Top-Ten der Boxfilme
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DorfMaradona schrieb am 01.08.2010 19:37 Uhr
Wer erinnert sich nicht an den auf Schweinehälften prügelnden Sylvester Stallone. Rocky Balboa ist eine Filmfigur, aber inspiriert wurde sie durch Chuck Wepner, der sich einst grandios gegen Muhammad Ali schlug.
1. Titel: Rocky (1976) Boxer: Rocky Balboa (fiktiv) Darsteller: Sylvester Stallone, Talia Shire, Burt Young, Carl Weathers Regie: John G. Avildsen Preise: 3 Oscars (Beste Regie, Bester Schnitt und Bester Film) Entstehung: Die Entstehungsgeschichte von Rocky ist quasi eine Analogie zum filmischen Plot. Die Geschichte des Underdogs, der sich nach oben kämpft. Sylvester Stallone war 1975 ein verarmter Schauspieler und Drehbuchautor. Der Kampf Muhammad Ali gegen Chuck Wepner inspirierte Stallone, lieferte die Idee für den Film. Der Underdog Wepner hatte es damals als 36-Jähriger Herausforderer geschafft Muhammed Ali in der neunten Runde zu Boden zu schlagen. Anschließend hatte er zwar verloren, aber über die volle Distanz durchgehalten. Handlung: Boxweltmeister Apollo Creed ist der Gegner ausgefallen. Kurzerhand kommt er auf die Idee am amerikanischen Unabhängigkeitstag einem Amateur aus Philadelphia die Chance zu geben gegen ihn anzutreten. Man wählt den erfolglosen Boxer Rocky Balboa aufgrund seiner Kampfnamens "The Italian Stallion" aus. Der Underdog, der sich bisher als Geldeintreiber und Fabrikarbeiter durchgeschlagen hat, erkennt die Chance und bringt den Champion Apollo Creed überraschend in Verlegenheit. Zwar gewinnt der Weltmeister, doch das Publikum feiert Rocky. Fazit: Rocky ist wohl die Mutter aller Boxfilme! Der Plot war nicht neu und sehr einfach gehalten. Aber gerade durch diese klare und direkte Art zeigt der Film seine Wirkung. Wer erinnert sich nicht an die Szene, in der Stallone auf das gefrorene Fleisch im Lagerraum schlägt, seine Handknöchel sollen noch heute Spuren von den zigfach wiederholten Takes tragen. Einige Zitate bleiben ebenfalls unvergessen: "Wenn ich beim Läuten vom Schlussgong immer noch stehe, dann werde ich zum ersten Mal in meinem Leben wissen, dass ich nicht nur irgendein Penner, ein niemand bin" oder auch die Binsenweisheit: "Bumsen macht die Beine schwach!" 2. Titel: Raging Bull (1980) Boxer: Jake La Motta (83-19-4) Darsteller: Robert De Niro, Joe Pesci, Cathy Moriarty Regie: Martin Scorsese Preise: 2 Oscars (Bester Hauptdarsteller und Bester Schnitt) Entstehung: Das reale Vorbild für den Film war "The Bronx Bull" oder eben "The Raging Bull" Jake La Motta. Der amerikanische Mittelgewichtschampion (1949-1951) wurde vom Ring Magazine zum Boxer mit den besten Nehmerqualitäten der Geschichte gewählt. Den Weltmeistertitel gewann La Motta gegen den Franzosen Marcel Cerdan. 1951 verlor er den Titel schließlich an Sugar Ray Robinson, gegen den er insgesamt sechs Kämpfe (fünf Niederlagen) bestritt. Seine Autobiographie diente als Grundlage für den Film, La Motta war auch als Berater für den Film beteiligt. Handlung: Jake La Motta versucht zunächst auf ehrliche Weise Box-Karriere zu machen. Dann lässt er sich jedoch mit der Mafia ein, die ihn erst zwingt absichtlich zu verlieren und dann hilft ihn zum Weltmeister zu machen. Sein Privatleben ist dabei eine einzige Katastrophe, von Gewalt und Misstrauen geprägt, vertreibt er seine Frau und seinen Bruder und endet verarmt. Fazit: Der Film zeigt schonungslos und bildgewaltig den Aufstieg und Fall eines Antihelden. Falsch verstandener Männlichkeit, die Aggressivität und Wut des La Motta - das alles bringt Scorsese meisterhaft auf die Leinwand. Raging Bull ist nicht nur ein brillanter Boxfilm, er ist ein brillanter Film. De Niro spielt die gewalttätigen und naturalistisch in Szene gesetzten Boxkämpfe überzeugend, noch besser ist sein psychologisches Spiel. Ein dunkler Film, ein verstörendes Meisterwerk! |
