Ex-Sturm-Goalie Daniel Lück über Franco Foda: "In wenigen Tagen hat sich alles geändert"

Von SPOX Österreich
Daniel Lück geht von Sturm weg
© GEPA

Seit einem Jahr ist Ex-Sturm-Graz-Tormann Daniel Lück nun vereinslos. Im Sommer 2016 wechselte der deutsche Tormann von Energie Cottbus zum SK Sturm, nach nur vier Einsätzen für die Grazer verließ er die Steiermark wieder. Auf seinem Youtube-Kanal gibt der 27-Jährige nun Einblicke in seine aktive Karriere und beschreibt Differenzen mit Franco Foda.

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"Als ich zu Sturm Graz gewechselt bin, war die Vorfreude sehr groß. Im dritten Training habe ich mir eine leichte Zerrung zugezogen und musste sieben Tage aussetzen. Und dann war das erste Spiel gegen Salzburg, das Sturm gewonnen hat. Das war ganz besonders, Salzburg ist das Bayern München Österreichs", erinnert sich Lück.

"Davor war der Trainer (Franco Foda, Anm.) sehr gut auf mich zu sprechen, hat immer den Kontakt gesucht und beiseite genommen und gesagt: Daniel, wir müssen dich eingliedern, du musst sofort spielen."

Dann erfolgte jedoch der Bruch in der persönlichen Beziehung mit Foda, schildert Lück: "Das waren seine Worte vor dem Spiel gegen Salzburg und vor meiner kurzen Verletzung. Nach dem Spiel hat sich alles geändert. Der Kontakt wurde immer weniger, hat auch anders auf mich reagiert und keinen Ton mit mir geredet. Zumindest extrem wenig. Dann hat Sturm fast jedes Spiel gewonnen, da muss ich sagen, dass ich Franco Foda auch verstehen kann. Aber was mir das Fußballgeschäft vor Augen geführt hat: Erst viel Kontakt, 'du bist die Nummer eins' und in wenigen Tagen hat sich alles geändert. Es war schade zu sehen, dass sich Verantwortliche, Trainer komplett verändern. Ich habe nie gehört: 'Daniel, du bist nicht gut genug.' Es wurde gar nichts gesagt. Eine Verhaltensänderung ist vonstattengegangen."

Daniel Lück: "Die Auflösung des Vertrags war das Beste für mich"

Lück weiter: "Mir wurde dann mitgeteilt, dass der Trainer nicht mehr mit mir plant. Gründe wollte man mir keine nennen. Es müssen persönliche gewesen sein. Die Auflösung des Vertrags war das Beste für mich." Anschließend hielt sich Lück bei den Stuttgarter Kickers fit, ein Wechsel zu einem zypriotischen Champions-League-Klub zerschlug sich. Jetzt konzentriert sich Lück auf "Coaching und Training im Bereich Druck, wie er sagt. "Ich habe die Erfahrung mit Trainern gemacht: Immer wenn ich das Gespräch suchte, war die Situation danach schlimmer. Das hat mir sogar der Manager von Sturm Graz bestätigt, dass er die gleiche Erfahrung gemacht hat. Wenn du Tacheles redest, ist es meistens danach schlimmer", so sein Fazit.

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