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Fussball

Effizienz schlägt Courage: Rapid Wien muss knappe und bittere Pleite gegen Arsenal einstecken

Von SPOX Österreich
Thomas Partey und Taxi Fountas

Zum Auftakt der Europa-League-Gruppenphase verkaufte sich der SK Rapid gegen Arsenal teuer: Die Hütteldorfer gingen gegen den Premier-League-Klub sogar mit 1:0 in Führung, mussten sich in den letzten 30 Minuten aber dennoch mit 1:2 geschlagen geben. Schließlich agierte die Elf von Dietmar Kühbauer äußerst couragiert und giftig, jedoch fehlte vor dem Kasten ein wenig die Effizienz.

Im ersten Durchgang waren die Anweisungen von Arsenal-Coach Mikel Arteta noch lauter als sonst. Rapid bot den Londonern die Stirn, sorgte für eine intensive, zerfahrene Partie, in der Arsenal keine Akzente setzen konnte.

Erst nach 15 Minuten klopfte Arsenal zum ersten Mal am Rapid-Tor an, Richard Strebinger hielt einen Kopfball von David Luiz aber souverän. Die erste ganz große Chance der Partie hatte Rapid fünf Minuten später: Kelvin Arase schob den Ball in den Strafraum und Marcel Ritzmaier traf beinahe per Ferse - DFB-Tormann Bernd Leno konnte nur im Nachfassen parieren.

Auch die zweite Möglichkeit nach 33 Minuten gehörte Rapid - Thomas Partey konnte Taxiarchis Fountas den Ball erst im letzten Moment in einer Kontersituation an der Strafraumgrenze vom Fuß spitzeln.

Kurz vor der Pause klingelte es dann fast wirklich im Tor der Nordlondoner: Ercan Kara drehte sich im Strafraum stark um die eigene Achse und zirkelte den Ball nur knapp am langen Eck vorbei.

Fountas mit der Führung, Artetas Joker stechen

Bitter für Rapid: Sekunden nach Wiederanpfiff hätte Arsenal-Youngster Eddie Nketiah nach einem Ellbogenstoß gegen Filip Stojkovic mit Gelb-Rot vom Platz fliegen müssen - Dietmar Kühbauer echauffierte sich zurecht.

Nach 50 Minuten ging Rapid schließlich verdient in Führung: Nach einem furchtbaren Fehler von Leno im Spielaufbau schob Fountas den Ball problemlos ins Tor.

In Folge wurde Arteta, der seine Mannschaft dauerhaft mit Instruktionen beschallte, die Lage zu kritisch: Star-Stürmer und Kapitän Pierre-Emerick Aubameyang kam für Nketiah ins Spiel.

Arsenal gewann in Folge Zugriff auf das Spiel, der Ausgleich folgte aber erst durch eine Standardsituation: Nicolas Pepe mit der Hereingabe, Richard Strebinger schwach im Herauslaufen und Luiz mit dem Kopfball ins leere Tor (70.).

Nur Momente später hatte Rapid Riesen-Pech: Leno und Luiz legten Fountas den Ball nach einem katastrophalen Missverständnis vor die Füße, doch der Grieche vergab die Großchance auf die erneute Führung.

Die fehlende Kaltschnäuzigkeit wurde bestraft und Artetas Händchen belohnt: Der eingewechselte Bellerin legte quer auf den ebenfalls eingewechselten Aubameyang und plötzlich führten die Gunners in Hütteldorf mit 2:1.

Arsenals Abgebrühtheit und Erfahrung ließ Rapid in der finalen Phase nicht mehr zurück ins Spiel. Arsenal feierte einen 2:1-Auswärtssieg zum Europa-League-Auftakt, die Wiener hätten sich aber zumindest ein Unentschieden verdient.

Stimmen zum 1:2

Dietmar Kühbauer (Rapid-Trainer): "Wir haben auf unglaublich gutem Niveau gespielt und sehr wenig zugelassen. Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen, wenn überhaupt. Die eine oder andere Entscheidung des Schiedsrichters war nicht zu verstehen. Er hat es nicht gepfiffen und uns damit nicht geholfen. Ich bin unglaublich zufrieden mit der Mannschaft, aber glücklich wäre ich gewesen, wenn wir uns belohnt hätten. Beim 1:1 kommt Strebinger zu spät, aber das passiert im Fußball. Arsenal ist mit der ersten Chance zurück ins Spiel gekommen."

Dejan Ljubicic (Rapid-Kapitän): "Wir haben es in der ersten Hälfte sehr gut gemacht und auch in der zweiten Hälfte gut begonnen. Aber dann kommt so eine Top-Mannschaft, die brauchen nicht viele Chancen. Nichtsdestotrotz haben wir eine gute Leistung geboten. Bei unserem Tor habe ich gedacht, das Stadion ist voll. Wir müssen das Spiel jetzt abhaken und konzentrieren uns auf das nächste Match gegen den WAC. Wir können in dieser Gruppe weiterkommen."

Marcel Ritzmaier (Rapid-Spieler): "Die Enttäuschung ist sehr groß. Wir wollten uns dagegenstemmen und haben das in den ersten 60 bis 70 Minuten auch gut geschafft, aber dann hat man die Qualität von Arsenal gesehen. Wir haben ein richtig gutes Spiel abgeliefert. Im Großen und Ganzen können wir positiv zurückblicken."

Mikel Arteta (Arsenal-Trainer): "Rapid war gut organisiert und sehr engagiert. Das Gegentor hat das Spiel kompliziert gemacht, aber wir haben gut reagiert. Wir hatten die Chance, zu rotieren, und sind glücklich, gewonnen zu haben."

Europa League Tabelle der Gruppe B

Platz

Team

Sp

S

U

N

T:GT

Punkte

1.

Arsenal

1

1

0

0

2:1

3

.

Molde FK

1

1

0

0

2:1

3

3.

Dundalk FC

1

0

0

1

1:2

0

.

Rapid Wien

1

0

0

1

1:2

0

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