Fussball

Mert Müldür über Zustände in Italien: "Nach 18 Uhr heißt es aufpassen"

Von SPOX Österreich
Mert Müldür.

Mert Müldür befindet sich als Spieler von US Sassuolo Calcio in der Serie A inmitten der italienischen Corona-Krisengebiete. Nun erläuterte der Ex-Rapidler den Alltag eines Fußballprofis während der Ausgangssperre.

"Wir bekamen Übungen für zu Hause, aber das ersetzt natürlich bei Weitem keine Einheit. Doch derzeit denkt ohnehin jeder nur an die Gesundheit", sagte Müldür gegenüber der Krone. Vorerst ist der Wiederbeginn des Mannschaftstrainings für 24. März angesetzt. Dass sich die Lage in einer Woche allerdings ausreichend entspannt hat, darf bezweifelt werden.

"Die Stadt ist Sperrzone, man kommt weder rein noch raus", sagte Müldür, der in Modena lebt. "Ich muss nicht nur in meiner Wohnung hocken, Einkäufe im Supermarkt oder in der Apotheke sind weiterhin erlaubt."

Mert Müldür: "Abends gespenstisch ruhig"

Modena und Sassuolo liegen in Norditalien in der Provinz Emilia-Romagna. Hinter der Lombardei ist dies die am meisten vom Coronavirus betroffene Region Italiens. Mit Stand vom Dienstagmorgen sind etwas mehr als 3.000 Menschen in Emilia-Romagna mit dem Virus infiziert.

In Modena geht der 20-Jährige regelmäßig laufen oder spazieren. "Nach 18 Uhr heißt es aufpassen, dass man nicht nur zum Spaß draußen ist. Da wird auch kontrolliert. Es ist speziell abends gespenstisch ruhig, das war bis vor wenigen Tagen unvorstellbar."

Generell ist Müldür überrascht über den Zusammenhalt unter den Menschen. "Die Leute passen extrem auf, denken nicht nur an sich, sondern auch daran, andere nicht zu gefährden."

Müdlür wechselte im Sommer 2019 von Rapid für eine kolportierte Ablösesumme von fünf Millionen Euro zu Sassuolo. Seither kam der gebürtige Wiener, der zwei Länderspiele für die türkische Nationalmannschaft absolvierte, auf 13 Einsätze für den italienischen Erstligisten.

Mert Müldürs Leistungsdaten für Sassuolo Calcio 2019/20:

SpieleToreAssistsMinuten
12-1474
1--90
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