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Zukunft von Andreas Herzog bei Israel noch nicht entschieden

Von APA
Andreas Herzogs Zukunft ist weiterhin offen

Die Chance auf die direkte EM-Qualifikation ist für die israelische Nationalmannschaft schon vor dem Heimspiel am Samstag (20.45 Uhr) gegen Tabellenführer Polen dahin. Die Auswahl von Teamchef Andreas Herzog darf unabhängig vom Ausgang der Partie in Jerusalem aber mit einem Platz im Nations-League-Play-off rechnen, über das im März 2020 die letzten vier EM-Tickets vergeben werden.

Die Play-off-Teilnahme könnte sogar bereits vor Spielbeginn in Jerusalem feststehen - wenn in anderen Gruppen am Freitagabend Finnland Liechtenstein besiegt und Schweden in Rumänien gewinnt. Ob Herzog nächstes Jahr noch Israels Nationaltrainer ist, ist aber noch nicht endgültig gesichert. Von einer entsprechenden Option habe der Verband laut Angaben des Wieners noch nicht Gebrauch gemacht.

Herzog befindet sich allerdings weiterhin in Gesprächen. Verabscheiden würde er sich selbst sicher nicht aus professionellen, sondern höchstens aus familiären Gründen, betonte Österreichs Rekordteamspieler vor dem Polen-Spiel in einer Pressekonferenz. "Es ist immer noch die gleiche Situation. Auf der einen Seite möchte ich bleiben." Sportdirektor Willi Ruttensteiner habe zukunftsträchtige Programme ins Leben gerufen. "Es sind viele aufregende Dinge, die hier in Israel passieren. Das ist etwas, das für mich für die Zukunft interessant sein könnte. Auf der anderen Seite ist meine familiäre Situation dieselbe. Ich habe noch keine endgültige Entscheidung getroffen."

Vorerst gelte der volle Fokus Polen und dem folgenden Auswärtsspiel zum Abschluss der Österreich-Gruppe G am Dienstag in Nordmazedonien - laut Herzog zwei Chancen, sich im Hinblick auf die "Schlüsselspiele" in den Play-offs im März weiterzuentwickeln. Ihre Gegner dort würden die Israelis nächsten Freitag (22. November) erfahren. Dann werden in Nyon die vier Vierer-Turniere im K.o.-Modus ausgelost.

Andreas Herzog: "Wir alle haben Fehler gemacht in dieser Qualifikation"

"Natürlich habe ich im Kopf, dass wir gute Chancen haben, uns für die Nations League (Play-offs) zu qualifizieren", sagte Herzog. Es sei für ihn aber wichtig zu sehen, wie sein Team in den beiden Partien gegen Polen und Nordmazedonien reagiere. "Wir alle haben Fehler gemacht in dieser Qualifikation", sagte der 51-Jährige. "Aber diese zwei Spielen gegen gute Teams sind sehr interessant, um zu sehen, ob wir etwas gelernt haben."

Herzog betreut die Israelis seit Sommer 2018. Nach einem starken Start samt Heimsieg gegen Österreich (4:2) holte sein Team aber neben zwei Pflichtsiegen gegen das punktlose Schlusslicht Lettland in der EM-Quali nur noch daheim gegen Nordmazedonien (1:1) einen Zähler. Für eine EM hat sich Israel bisher noch nie qualifiziert. Die letzte Teilnahme an einem großen Turnier, der WM 1970, liegt fast 50 Jahre zurück.

Die Polen dagegen sind regelmäßiger Gast bei Großereignissen. Für das paneuropäische Turnier 2020 ist der Leader bereits qualifiziert, mit einem Sieg in Israel hätte man auch den Gruppensieg in der Tasche. Teamchef Jerzy Brzeczek kann zudem an der Weiterentwicklung seines im Quali-Verlauf immer wieder kritisierten Teams arbeiten. "Wir müssen die Spielweise und das Spieltempo verbessern", erklärte der frühere Österreich-Legionär.

Slowenien peilt nach dem 0:1 im Oktober gegen Österreich am Samstag (18.00 Uhr) in Ljubljana gegen Lettland einen Sieg an. EM-Chancen sind aber nur noch rechnerisch vorhanden. Die Slowenen müssten auf Niederlagen des ÖFB-Teams gegen Nordmazedonien und Lettland sowie einen folgenden Punkteverlust der Nordmazedonier gegen Israel hoffen. Dazu müssten sie selbst nach Lettland auch Polen auswärts schlagen. Das Play-off scheint für Österreichs südlichen Nachbarn, bei dem erstmals Hartberg-Legionär Rajko Rep im Kader steht, aufgrund der schlechten Performance in der Nations League im Herbst 2018 außer Reichweite.

EM-Quali, Tabelle in Gruppe G

PlatzTeamSpieleTorePunkte
1Polen813:219
2Österreich817:716
3Israel815:1511
4Nordmazedonien810:1111
5Slowenien813:8
11
6Lettland81:270
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