Fussball

Christian Fuchs vor Abschied bei Leicester City? Brendan Rodgers will Vertragsverlängerung

Von SPOX Österreich
Christian Fuchs.

Christian Fuchs hat bei Leicester City noch einen Vertrag bis kommenden Sommer. Trainer Brendan Rodgers versucht offenbar, den ehemaligen ÖFB-Teamkapitän ein weiteres Mal von einer Vertragsverlängerung zu überzeugen.

"Er weiß, dass er nicht viel spielen wird, aber kennt mein Vertrauen in ihn. Ich liebe es, mit ihm zu arbeiten", wird Rodgers von der Daily Mail zitiert. "Er ist taktisch sehr stark und kann mehrere Positionen spielen. Er trainierte die gesamte Saison über sehr gut."

Fuchs selbst ist zwiegespalten. Seine Frau lebt mit den gemeinsamen Kindern in New York, im Drei-Wochen-Rhythmus besucht sie der 33-Jährige für ein paar Tage. "Eigentlich wollte ich bereits im vergangenen Sommer zu meiner Familie in die USA ziehen, aber wegen Brendan Rodgers habe ich noch mal verlängert", erzählte Fuchs in einem Interview mit Socrates.

Und weiter: "Wie es dann weitergeht, weiß ich noch nicht. Das ist eine schwere Entscheidung, weil es mir in Leicester einerseits Spaß macht, aber andererseits wehtut, so viele wichtige Momente in der Entwicklung meiner Kinder zu verpassen."

Seinen Coach Rodgers, der in den kommenden Tagen und Wochen Gespräche über eine Vertragsverlängerung führen will, beschreibt Fuchs als "phänomenalen Trainer, sowohl taktisch als auch in Sachen Mannschaftsführung".

Leicester City unter Brendan Rodgers verwandelt

Der Nordire habe es geschafft, binnen kürzester Zeit Leicester von einer Konter- in eine Ballbesitzmannschaft zu verwandeln. "Schon jetzt spielen wir einen völlig anderen Fußball, der sowohl uns Spielern als auch den Fans extrem gut gefällt. Alle Spieler standen von Beginn an hinter ihm. Er achtet unglaublich gut auf die Bedürfnisse eines jeden", sagte Fuchs.

In der laufenden Saison kam Fuchs bislang auf 14 Einsätze, sechs in Pokal-Wettbewerben, acht davon in der Premier League. Meist war Ben Chilwell auf der Position links in der Viererkette gesetzt, Fuchs stand häufig nicht einmal im Kader. Der Linksverteidiger baute sich allerdings in den letzten Monaten und Jahren ein wahres Imperium für die Zeit nach seiner aktiven Karriere auf.

Neben seinem Modelabel #NoFuchsGiven betreibt er seit wenigen Monaten eine Fußball-Akademie in den USA, die allerdings auch Wurzeln in England und Österreich schlägt. "Es geht in Österreich um zusätzliches Training für talentierte Fußballer neben ihrem regulären Vereinstraining", sagte Fuchs. "Gegen Bezahlung bieten wir den Spielern Einheiten mit professionellen Trainern und gleichzeitig die Möglichkeitn, von Scourts großer Klubs entdeckt zu werden."

Christian Fuchs: Businessman, NFL-Profi in spe?

In den USA gibt es zudem eigene Jugendmannschaften bis in die U18 sowie eine semiprofessionelle Auswahl für Erwachsene. Gespielt wird auf dem Gelände eines stillgelegten Gefängnisses, sogar ein ehemaliger Wärter ist bei Fuchs' Akademie angestellt.

Die Anlage wird weiters auch für Footballteams genutzt, demnächst soll eine Akademie für Softball hinzukommen. Durch seinen Sohn kam Fuchs zudem auf die Idee, eine eSports-Akademie zu gründen. "Bei all diesen Projekten ist sehr viel Geld im Spiel, wodurch man automatisch eine große Verantwortung trägt - nicht zuletzt gegenüber der Familie. Auf dem Platz zu stehen, ist dann wie eine Befreiung", erklärte Fuchs sein "Doppelleben" als Fußballprofi und Unternehmer.

Nach der aktiven Karriere plant Fuchs weiterhin, als Kicker in der NFL spielen zu wollen. Er soll bereits gute Gespräche geführt haben, das Feedback der NFL-Verantwortlichen fiel positiv aus. "In Frage kämen für mich aber nur die New York Giants. Ich will nicht noch mal so weit weg sein von der Familie."

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