Fussball

Angriff auf Schwab: Rapid-Kritik an Schiri

Von SPOX Österreich/Presseaussendung SK Rapid
Stefan Schwab und Schiedsrichter Dieter Muckenhammer

Rapid Wien hat am Sonntag in einer Aussendung Kritik an Schiedsrichter Dieter Muckenhammer geübt, weil dieser am Vortag in einem Sky-Interview Rapid-Kapitän Stefan Schwab Charakterlosigkeit vorgeworfen hatte. Die Ausführungen von Schwab nach der 2:3-Heimniederlage am Sonntag der Vorwoche im Schlager gegen Salzburg seien "keinesfalls untergriffig" gewesen, betonte Rapid.

Muckenhammer war bei dem Match als vierter Offizieller im Einsatz gewesen und hatte Referee Markus Hameter darauf aufmerksam gemacht, dass der vermeintliche 3:3-Ausgleich für Rapid von Giorgi Kvilitaia mit der Hand erzielt worden war. Danach waren Gerüchte aufgekommen, Muckenhammer hätte den unerlaubten Videobeweis als Entscheidungsgrundlage für die Aberkennung herbeigezogen.

"Dies wurde von Stefan Schwab nachweislich nie behauptet, er wurde vielmehr nach Spielende mit diesem Gerücht konfrontiert und hat in der Mixed Zone lediglich bestätigt, dass dieses Gerücht zu diesem Zeitpunkt auch an ihn herangetragen wurde. Wie sich nach nächtlichem Studium der Videoaufzeichnung der vereinseigenen Analyse-Aufnahmen am letzten November-Wochenende gezeigt hat, erwies sich dieses Gerücht als völlig unhaltbar (...)", hielt Rapid dazu fest.

Rapid verurteilt Morddrohungen

Muckenhammer hatte in dieser Woche ebenso wie sein Schiedsrichterkollege Manuel Schüttengruber, der am Mittwoch die 1:2-Heimniederlage von Rapid gegen Altach geleitet hatte, eine E-Mail mit einer Morddrohung mit u.a. folgendem Wortlaut erhalten: "Pfeift ihr weiter so gegen Rapid, wird es für euch nur noch dieses Weihnachten geben." Muckenhammer erstattete deshalb Anzeige.

Rapid verurteilte die gefährliche Drohung gegen die Schiedsrichter, verwehrte sich aber, "für jeden (anonymen) Spinner, der sich entweder tatsächlich oder vermeintlich dem Verein zugehörig oder verbunden fühlt, Verantwortung übernehmen zu müssen". Und in Richtung Muckenhammer hieß es in der Aussendung: "Aufgrund der öffentlich zur Schau getragenen Aversion gegen unseren Kapitän gehen wir (...) davon aus, dass Dieter Muckenhammer bei Matches des SK Rapid nicht mehr in offizieller Funktion zum Einsatz kommen wird."

Das offizielle Statement von Rapid Wien im Wortlaut:

Der SK Rapid möchte aufgrund der gestern erfolgten breiten medialen Diskussion auf diesem Wege ein abschließendes Statement zur Diskussion um anonyme Drohungen via email an Schiedsrichter und bezüglich schwerer Vorwürfe an Kapitän Stefan Schwab übermitteln:

Jede Art von gefährlicher Drohung, wie in der anonym versendeten mail offensichtlich getätigt wurde, ist klar zu verurteilen und abzulehnen. Dies hat Geschäftsführer Christoph Peschek bereits am Samstag klar kommuniziert. Ebenso verwehrt sich der SK Rapid, für jeden (anonymen) Spinner, der sich entweder tatsächlich oder vermeintlich dem Verein zugehörig oder verbunden fühlt, Verantwortung übernehmen zu müssen, was dem Verein aufgrund der damit verbundenen Berichterstattung defintiv Schaden zufügt. Selbstverständlich ist eine Anzeige bei einer solchen Bedrohung sinnvoll, hoffen wir auf rasche Aufklärung und setzen volles Vertrauen in die Arbeit der zuständigen Behörden.

Deutlich verwehren möchte sich der SK Rapid dem Vorwurf von Referee Dieter Muckenhammer, der Kapitän Stefan Schwab in einem TV-Interview "Charakterlosigkeit" mit der Begründung vorwarf, dass dieser nach dem 2:3 gegen Salzburg behauptet hätte, Muckenhammer hätte den unerlaubten Videobeweis als Entscheidungsgrundlage für die Aberkennung des vermeintlichen Ausgleichs herbeigezogen. Dies wurde von Stefan Schwab nachweislich nie behauptet, er wurde vielmehr nach Spielende mit diesem Gerücht konfrontiert und hat in der Mixed Zone lediglich bestätigt, dass dieses Gerücht zu diesem Zeitpunkt auch an ihn herangetragen wurde. Wie sich nach nächtlichem Studium der Videoaufzeichnung der vereinseigenen Analyse-Aufnahmen am letzten November-Wochenende gezeigt hat, erwies sich dieses Gerücht als völlig unhaltbar und haben wir darüber zahlreiche Medienvertreter ebenso aufgeklärt wie eine große Anzahl an Anhängern, die per e-mail forderten, gegen diesen vermeintichen Regelverstoß Einspruch zu erheben.

Jedem beim SK Rapid ist bewusst, dass die Tätigkeit der Unparteiischen eine sehr herausfordernde und schwierige Aufgabe ist und es immer Diskussionen um Schiedsrichterentscheidungen geben wird. Diese müssen selbstverständlich in einem möglichst sachlichen Rahmen bleiben. So waren auch die online nachzuhörenden Ausführungen von Kapitän Stefan Schwab keineswegs untergriffig. Dem SK Rapid ist es generell ein Anliegen, dass keine persönliche Kritik an Schiedsrichtern von Offiziellen, Trainern oder Funktionären öffentlich artikuliert wird, da die Referees nicht nur eine enorm wichtige Aufgabe zu erfüllen haben, sondern elementarer Bestandteil des Spiels sind. Umgekehrt darf man ebenso erwarten, dass auch Schiedsrichter fair und respektvoll mit den Spielern umgehen. Aufgrund der öffentlich zur Schau getragenen Aversion gegen unseren Kapitän gehen wir allerdings davon aus, dass Dieter Muckenhammer bei Matches des SK Rapid nicht mehr in offizieller Funktion zum Einsatz kommen wird.

Wir hoffen mit diesem Statement offensichtliche Missverständnisse und -interpretationen, auch bei Schiedsrichter Dieter Muckenhammer, aufklären zu können und werden zu diesem Thema keine über diese Aussendung hinausgehenden Stellungnahmen abgeben.

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