Trotz Chancen-Wucher: SK Rapid Wien schlägt Wacker Innsbruck auswärts

Von SPOX Österreich, APA
SK Rapid Wien
© GEPA

Mit dem 2:0-Auswärtssieg gegen FC Wacker Innsbruck beschließt Rapid eine äußerst erfolgreiche englische Woche. Nach dem 3:0-Sieg gegen die Admira und dem Aufstieg ins Cup-Finale gegen den LASK unter der Woche, reisen die Hütteldorfer mit drei weiteren Punkten aus Innsbruck heim.

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Die Hütteldorfer starteten wie die Feuerwehr, hätten durch Christoph Knasmüllner nach zwei Minuten gut und gerne 1:0 führen können. Nach sieben Minuten sorgte der den gesperrten Maxi Hofmann ersetzende Christopher Dibon für den Führungstreffer. Rapid vergab danach Chance um Chance, ausgerechnet der von den Fans geschasste Deni Alar sorgt in der 87. Minute für die Entscheidung. In der Qualifikations-Gruppe sind die Rapidler auf Kurs. Die Grün-Weißen halten derzeit bei 19 Punkten, liegen damit zwei Zähler vor den ebenso erfolgreichen Mattersburgern.

SK Rapid Wien: Änderungen in der Startelf

Kühbauer rotierte ordentlich, brachte im Vergleich zum Sieg beim LASK im Elfmeterschießen fünf neue Spieler. Zu den Änderungen in der Innenverteidigung war er gezwungen. Maximilian Hofmann fehlte wegen seiner Sperre, Mario Sonnleitner fiel krankheitsbedingt aus. Mateo Barac und Dibon bildeten damit das Abwehrzentrum. Philipp Schobesberger und Srdjan Grahovac saßen zu Beginn nur auf der Bank, Stephan Auer war gar nicht im Kader.

Beide Abwehrreihen offenbarten gleich zu Beginn grobe Mängel. Christoph Knasmüllner kam aus vier Metern nach einer Ivan-Hereingabe frei zum Abschluss, brachte den Ball aber nicht im leeren Tor unter (2.). Aufseiten der Gastgeber verfehlte Zlatko Dedic das Tor aus zwölf Metern nur knapp (5.). Quasi im Gegenzug scheiterte Aliou Badji aus bester Position an Christopher Knett (6.).

Chance Nummer drei der Wiener führte aber zum Erfolg. Die Tiroler brachten den Ball nach einer Murg-Ecke nicht weg und Dibon staubte erfolgreich ab, nachdem Christian Klem einen Schwab-Schuss noch kurz vor der Linie geklärt hatte. Der in der Vergangenheit immer wieder verletzungsgeplagte 28-jährige Niederösterreicher durfte sich bei seinem ersten Ligaeinsatz seit 16. Dezember über seinen ersten Saisontreffer freuen.

Während es also bei Dibon gute Nachrichten gab, gab es bei Barac schlechte. Der für Sonnleitner in die Startformation gerückte Kroate kippte bei der Landung nach einem Zweikampf um und musste mit einer Knöchelverletzung ausgetauscht werden. Matthias Maak hatte den Ausgleich am Kopf, setzte den Ball aber neben das Tor (14.).

Deni Alar: Meister der Effizienz

Doch Rapid hätte auch nachlegen können, bei einem gut angetragenen Murg-Abschluss rettete die Latte für die Tiroler (20.). Die waren in der Folge bis zur Pause deutlich gefährlicher, machten mehr für das Spiel. Richard Strebinger zeichnete sich bei einem Dedic-Weitschuss aus (22.), ein Schimpelsberger-Abschluss landete im Außennetz (23.), zudem schoss Stefan Rakowitz daneben (39.).

Nach der Pause kamen die Wiener mit mehr Dampf aus der Kabine und waren mehrmals dem 2:0 nahe. Bei einem leicht abgefälschten Potzmann-Schuss fehlte nicht viel (54.), Maak musste bei einer Ivan-Chance auf der Linie retten (62.) und Knett parierte Schüsse von Murg (65.) und Schobesberger (76.). Knasmüllner vernebelte wie schon vor der Pause eine Topchance, traf wieder das leere Tor nicht (80.).

Alar machte da seine Sache schon besser, zeigte sich als Meister der Effizienz. Vier Minuten nach seiner Einwechslung ließ er Knett nach einem Murg-Ideallochpass keine Chance. Für den 29-Jährigen war es der vierte Saisontreffer in der Liga, der erste seit 2. September 2018 (1:1 bei Sturm Graz). Rapid ist nun schon zwölf Ligaspiele gegen die Tiroler unbesiegt. Diese Saison wurden alle drei Partien gewonnen.

Die Spiele der 24. Bundesliga-Runde

HeimmannschaftAuswärtsmannschaftErgebnis/Ankick
FC Wacker InnsbruckSK Rapid Wien0:2
FC AdmiraSCR Altach1:1
SV MattersburgTSV Hartberg3:0
FK Austria WienSK Sturm GrazSo., 14:30
SKN St. PöltenWACSo., 14:30
LASKRed Bull SalzburgSo., 17:00
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