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01.08.2010 | 19:40 Uhr
DorfMaradona :
6. Titel: Schmutziger Lorbeer / The Harder They Fall (1956)
Boxer: Toro Moreno (fiktiv)
Darsteller: Humphrey Bogart, Rod Steiger, Mike Lane, Max Baer
Regie: Mark Robson
Preise: -
Entstehung: Die Geschichte basiert auf dem Skandal um Primo Carnera (88-14-0), einem italienischen Schwergewichtsboxer der 40er Jahre. Primo Carnera (Körpergröße 2,05 Meter) war vom Juni 1933 bis Juni 1934 Weltmeister im Schwergewicht. Er hatte Jack Sharkey in der sechsten Runde des Kampfes um den Weltmeistertitel K.o geschlagen. Doch Beobachter zweifelten an dem niederschmetternden Upper-Cut. Gerüchte kamen auf, der Kampf sei geschoben worden.
Das Buch East Side, West Side: Tales of New York Sporting Life 1910-1960 verfestigte die Gerüchte und kam zu dem Schluss "Die meisten Gegner des italienischen Riesen waren Fallobst, wurden bezahlt um sich umhauen zu lassen, oder zu ängstlich um drei Minuten gerade zu stehen." Jack Sharkey allerdgins schwor nicht freiwillig zu Boden gegangen zu sein. Primo Carneras Manager stahl das meiste seines Geldes und hinterlies ihn weitesgehend pleite. Später wurde Carnera Wrestler.
Handlung: Der argentinische Riese Toro Moreno wird in den USA zu einem Boxchampion aufgebaut. Dabei hat er ein "Glaskinn" und auch technisch ist er kein Großer. Dennoch will ihn der mafiose Boxmanager Ned Benko zum Champ aufbauen. Dabei helfen soll Eddie Willis (Humphrey Bogart), ein seit 17 Jahren im Geschäft befindlicher Sportjournalist. Eddie lässt sich kaufen und spielt das falsche Spiel um den getürkten Boxchamp mit. Als es zu einem tödlichen Zwischenfall kommt, gerrät Eddie in Gewissenskonflikte. Er muss sich entscheiden, aus welchem Holz er geschnitzt ist.
Fazit: Ein Film, der auch heute noch einiges über das Boxbusiness aussagt. Ein Schelm ist, wer bei dem Plot an Ahmet Öner als mögliche Bestbesetzung für ein deutsches Remake denkt. Und Steffen Kretschmann ist sicherlich auch kein Toro Moreno, bzw. Primo Carnera. Schmutziger Lorbeer ist ein echter Klassiker unter den Boxfilmen. Der herrlich schnoddrige und desillusionierte Humphrey Bogart glänzt hier noch einmal. Es war seine letzte Rolle, ein Jahr später starb er an Krebs.
7. Titel: Hurricane (1999)
Boxer: Rubin Carter (27-12-1)
Darsteller: Denzel Washington, Deborah Kara Unger, Liev Schreiber
Regie: Norman Jewison
Preise: Einen Golden Globe Award und einen Silbernen Bären für den Hauptdarsteller
Entstehung: Der Film basiert auf der Autobiografie Rubin Carters "The 16th Round" sowie der Biografie Lazarus and the Hurricane der Autoren Sam Chaiton und Terry Swinton. Rubin Carter war ein Mittelgewichtsboxer, der über einen starken linken Haken und gute Nehmerqualitäten verfügte. Er brachte es bis zu einem Titelkampf gegen Joey Giardello, den er aber einstimmig nach Punkten verlor. Im Jahre 1966 wurde er und sein Freund John Artis des Mordes aufgrund von fragwürdigen Zeugenaussagen verurteilt.1985 wurde das Urteil vom Amerikanischen Bundesgericht wegen "groben Verfahrensverstößen" aufgehoben.
