Was sich bei China im Hinblick auf Olympia ändern muss

Von SPOX Österreich
© getty

Als Gastgeber der diesjährigen Basketball-WM hatte sich die chinesische Nationalmannschaft sicher mehr ausgerechnet. Nach den drei Vorrundenspielen muss die Mannschaft in die Platzierungsrunde. Dabei lagen die Hoffnungen neben der Mannschaft vor allem auf dem griechischen Assistenztrainer Yannis Christopoulos. Doch auch dessen internationale Erfahrung konnte die Unterlegenheit der Chinesen nicht wett machen. Wir werfen einen Blick auf das bisherige Turnier des Gastgebers.

Platzierungsrunde trotz Losglück

Als die Vorrundengruppen für das Turnier ausgelost wurden, hatte die chinesische Delegation einiges zu jubeln. Die Gruppe mit Polen, Venezuela und der Elfenbeinküste kann als Losglück bezeichnet werden. So ging es trotz einer durchwachsenen Vorbereitung mit gewissen Hoffnungen auf die Zwischenrunde in das Turnier - immerhin war der Ex-NBA-Profi Yi Jianlian mit von der Partie. Vor 19.000 enthusiastischen Fans, darunter auch ehemalige NBA-Größen wie Yao Ming oder Dirk Nowitzki gewann die Mannschaft das Auftaktspiel gegen die Elfenbeinküste.

Auch im zweiten Spiel gegen Polen sah es zunächst gut aus, doch nach einem katastrophalen zweiten Viertel, liefen die Chinesen bis zum Schluss einem Rückstand hinterher. Als der Gastgeber dann auch im entscheidenden letzten Gruppenspiel gegen Venezuela enttäuschte, war das frühe Ausscheiden besiegelt . In der Platzierungsrunde muss die Mannschaft nun gegen andere Starke Teams wie Deutschland, Türkei oder Kanada um ein Ticket für Olympia kämpfen.

WM sollte zur Initialzündung für den Basketballmarkt werden

Die Initiatoren der WM versprachen sich den nächsten großen Basketball-Boom in China. Seitdem Yao Ming das Land auf die Karte der NBA gesetzt hat, reißen sich die Franchises um den riesigen Markt in Fernost. Über 400 Millionen Menschen spielen nach Informationen des Tagesspiegels Basketball in China. Es steht außer Frage, dass hier ein riesiges Potenzial schlummert. Allerdings geht es zunächst darum, funktionierende Infrastrukturen, wie in Europa oder den USA zu schaffen.

Betway Sport hat sich näher mit der FIBA-WM beschäftigt und zeigt in einer interaktiven Infografik, dass bis auf Argentinien 1950 noch keine Mannschaft geschafft hat, den Titel als Gastgeber zu gewinnen. Trotzdem ist das frühe Ausscheiden der Chinesen ein Rückschlag in den Bemühungen zu den Topnationen aufzuschließen. Immerhin wurden bereits auf Liga-Ebene Milliarden in den chinesischen Basketball investiert. Nur gingen viele der Gelder an alternde Stars aus der NBA, sodass die Nachwuchsförderung ein wenig verschlafen wurde. Doch mittlerweile wird auch bei den Vereinen einiges in die jungen Spieler investiert.

Wenn es den Chinesen noch gelingen sollte, das Ticket für die Olympischen Spiele in Japan 2020 zu lösen, könnte der Hype doch noch einmal entfacht werden. Allerdings müssten dafür weiter grundlegende Veränderungen passieren.

 

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