Fussball

Stefan Lainer: Marco Rose? "Bekomme weniger von ihm mit“

Von SPOX Östereich
Stefan Lainer.

Stefan Lainer hat sich in einem Interview über die Trainings unter Marco Rose bei Borussia Mönchengladbach geäußert. Der 27-Jährige erklärte, dass sein Team bewusst unfair behandelt wird, um in Matches besser mit Fehlentscheidungen umzugehen. Seinen Transfer nach Deutschland trotz verpasster Champions League findet er "richtig".

Trainer Rose wechselte im vergangenen Sommer von Serienmeister Red Bull Salzburg zur Borussia. Mit Lainer nahm er einen Dauerläufer auf der Position des Außenverteidigers mit. Für kolportierte 12,5 Millionen Euro verließ der gebürtige Salzburger seine Heimat.

Rose kannte Lainer aus seiner zweijährigen Tätigkeit bei den Bullen bestens und schenkte ihm auch in der deutschen Bundesliga gleich von Beginn an das Vertrauen. Lainer gab nun Einblicke in die Zusammenarbeit mit seinem Coach und Mentor.

"Marco Rose nimmt eine Niederlage nicht so einfach hin", sagte er im Interview mit der Sportbild. "Die jeweilige Trainingswoche danach ist nicht so angenehm. In den Besprechungen sagt er jedem Spieler sehr genau und direkt, was ihm nicht gefallen hat."

Und weiter: "Er macht klar, dass er jede Woche 100 Prozent erwartet. Marco Rose ist nie voll zufrieden. Diese Haltung erwartet er auch von seinen Spielern."

Gladbach: Bewusste Fehlentscheidungen im Training

Um mit den Emotionen aus Pflichtspielen besser umgehen zu können, werden die Gladbach-Spieler im Training aktiv benachteiligt und damit "zweifelhafte" Schiedsrichter-Entscheidungen getroffen. "Unser Co-Trainer Alexander Zickler übersieht schon mal das Abseits. Dann wird erwartet, dass wir die Situation annehmen und nicht meckern oder winken", erklärte Lainer.

Zu der neuen Anweisung an die Schiedsrichter, gegen Reklamieren, Schimpfen und Protestieren von Spielern oder Trainern strikter vorzugehen, sagte Lainer, man müsse die "Entscheidungen akzeptieren". Er verstehe auch, "wenn bei unnötigen und überharten Fouls konsequenter durchgegriffen wird".

Der 27-Jährige sagte weiter: "Aber beim Meckern wünsche ich mir mehr Fingerspitzengefühl. Mir wird da jetzt zu viel dramatisiert. Es ist aus meiner Sicht kein fehlender Respekt, wenn man aus der Emotion heraus auch mal lauter wird."

Dabei fiel gerade Trainer Rose den Unparteiischen mit seiner energischen Art ungut auf. Drei Gelbe Karten sammelte der 43-Jährige bereits in dieser Saison, nach der vierten wird er für ein Spiel gesperrt.

"Ich denke, dass er schon ruhiger ist als in Salzburg", sagte Lainer. "Auf jeden Fall bekomme ich weniger von ihm mit, was auch daran liegen kann, dass es in den Stadien viel lauter ist als in Österreich."

Stefan Lainer: Gladbach-Transfer "nächster Schritt"

Dass Lainer durch seinen Wechsel in die deutsche Bundesliga ein erstmaliges Antreten von Red Bull Salzburg in der UEFA Champions League verpasste, ärgert Lainer wenig.

"Dennoch wollte ich im Sommer den nächsten Schritt machen. Nun spiele ich bei einem großen Klub in einer der Top-Ligen Europas", sagte Lainer. "Der Wechsel war daher richtig."

Lainer absolvierte bislang 26 Pflichtspiele im Dress von Borussia Mönchengladbach. Dabei gelang ihm bislang ein Treffer sowie drei Torvorlagen.

Stefan Lainer: Leistungsdaten bei Salzburg, Gladbach

SaisonVereinSpieleScorer-PunkteEinsatzminuten
2019/20Borussia Mönchengladbach2642.263
2018/19Red Bull Salzburg43103.811
2017/18Red Bull Salzburg55134.741
2016/17Red Bull Salzburg45193.530
2015/16Red Bull Salzburg2851.861
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