Handlung: Nachdem Rubin "Hurricane" Carter eine schwere Jugend durchmachen musste, gelingt ihm der Weg aus der Armut durch eine erfolgreiche Karriere als Boxer. Er schafft es sogar bis zum Weltmeisterschaftskampf. Dann aber hängt ihm der rassistische Detective Della Pesca einen Mehrfachmord an. Im Gefängnis schreibt Carter seine Wut in einem Buch nieder. Jahre später stösst der junge Lesra auf dieses Buch. Er ist fasziniert von der Geschichte und im festen Glauben an die Unschuld Carters bringt Lesar mit seinen Freunden den Fall wieder ins Rollen...
Fazit: Ein packender Film, keine Frage. Allerdings haben sich die Macher um Norman Jewison große künstlerische Freiräume genommen, wodurch der Film in den USA stark kritisiert wurde. So wird zum Beispiel die kriminelle Vergangenheit Carters nur beiläufig erwähnt. Carter wird in Uniform mit Auszeichnungen gezeigt, die er nie erhalten hat, usw.
8. Titel: Ali (2001)
Boxer: Muhammad Ali (56-5-0)
Darsteller: Will Smith, Jamie Foxx, Jon Voight
Regie: Michael Mann
Preise: MTV Movie Awards für den besten Hauptdarsteller
Entstehung: Regisseur Michael Mann zeichnet in seinem zweieinhalb Stunden Film ein durchweg positives Bild von Muhammad Ali. Dabei hat der Spielfilm durch Handkamera Einsatz und grobkörnige Auflösung oft dokumentarischen Charakter.
Handlung: Ausgehend von dem Triupmph gegen Sonny Liston verfolgt der Film die ereignisreiche Dekade 1964-74 des Cassius Clay bzw. Muhammad Ali. Dabei stellt das Portrait Alis Prinzipien, seine persönlichen Beziehungen, das Politische Element, sein großes Mundwerk und seine fast unbändige Entschlossenheit dar.
Fazit: Die dokumentarische Autobiografie ist für jede Ali-Fan ein Muss!
DorfMaradona :
6. Titel: Schmutziger Lorbeer / The Harder They Fall (1956)
Boxer: Toro Moreno (fiktiv)
Darsteller: Humphrey Bogart, Rod Steiger, Mike Lane, Max Baer
Regie: Mark Robson
Preise: -
Entstehung: Die Geschichte basiert auf dem Skandal um Primo Carnera (88-14-0), einem italienischen Schwergewichtsboxer der 40er Jahre. Primo Carnera (Körpergröße 2,05 Meter) war vom Juni 1933 bis Juni 1934 Weltmeister im Schwergewicht. Er hatte Jack Sharkey in der sechsten Runde des Kampfes um den Weltmeistertitel K.o geschlagen. Doch Beobachter zweifelten an dem niederschmetternden Upper-Cut. Gerüchte kamen auf, der Kampf sei geschoben worden.
Das Buch East Side, West Side: Tales of New York Sporting Life 1910-1960 verfestigte die Gerüchte und kam zu dem Schluss "Die meisten Gegner des italienischen Riesen waren Fallobst, wurden bezahlt um sich umhauen zu lassen, oder zu ängstlich um drei Minuten gerade zu stehen." Jack Sharkey allerdgins schwor nicht freiwillig zu Boden gegangen zu sein. Primo Carneras Manager stahl das meiste seines Geldes und hinterlies ihn weitesgehend pleite. Später wurde Carnera Wrestler.
