Fussball

Der ultimative Guide für den ersten Stadionbesuch

Von SPOX Österreich
© ADOBE.STOCK / BILDERSTOECKCHEN

Die Bundesliga geht in die heiße Phase und da kocht natürlich auch die Stimmung in den Stadien hoch. Für Fußballfans eine optimale Gelegenheit, um ihre Mannschaft live zu sehen und zum Sieg anzufeuern. Sicherlich gibt es dabei auch den einen oder anderen Fan, der unabhängig von Alter und Geschlecht das erste Mal ein Bundesliga-Spiel live miterlebt.

Für die einen gehören regelmäßige oder sogar wöchentliche Stadionbesuche bereits fest zum Alltag. Doch viele andere lassen sich von den hohen Kosten, weiten Fahrtwegen oder Negativschlagzeilen abschrecken. Immer wieder kommt es zu Ausschreitungen oder Gewaltszenen zwischen radikalen Fans. Allerdings wird das Bild in der Öffentlichkeit durch die Medien verzerrt. Denn berichtet wird natürlich nur, wenn es entsprechende Vorfälle gibt - nicht aber über die Mehrzahl der Spiele, bei denen die Fans friedlich in einzigartiger Atmosphäre dem Match beiwohnen. Szenen wie die Prügelei zwischen Anhängern des TSV 1860 München und des SV Waldhof Mannheim wie vor wenigen Tagen sind eher die Ausnahme als die Regel und betreffen in den meisten Fällen ausschließlich Ultras.

Zumindest in Deutschland gibt es also keinen Grund, sich von einem Besuch im Stadion abschrecken zu lassen. Im Gegenteil: Die Stimmung bei einem solchen Live-Fußballspiel ist einmalig und keine Fernsehübertragung kann diese realistisch abbilden. Ein Erlebnis also, das jeder Fußballfan mindestens einmal in seinem Leben machen sollte!

Heimspiel oder Auswärtsspiel?

Wer Fan der heimischen Mannschaft ist, für den bietet sich natürlich die Anwesenheit bei einem Heimspiel an. Dadurch bleiben die Fahrtwege kurz und die Fahrtkosten niedrig. Zugleich ist die Stimmung bei Heimspielen oft noch besser als bei Auswärtsspielen, da die Fans der eigenen Mannschaft in der Überzahl sind und das gemeinsame Jubeln, Singen & Co somit noch emotionsgeladener ist. Stadionbesucher, deren Lieblingsteam sein Heimatstadion weiter entfernt hat oder die eben doch lieber zu einem Auswärtsspiel gehen, weil es sich beispielsweise um ein extrem interessantes Match wie das historische 4:0 Championsleague-Rückspiel zwischen Liverpool und Barcelona handelt, können hingegen einen Trip mit mindestens einer Übernachtung planen.

Der Stadionbesuch als (Wochenend-) Reise

Angenommen, die Fahrtzeit zum Stadion überschreitet eine Dauer von etwa drei Stunden, so ist die An- und Rückreise am gleichen Tag nämlich sehr anstrengend. Außerdem wollen die Fans nach einem gewonnenen Spiel natürlich auch noch gebührend feiern und die Straßen oder öffentlichen Verkehrsmittel sind unmittelbar nach dem Schlusspfiff überfüllt. Sinnvoller kann es daher sein, sich eine Unterkunft in der Nähe des Stadions zu nehmen und zu Fuß zum Spiel zu gehen. Dann steht dem einen oder anderen Bier vor, während oder nach dem Spiel auch nichts im Weg.

Sogar größere Reisen wie jene nach Spanien oder England lassen sich mit einem Stadionbesuch verbinden. Wer kann, hängt dann direkt einige Tage dran und erkundet noch ein wenig die Stadt oder legt sich entspannt an den Strand. In solchen Fällen darf natürlich ein Schnappschuss für die Grußkarte nicht fehlen, die mit einem Erinnerungsfoto an die Daheimgebliebenen gesendet werden und als Andenken an den ersten Stadionbesuch dienen kann. Als Zwischenfazit lässt sich also festhalten: Was es für einen gelungenen ersten Besuch im Stadion braucht, ist ausreichend Zeit, Bier sowie eine Kamera.

Das richtige Match auswählen

Das ist aber natürlich noch nicht genug. Um ein ganz besonderes Erlebnis zu haben, sollte das Spiel richtig ausgewählt werden. Schließlich gibt es Begegnungen, die von Vornherein viel Aufregung, eine tolle Stimmung und zahlreiche Tore vermuten lassen. Dazu gehören klassische Derbys wie Arsenal gegen Tottenham, AC gegen Inter Mailand oder natürlich FC Bayern München gegen 1860. Schlussendich gehört aber natürlich auch immer ein wenig Glück dazu, um ein Highlight wie das jüngste 3:4 zwischen Leverkusen und Köln zu erleben.

