ihr in den Weg stellt.

Marsch wird der erste Salzburger Trainer sein, der mit den Bullen die Champions-League-Gruppenphase erleben darf, ab 18:00 ist die Auslosung im LIVESTREAM auf SPOX zu sehen. Dass der 45-Jährige überhaupt in der Mozartstadt tätig ist, kam für viele überraschend, für ihn allerdings nicht so sehr. Seit 2015 ist der ehemalige US-Nationalteamkicker im Red-Bull-Imperium tätig, coachte drei Jahre äußerst erfolgreich die New York Red Bulls, ehe er als Co-Trainer nach Leipzig übersiedelte.

2001 wäre Jesse Marsch fast Spieler bei SK Rapid Wien geworden

Dabei hätte alles ganz anders kommen können. 2001 nämlich, beschäftigte sich Marsch schon einmal mit der österreichischen Bundesliga. Allerdings nicht als Trainer, sondern noch als Spieler. Es gab ein Angebot von SK Rapid Wien, wie er im Podcast The Other Bundesliga erzählt: "Mein Agent sprach mit Rapid, es gab die Möglichkeit in Wien zu spielen. Ich habe mich da schon ein bisschen mit der Bundesliga befasst - in welchem Zustand ist die Liga, wie sind die Spieler? Am Ende hab ich die Möglichkeit doch nicht genutzt, aber zumindest hatte ich schon mal einen Eindruck von Österreich." Marsch spielte 2001 in Chicago, blieb dem Verein bis 2006 treu.

Seine Idee des Fußballs wurde über die Jahre geboren und bei Red Bull verfeinert. Vor allem Ralf Rangnick hinterließ einen bleibenden Eindruck: "Gegenpressing - das war eins der ersten Worte, das ich lernte, als ich bei Red Bull zu arbeiten begann. Rangnick hat so viele Ideen und er ist so detailliert im Umgang mit seinem Vokabular. Bei Red Bull war das wirklich das erste Mal, dass ich konfrontiert wurde, wie es ist, groß über Fußball zu denken."

Red Bull Salzburg: Die Philosophie ist der Lehrer

Die Red-Bull-Philosophie hat Jesse Marsch komplett verinnerlicht: "Die Philosophie muss der Lehrer sein. Wenn du beginnst, die Ideen zu implementieren, die Idee den Lauf geben zu lassen, dann lehrt sich die Philosophie fast selbst." Das einzige Problem? Die Sprache: "Ich versuche, mit der Mannschaft alles in Deutsch zu besprechen", meint der US-Amerikaner. Das würde ihm manchmal noch Sorgen bereiten: "In Englisch ist die Kommunikation eine meiner Stärken. In Deutsch bin ich noch nicht ganz sicher, ob die Nachrichten auch so ankommen wie ich sie meine. Es ist eine große Herausforderung." Aktuell dürfte Marsch die Herausforderung jedoch ziemlich gut meistern. Sechs Spiele, sechs Siege und wohl kein Ende in Sicht sprechen bei den Mozartstädtern eine eindeutige Sprache. Eine Sprache, die vermutlich sogar mehr zählt als Deutsch oder Englisch.

CL-Auslosung: Die Lostöpfe in der Übersicht

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