Handlung: Der argentinische Riese Toro Moreno wird in den USA zu einem Boxchampion aufgebaut. Dabei hat er ein "Glaskinn" und auch technisch ist er kein Großer. Dennoch will ihn der mafiose Boxmanager Ned Benko zum Champ aufbauen. Dabei helfen soll Eddie Willis (Humphrey Bogart), ein seit 17 Jahren im Geschäft befindlicher Sportjournalist. Eddie lässt sich kaufen und spielt das falsche Spiel um den getürkten Boxchamp mit. Als es zu einem tödlichen Zwischenfall kommt, gerrät Eddie in Gewissenskonflikte. Er muss sich entscheiden, aus welchem Holz er geschnitzt ist.
Fazit: Ein Film, der auch heute noch einiges über das Boxbusiness aussagt. Ein Schelm ist, wer bei dem Plot an Ahmet Öner als mögliche Bestbesetzung für ein deutsches Remake denkt. Und Steffen Kretschmann ist sicherlich auch kein Toro Moreno, bzw. Primo Carnera. Schmutziger Lorbeer ist ein echter Klassiker unter den Boxfilmen. Der herrlich schnoddrige und desillusionierte Humphrey Bogart glänzt hier noch einmal. Es war seine letzte Rolle, ein Jahr später starb er an Krebs.
7. Titel: Hurricane (1999)
Boxer: Rubin Carter (27-12-1)
Darsteller: Denzel Washington, Deborah Kara Unger, Liev Schreiber
Regie: Norman Jewison
Preise: Einen Golden Globe Award und einen Silbernen Bären für den Hauptdarsteller
Entstehung: Der Film basiert auf der Autobiografie Rubin Carters "The 16th Round" sowie der Biografie Lazarus and the Hurricane der Autoren Sam Chaiton und Terry Swinton. Rubin Carter war ein Mittelgewichtsboxer, der über einen starken linken Haken und gute Nehmerqualitäten verfügte. Er brachte es bis zu einem Titelkampf gegen Joey Giardello, den er aber einstimmig nach Punkten verlor. Im Jahre 1966 wurde er und sein Freund John Artis des Mordes aufgrund von fragwürdigen Zeugenaussagen verurteilt.1985 wurde das Urteil vom Amerikanischen Bundesgericht wegen "groben Verfahrensverstößen" aufgehoben.
Handlung: Nachdem Rubin "Hurricane" Carter eine schwere Jugend durchmachen musste, gelingt ihm der Weg aus der Armut durch eine erfolgreiche Karriere als Boxer. Er schafft es sogar bis zum Weltmeisterschaftskampf. Dann aber hängt ihm der rassistische Detective Della Pesca einen Mehrfachmord an. Im Gefängnis schreibt Carter seine Wut in einem Buch nieder. Jahre später stösst der junge Lesra auf dieses Buch. Er ist fasziniert von der Geschichte und im festen Glauben an die Unschuld Carters bringt Lesar mit seinen Freunden den Fall wieder ins Rollen...
Fazit: Ein packender Film, keine Frage. Allerdings haben sich die Macher um Norman Jewison große künstlerische Freiräume genommen, wodurch der Film in den USA stark kritisiert wurde. So wird zum Beispiel die kriminelle Vergangenheit Carters nur beiläufig erwähnt. Carter wird in Uniform mit Auszeichnungen gezeigt, die er nie erhalten hat, usw.
8. Titel: Ali (2001)
Boxer: Muhammad Ali (56-5-0)
Darsteller: Will Smith, Jamie Foxx, Jon Voight
Regie: Michael Mann
Preise: MTV Movie Awards für den besten Hauptdarsteller
Entstehung: Regisseur Michael Mann zeichnet in seinem zweieinhalb Stunden Film ein durchweg positives Bild von Muhammad Ali. Dabei hat der Spielfilm durch Handkamera Einsatz und grobkörnige Auflösung oft dokumentarischen Charakter.
Handlung: Ausgehend von dem Triupmph gegen Sonny Liston verfolgt der Film die ereignisreiche Dekade 1964-74 des Cassius Clay bzw. Muhammad Ali. Dabei stellt das Portrait Alis Prinzipien, seine persönlichen Beziehungen, das Politische Element, sein großes Mundwerk und seine fast unbändige Entschlossenheit dar.
