Fussball

6:0! Red Bull Salzburg filetiert auch den SKN St. Pölten

Von APA
Erling Haland trifft munter weiter

Meister Salzburg hat in der Fußball-Bundesliga ein Schützenfest bejubelt. Mit einem 6:0 (2:0) in St. Pölten holte der Titelverteidiger am Samstag den vierten Sieg im vierten Saisonspiel und verteidigte Platz 1 in der Tabelle. Erling Haland (30., 49.) mit seinen Saisontoren fünf und sechs, Hwang Hee-chan (38.), Takumi Minamino (53.), Andreas Ulmer (55.) und Sekou Koita (69.) trafen für Salzburg.

St. Pölten lief in der zweiten Spielhälfte in eine schmerzvolle Heimniederlage. Bei den Hausherren sah Daniel Schütz nur kurz nach seiner Einwechslung die Rote Karte (57.). Der SKN ist saisonübergreifend nun 13 Spiele in Folge sieglos. In der Tabelle ist St. Pölten weiter Vorletzter. Salzburg hat neben den zwölf Zählern auch bereits 17 Tore angeschrieben.

Der Auswärtserfolg des Champions-League-Starters war hochverdient, St. Pölten hätte es dem Titelverteidiger aber schwerer machen können. In der ersten halben Stunde hatten die Niederösterreicher durchaus Chancen auf die Führung. So ließ Husein Balic nach einem weiten Ball Andre Ramalho und Jerome Onguene stehen, scheiterte aber an Cican Stankovic. Roope Riski schloss nach einem weiteren weiten Pass dann zu überhastet ab (22.).

Erling Haland weiter in Top-Form

Die Gäste-Elf von Jesse Marsch hätte zu diesem Zeitpunkt freilich schon vorlegen können. Haland tauchte erstmals in der 2. Minute gefährlich vor dem SKN-Tor auf. Der 19-jährige Norweger bildete dieses Mal mit Hwang das Angriffsduo. Der Südkoreaner war einer von vier Neuen in der Startformation. So begann Dominik Szoboszlai anstelle des an der Wade verletzten Masaya Okugawa. Rechtsverteidiger Rasmus Kristensen feierte sein Liga-Debüt, Rekord-Neuzugang Maximilian Wöber stand noch nicht im Kader.

Minamino scheiterte noch an der Kopfball-Abwehr von Luan, ehe Salzburgs Torsperre nach einer halben Stunde gebrochen war. Haland schloss nach Vorarbeit von Hwang mit einem Lupfer über St. Pöltens Torhüter Christoph Riegler zum 1:0 ab. Hwang nach Idealpass von Szoboszlai legte noch vor der Pause nach. St. Pölten präsentierte sich bis zum Pausenpfiff unkonzentriert und hätte schon da höher zurückliegen können.

Gleich zu Beginn hatten die Niederösterreicher die Möglichkeit, ins Spiel zurückzukommen: Der kurz vor der Pause für den angeschlagenen Luan eingetauschte Rene Gartler und Robert Ljubicic behinderten sich aber beim Torschuss. Auch dabei zeigte Salzburgs Defensive Schwächen. Danach rollte die rot-weiße Angriffslawine aber Richtung SKN-Gehäuse.

Haland traf per Hinterkopf zum 3:0 und legte danach uneigennützig das 4:0 von Minamino auf. St. Pölten zeigte dabei Auflösungserscheinungen. Ulmer erwischte bei seinem Tor dann den überraschten Riegler auf dem falschen Fuß. Beinahe verzweifelt verfolgte Trainer Alexander Schmidt dann den Ausschluss von Schütz, der Szoboszlai von hinten zu Fall brachte. Schiedsrichter Dieter Muckenhammer zückte etwas überhart die Rote Karte.

Für Haland kam schon nach etwas mehr als einer Stunde Koita, der sich ebenfalls empfehlen wollte. Der Malier setzte schließlich auch den Schlusspunkt. Für St. Pölten war es die zweite herbe Niederlage gegen den Meister in Folge. Gegen Ende der vergangenen Saison waren die "Wölfe" mit 0:7 unterlegen.

Die Stimmen

Alexander Schmidt (Trainer St. Pölten): "Wir waren am Anfang ganz ordentlich im Spiel. Wenn man 0:6 verliert ist es natürlich für alle unangenehm und schon etwas frustrierend. Wir müssen die Mannschaft jetzt wieder aufbauen. Wir haben noch zu oft extrem grobe individuelle Fehler. Die sind in den letzten Partien nicht immer bestraft worden, aber Salzburg macht das eiskalt. Wir müssen einfach konstanter werden. Wir wollten Salzburg heute unter Druck setzen, haben aber einfach zu viele Fehler gemacht."

Jesse Marsch (Trainer Salzburg): "Das war heute eine sehr reife Leistung von meinen Jungs. In den ersten 20 bis 30 Minuten war es ausgeglichen. Es ist vielleicht ein ganz anderes Spiel, wenn St. Pölten das erste Tor macht. Aber wir haben es auch nicht schlecht gemacht. Wir können zufrieden sein. Der Gegner war sehr mutig von Anfang an. Sie waren sehr aggressiv. Das Torverhältnis erzählt nicht die ganze Geschichte."

Andreas Ulmer (Kapitän Salzburg): "Es war schon viel harte Arbeit heute. Gerade in der ersten Halbzeit ist es hin und her gegangen. Da waren wir einfach effektiver."

Bundesliga, 4. Spieltag: Begegnungen/Ergebnisse

DatumHeimGastUhrzeit/Ergebnis
17.08.LASKWSG Tirol1:1
17.08.SKN St. PöltenRB Salzburg0:6
17.08.WACSV Mattersburg5:0
18.08.Austria WienAdmira Wacker17.00
18.08.Sturm GrazRapid Wien17.00
18.08.SCR AltachTSV Hartberg17.00
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