Allerdings gibt es auch sogenannte "Risikospiele", wo ein hohes Gewaltpotenzial sowie die Gefahr von Hooligans, Pyro & Co herrscht. Dazu gehören beispielsweise hitzige Duelle wie das Revierderby des BVB gegen Schalke oder das Rheinderby, welches am Wochenende wegen des Sturmtiefs abgesagt werden musste. Solche Begegnungen sollten beim ersten Stadionbesuch vermieden werden. Das gilt vor allem, wenn Kinder mit dabei sind. Zwar unternimmt die Bundesliga viele Maßnahmen für mehr Sicherheit im Stadion, dennoch kommt es gerade bei solchen Spielen immer wieder zu Ausschreitungen - wie die bereits erwähnten Schlagzeilen beweisen.

Auf das Stadion kommt es an

Zudem leidet unter einer zu hitzigen Spannung zwischen den Fans die Atmosphäre. Diese soll schließlich positiv geprägt sein und nicht durch gegenseitige Beleidigungen oder ähnliches Fehlverhalten. Auch das Stadion spielt also eine große Rolle, wenn es darum geht, einen erfolgreichen ersten Tag als Live-Zuschauer zu erleben. Denn es gibt Stadien, die sind für ihre Sicherheit sowie ihre hervorragende Stimmung bekannt. Dazu zählt zum Beispiel das Freiburger Schwarzwald-Stadion mit gerade einmal rund 24.000 Plätzen. Dennoch sorgen die Fans auf den Rängen bei quasi allen Spielen für eine mitreißende Stimmung. Selbst die Anhänger der gegnerischen Mannschaft werden freundschaftlich empfangen und auch die Köstlichkeiten vor Ort werden vielfach gelobt. Wenn dann Freiburg wie am vergangenen Samstag gegen Hoffenheim auch noch einen Sieg einfährt, gibt es für die Fans kein Halten mehr - im positiven Sinne.

Aber auch das Bremer Weser-Stadion gehört zu den sichersten und stimmungsvollsten in ganz Deutschland, ebenso wie der Borussia-Park in Mönchengladbach. Wer hingegen den absoluten Wow-Effekt sucht, wenn es um die Stimmung geht, wird in den Heimatstadien von Schalke und Köln fündig, wo regelmäßig Hymnen und Choreographien mit voller Leidenschaft präsentiert werden.

Die stimmgewaltigsten Stadien der Welt

Für einen gelungenen ersten Stadionbesuch muss es also nicht unbedingt die Bundesliga sein. Stattdessen können Matches der 2. Liga genauso spannend sein wie internationale Begegnungen. Neben den Mannschaften selbst und dem Spielverlauf entscheidet demnach das Stadion zu großen Teilen über die Stimmung. Zusätzlich zu den bereits aufgeführten Stadien sind dabei vor allem folgende nationale sowie internationale Fußballstadien bekannt und beliebt. Zu den stimmgewaltigsten und meistbesuchten Stadien für einen unvergesslichen ersten Besuch gehören demnach:

Der Signal Iduna Park von Borussia Dortmund zählt durchschnittlich 81.132 Zuschauer pro Spiel und ist damit das meistbesuchte Stadion überhaupt. Der Tabellendritte sorgt zudem bei beinahe jedem Spiel für endlose Spannung und somit ist Dortmund eine hervorragende Anlaufstelle für "Erstbesucher". Aber auch der FC Bayern München liegt mit rund 75.000 Zuschauern pro Match nur knapp dahinter. Die Allianz Arena bietet aber erfahrungsgemäß bei Spielen am Mittwoch eine bessere Stimmung als an einem Samstag - vor allem natürlich, wenn es sich um die Champions League handelt. Wer also kann, geht unter der Woche ins Stadion. Wer hingegen den Stadionbesuch mit einer internationalen Reise verbinden möchte, dem empfehlen sich Old Trafford in Manchester oder Camp Nou in Barcelona mit ebenfalls über 70.000 Besuchern pro Spiel.

Tipps für den Besuch mit Kindern

Handelt es sich (auch) für das Kind um den ersten Stadionbesuch, steht die Sicherheit natürlich erst recht an oberster Stelle. Dann allerdings empfiehlt es sich, eher ein nahegelegenes Stadion zu wählen als eine weite Reise zu unternehmen. Zudem könnten kleine Stadien eine bessere Wahl sein, damit das Kind keine Angst vor den Menschenmassen bekommt - sozusagen ein sanfter Einstieg in die Live-Welt des Fußball. Spiele aus der zweiten oder dritten Liga sind dafür hervorragend geeignet.

Außerdem sollten die Eltern ihre Kinder realistisch einschätzen, ob diese alt genug für die Erfahrung sind und wie sie eventuell auf Fangesänge, Lärm & Co reagieren. Sinnvoll ist es in jedem Fall, die Fankurven mit großem Gedränge, Stehplätzen und Gästeblocks zu meiden. Auf den Sitzplätzen, die ein wenig abseits liegen, ist die Stimmung zwar immer noch gut, für Kinder - und auch erwachsene Erstbesucher im Stadion - aber weniger furchteinflößend. Die Kinder dürfen zudem niemals unbeobachtet bleiben oder sogar alleine durch das Stadion laufen. Dann wird die Sicherheit in deutschen Stadien eigentlich durchweg als sehr hoch eingestuft und die Kinder sowie ihre Eltern können ein tolles gemeinsames Abenteuer erleben. Auch hier gilt natürlich: Kamera nicht vergessen!

 

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