Fazit: Die dokumentarische Autobiografie ist für jede Ali-Fan ein Muss!
01.08.2010 | 19:42 Uhr
DorfMaradona :
9. Titel: Girlfight (2000)
Boxer: Diana Guzman (fiktiv)
Darsteller: Michelle Rodríguez, Jaime Tirelli, Paul Calderon
Regie: Karyn Kusama
Preise: Sundance Film Festival-Award für die Beste Regie und den Grand Jury Prize
Entstehung: Regisseurin und Drehbuchautorin Karyn Kusama wurde in Brooklyn geboren und wuchs in St. Louis auf. Nach dem Besuch der Filmschule nahm sie Boxunterricht und kam auf die Idee für den Film.
Hanldung: Die frustrierte Schülerin Diana neigt zu Gewaltausbrüchen und gelangt dank des Eintritts in einen Boxclub zu Selbstbewusstsein und Stärke. Training und Disziplin geben ihr halt und obendrein verliebt sie sich.
Fazit: Kein typischer Hollywood-Film und deshalb eine kleine Perle unter den Boxfilmen. Die Welt schrieb 2001: "Ihre Energie und Stärke heben Karyn Kusamas Debüt weit über eine Milieustudie und ein Aufsteigerdrama hinaus."
10. Titel: Rocky Balboa (2006)
Boxer: Rocky Balboa (fiktiv)
Darsteller: Sylvester Stallone, Burt Young, Milo Ventimiglia, Geraldine Hughes
Regie: Sylvester Stallone
Preise: -
Entstehung: Der Plot basiert auf einer Geschichte, bei der 1969 ein virtueller Kampf, eine Computersimulation zwischen dem 1955 ungeschlagen zurückgetretenen Rocky Marciano und Weltmeister Muhammad Ali stattfand. Diese sollte klären wer der bessere der beiden Boxer, die im wahren Leben nie aufeinandertreffen würden, ist. Rocky Marciano ging übrigens als Abbruchsieger hervor.
Handlung: Rocky Balboa ist eine Legende. Jedoch lebt er Jahre nach seinem letzten Kampf nur noch in der Vergangenheit. Als ein TV-Sender in einer Computersimulation Ex-Champ Rocky gegen den amtierenden Weltmeister Mason "The Line" Dixon antreten und als Gewinner hervorgehen lässt ändert sich sein beschauliches Leben noch einmal. Ein letzter Kampf findet statt.
Fazit: Rocky Balboa ist die gelungene Beendigung für Stallones Lebenswerk. Deshalb gehört das letzte Wort dem Protagonisten, Rocky Balboa, hier aus dem Film zitiert: "Ich werd dir jetzt was sagen, was du schon längst weißt.... Die Welt besteht nicht nur aus Sonnenschein und Regenbogen. Sie ist oft ein gemeiner und hässlicher Ort. Und es ist ihr egal wie stark du bist - sie wird dich in die Knie zwingen und dich zermalmen, wenn du es zulässt... Du und ich - und auch sonst keiner - kann so hart zuschlagen wie das Leben ! Aber der Punkt ist nicht der, wie hart einer zuschlagen kann... Es zählt bloß, wieviele Schläge man einstecken kann und ob man trotzdem weitermacht. Wieviel man einstecken kann und trotzdem weitermacht.... Nur so gewinnt man!"
DorfMaradona :
9. Titel: Girlfight (2000)
Boxer: Diana Guzman (fiktiv)
Darsteller: Michelle Rodríguez, Jaime Tirelli, Paul Calderon
Regie: Karyn Kusama
Preise: Sundance Film Festival-Award für die Beste Regie und den Grand Jury Prize
Entstehung: Regisseurin und Drehbuchautorin Karyn Kusama wurde in Brooklyn geboren und wuchs in St. Louis auf. Nach dem Besuch der Filmschule nahm sie Boxunterricht und kam auf die Idee für den Film.
