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Fussball

ÖFB-Legionär Aleksandar Dragovic: "Viel mehr möglich, als sich 'nur' für die WM zu qualifizieren"

Von SPOX Österreich
Aleksandar Dragovic.

Für ÖFB-Legionär und Roter-Stern-Belgrad-Kicker Aleksandar Dragovic steht am Donnerstag das Hinspiel im Europa-League-Achtelfinale bei den Glasgow Rangers auf dem Programm. Im Vorfeld äußerte sich der mittlerweile 31-Jährige zu den WM-Chancen Österreichs, seiner Vertragssituation und dem verheerenden Krieg in der Ukraine.

"Dass die jüngere Vergangenheit nicht top war, wissen wir. Dennoch haben wir jetzt ein Endspiel, und wir werden in Wales unser Bestes geben. Ich hoffe, dass an diesem Tag jeder in seiner Höchstform ist und wir auch ein bisschen Glück haben, denn heutzutage entscheiden im Fußball kleine Details. Ich weiß, wie viel Qualität in unserer Mannschaft steckt. Wenn jeder 100 Prozent gibt, braucht man sich keine Sorgen machen, dann habe ich keine Angst - vor keinem Gegner. Die Frage ist nur, ob auch jeder an diesem Tag diese 100 Prozent abrufen kann", sagte Dragovic gegenüber Laola vor dem Ende März anstehenden WM-Playoff in Wales.

"Wenn wir uns qualifizieren, müssten wir auch dran bleiben. Dann wollen wir dort für Furore sorgen, und nicht einfach nur dabei sein und schauen, wie es in Katar so ist. Ich weiß, dass mit der Qualität unserer Mannschaft noch viel mehr möglich wäre, als sich "nur" für die WM zu qualifizieren", betonte der ehemalige Leverkusen-Verteidiger weiter.

Mögliche Playoff-Finale für ÖFB erst im Juni

Sollte das Spiel in Cardiff am 24.03. gewonnen werden, dann kommt es zum finalen Playoff-Match gegen entweder Schottland oder die Ukraine - allerdings erst im Juni, da jenes Duell aufgrund der andauernden russischen Invasion in der Ukraine verlegt wurde. Dragovic kickte von 2013 bis 2016 für Dynamo Kiew, ehe der Wechsel nach Leverkusen zustande kam.

"Was da abgeht, ist eine Katastrophe. Es sterben Menschen. Am liebsten wäre mir, dass das jetzt in diesem Moment aufhört. Denn niemand braucht Krieg", zeigte sich der Abwehrspieler entsetzt und erinnerte sich an den Konflikt 2014 zurück: "Wir hätten damals gegen Valencia spielen sollen, sind am Trainingsgelände, schalten den Fernseher ein und da brennt die Innenstadt. Da hatte jeder eine ähnliche Angst, wie es weiter geht, wie später angesichts der Ungewissheit mit Corona. Ich habe überlegt, ob ich nach Österreich aufbrechen soll oder nicht. Plötzlich kommen viele Fragen auf. Das war sicher keine angenehme Phase. Was ich betonen möchte: Hut ab, wie gut sich der Verein damals um uns gekümmert hat. Wobei man das damals ja zum Glück nicht mit dem aktuellen Krieg vergleichen kann. Was gerade abgeht, ist ein Wahnsinn!"

Dragovic: "Das geilste Gefühl"

Für Aleksandar Dragovic läuft es derzeit persönlich bei Roter Stern Belgrad sehr gut. Zwei Punkte fehlen auf Spitzenreiter Partizan, das spektakuläre Derby wurde vor Kurzem mit 2:0 gewonnen. "Ich habe immer gesagt, dass es mein Ziel ist, einmal für Roter Stern zu spielen - am besten vor vollem Haus in einem Derby mit einem Sieg. Das war das geilste Gefühl, das ich je erlebt habe", erklärte der gebürtige Wiener und fügte hinzu: "Daher mache ich mir jetzt überhaupt keine Gedanken, was im Sommer oder in den nächsten Jahren passiert, sondern denke von Tag zu Tag, Training zu Training und Spiel zu Spiel."

Ein Verbleib in Serbiens Hauptstadt scheint somit vorstellbar. Auf Zukunftspläne angesprochen, reagierte der ÖFB-Kicker zurückhaltend. "Natürlich: Ein guter Drago in guter Form ist für viele Vereine interessant. Dennoch: Ich werde immer für den Verein, bei dem ich unter Vertrag stehe, mein Bestes geben. Das war schon bei Leverkusen, Leicester, Kiew, Basel und der Austria so. Solange ich bei Roter Stern unter Vertrag bin, gebe ich alles für den Verein", ergänzte er.

 

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