Hanldung: Die frustrierte Schülerin Diana neigt zu Gewaltausbrüchen und gelangt dank des Eintritts in einen Boxclub zu Selbstbewusstsein und Stärke. Training und Disziplin geben ihr halt und obendrein verliebt sie sich.
Fazit: Kein typischer Hollywood-Film und deshalb eine kleine Perle unter den Boxfilmen. Die Welt schrieb 2001: "Ihre Energie und Stärke heben Karyn Kusamas Debüt weit über eine Milieustudie und ein Aufsteigerdrama hinaus."
10. Titel: Rocky Balboa (2006)
Boxer: Rocky Balboa (fiktiv)
Darsteller: Sylvester Stallone, Burt Young, Milo Ventimiglia, Geraldine Hughes
Regie: Sylvester Stallone
Preise: -
Entstehung: Der Plot basiert auf einer Geschichte, bei der 1969 ein virtueller Kampf, eine Computersimulation zwischen dem 1955 ungeschlagen zurückgetretenen Rocky Marciano und Weltmeister Muhammad Ali stattfand. Diese sollte klären wer der bessere der beiden Boxer, die im wahren Leben nie aufeinandertreffen würden, ist. Rocky Marciano ging übrigens als Abbruchsieger hervor.
Handlung: Rocky Balboa ist eine Legende. Jedoch lebt er Jahre nach seinem letzten Kampf nur noch in der Vergangenheit. Als ein TV-Sender in einer Computersimulation Ex-Champ Rocky gegen den amtierenden Weltmeister Mason "The Line" Dixon antreten und als Gewinner hervorgehen lässt ändert sich sein beschauliches Leben noch einmal. Ein letzter Kampf findet statt.
Fazit: Rocky Balboa ist die gelungene Beendigung für Stallones Lebenswerk. Deshalb gehört das letzte Wort dem Protagonisten, Rocky Balboa, hier aus dem Film zitiert: "Ich werd dir jetzt was sagen, was du schon längst weißt.... Die Welt besteht nicht nur aus Sonnenschein und Regenbogen. Sie ist oft ein gemeiner und hässlicher Ort. Und es ist ihr egal wie stark du bist - sie wird dich in die Knie zwingen und dich zermalmen, wenn du es zulässt... Du und ich - und auch sonst keiner - kann so hart zuschlagen wie das Leben ! Aber der Punkt ist nicht der, wie hart einer zuschlagen kann... Es zählt bloß, wieviele Schläge man einstecken kann und ob man trotzdem weitermacht. Wieviel man einstecken kann und trotzdem weitermacht.... Nur so gewinnt man!"
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DorfMaradona :
3. Titel: When we where Kings (1996)
Boxer: Muhammad Ali (56-5-0)
Darsteller: Muhammad Ali, George Foreman (Non-Fictional/Dokumentarfilm)
Regie: Leon Gast
Preise: 1 Oscar (Bester Dokumentarfilm)
Entstehung: When We Were Kings ist ein Dokumentarfilm der sich um den "Rumble in the Jungle"-Kampf zwischen Muhammad Ali und George Foreman dreht. Don King konnte in einem seiner allerersten Kämpfe als Boxpromoter Zaires Diktator Mobutu als Hauptfinanzier für diesen Megafight gewinnen. Mobutu erhoffte sich durch das bevorstehende Spektakel, dem die gesamte Sportwelt entgegenfieberte und das weltweit im Fernsehen und Radio live übertragen wurde, positive Werbung für sein Land und ganz Afrika. Am 30. Oktober 1974 in Kinshasa riefen die Menschen: "Ali, boma ye!" ("Ali, töte ihn!"). Muhammad Ali hatte die Menschen auf seiner Seite. Er verstand es, sich in Szene zu setzen. Die Tatsache, dass sein Gegner George Foreman in der Öffentlichkeit mit einem Schäferhund auftrat, was die Menschen an die belgische Kolonialherrschaft erinnerte, tat ihr Übriges.
Handlung: Neben Orignialfilmaufnahmen von Pressekonferenzen, Training und PR-Auftritten der beiden Kontrahenten geben Zeitzeugen wie Norman Mailer und George Plimpton ihre Sicht des riesen Spektakels ab. Die Musik wird von Weltstars wie James Brown und B. B. King beigesteuert die damals in Zaire auftraten. Ganz ohne belehrenden Erzähler aus dem Off verdichtet sich so nach und nach die Atmosphäre und führt den Zuschauer auf den Kampf hin, der mit einer unvergesslichen Performance Alis endet.
Fazit: Ein Muss für jeden Boxfan. Wer von den unzähligen Billig-Dokumentationen der Privatsender die Schnauze voll hat, der sollte sich Ali ansehen, anhören und staunen. Eine rundherum gelungene Dokumentation mit einem einmaligen Superstar.
4. Titel: Die Hölle ist in mir / Somebody up there likes me (1956)
Boxer: Rocky Graziano (67-10-6)
Darsteller: Paul Newman, Pier Angeli
Regie: Robert Wise
Preise: 2 Oscars (Beste Kamera/Bestes Szenenbild)
Entstehung: Die Hölle ist in mir beruht auf der Geschichte des ehemaligen Mittelgewichtsweltmeisters Rocky Graziano. Graziano holte 1947 gegen Tony Zale den Weltmeisterschaftstitel, verlor ihn jedoch schon ein Jahr später, erneut im Duell mit Tony Zale. Sugar Ray Robinson sagte nach dem Kampf gegen Graziano den Satz: "No one ever hit me harder than Rocky (Graziano)."
Handlung: Der Plot des Films ist schnell erzählt. Als Taugenichts verdingt sich Rocky Barbella (der sich später den Namen Graziano gab) in den Slums von New York. Schnell bringt ihn sein hitziges Temperament ins Gefängnis. Dort überdenkt Rocky sein Leben, bei der Army gelandet gerät er dennoch erneut in Schwierigkeiten. Erst als er lernt seine unbändige Wut im Boxring zu kanalisieren, meistert er sein Leben und wird zum Champion.
Fazit: Keine Frage, ein Feel-Good-Film, aber mit einem grandiosen Paul Newman. Der Film machte Newman zum Star. Er hatte sich akribisch auf den Film vorbereitet, Graziano studiert, den federnden Gang, die hochgezogenen Schultern und die Unruhe, die Graziano antrieb, der kaum stillstehen konnte, voller Wut und explosiv geladen.
5. Titel: Million Dollar Baby (2004)
Boxer: Maggie Fitzgerald (fiktiv)
Darsteller: Hilary Swank, Clint Eastwood, Morgan Freeman
Regie: Clint Eastwood
Preise: 4 Oscars (Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin, Bester Nebendarsteller)
Entstehung: Grundlage des Films ist eine Kurzgeschichte des Amerikaners F.X. Toole alias Jerry Boyd. Boyd arbeitete u.a. als Boxtrainer und Cutman. Dabei lernte er die Profi-Boxerin Juli Crockett kennen, die die Inspiration für den Charakter der Maggie Fitzgerald war. Er veröffentlichte eine Sammlung von Kurzgeschichten als "Champions. Geschichten aus dem Ring" von denen eine, dank Clint Easwood, den Weg auf die Leinwand fand.
Handlung: Clint Eastwood spielt einen ausgebrannten Box-Trainer und Manager. Er leidet unter der abgebrochenen Beziehung zu seiner Tochter. Sein einziger Freund ist der Ex-Boxer Scrap, gespielt von Morgan Freeman. Dann taucht Maggie Fitzgerald in seinem Gym auf und will Boxen. Nach anfänglichem Zögern trainiert er sie und beide haben Erfolg, bis...
Fazit: Die Darstellung von Sterbehilfe am Ende des Films löste in den USA starke Proteste aus. Das Ende des Films ist zumindest diskutabel, da der Aussage des Films nach ein Leben im Rollstuhl vom Hals abwärts gelähmt in Würde nicht vorstellbar ist. Zumindest legt das Handeln der Personen und die getroffenen Kameraeinstellung dies nahe. Dennoch ist es ein bemerkenswerter Film, der vor allem von den fantastischen Schauspielern lebt.