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NFL @ SPOX


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Von: MXG13
09.08.2019 | 2294 Aufrufe | 3 Kommentare | 1 Bewertungen Ø 8.0
NFL@Spox
Washington Redskins
Season Preview 2019

- Letzte Chance für Jay Gruden? -

Während auf der anderen Seite des Landes sein älterer Bruder Jon und dessen Raiders von HBO im Rahmen von Hard Knocks auf Schritt und Tritt durchs Trainingslager begleitet werden, bereiten Jay und seine Redskins sich in vermeintlicher Ruhe vor den Toren der Hauptstadt auf die Saison 2019 vor. Doch der Schein trügt. Nach mehreren durchwachsenen Jahren sind sich Fans und Reporter einig: Dieses Jahr muss ein Erfolg werden, sonst ist es für Gruden und seinen Coaching-Staff wohl an der Zeit, die Koffer zu packen.

Furios war man in die 2018er Saison gestartet (6-3), nur um zum Saisonende hin, von unzähligen Verletzungen gebeutelt, mit wehenden Fahnen unterzugehen. Nach der schweren Verletzung von Alex Smith (komplizierter Beinbruch mit anschließender Entzündung) sowie dessen Backup Colt McCoy und mit einer bunten Mischung aus Reservisten in der O-Line, stand am Ende ein Record von 7-9 zu Buche, bereits zum zweiten Mal in Folge. Trotz des vielversprechenden Starts, den Gruden mit einer gesunden Truppe erreichen konnte, scheint es mit der Geduld von Owner Dan Snyder am Ende. Dessen Umgang mit der Franchise entzürnt die Fans seit Jahren, Snyders Standing (und auch das von Team President Bruce Allen) könnte bei den Fans schlechter kaum sein was dem Boss wiederum gar nicht gefällt.

Eine erfolgreiche Saison muss also her, um den Druck von allen Beteiligten zu nehmen. Ohne Alex Smith, der die gesamte Saison ausfällt und bei dem weiterhin ein verletzungsbedingtes Karriereende im Raum steht, stellt sich also die Frage, wer das Team in die Playoffs führen soll.

- Free Agency -

Nennenswerte Verpflichtungen:

- Landon Collins (S, 25 Jahre, 84 Mio.$ für 6 Jahre)
- Ereck Flowers (OT, 25 Jahre, 3,2 Mio.$ für 1 Jahr)
- Case Keenum (QB, 31 Jahre, 3,5 Mio.$ für 1 Jahr, via Trade von den Broncos)
- Dominique Rodgers-Cromartie (CB, 33 Jahre, 1 Mio.$ für 1 Jahr)
- John Bostic (LB, 28 Jahre, 895.000$ für 1 Jahr)
- Donald Penn (OT, 36 Jahre, 2,03 Mio.$ für 1 Jahr)

Nennenswerte Abgänge:

- Preston Smith (OLB, 26 Jahre, zu den Packers)
- Jamison Crowder (WR, 26 Jahre, zu den Jets)
- HaHa Clinton-Dix (S, 26 Jahre, zu den Bears)
- Zach Brown (LB, 29 Jahre, zu den Eagles)
- Ty Nsekhe (OT, 33 Jahre, zu den Bills)
- Mason Foster (LB, 30 Jahre, entlassen)

Smiths Verletzung war für die Franchise gleich doppelt bitter. Nicht nur dass man am Ende des Jahres ohne QB für die kommende Saison da stand. Durch Smiths zum Großteil garantierten Vertrag war auch der finanzielle Spielraum des Teams eingeschränkt, zumal man nun auch noch einen zusätzlichen QB verpflichten musste.

Dennoch startete man mit einem Knall in die Free Agency. 84 Mio.$ über 6 Jahre erhält Safety Landon Collins für seine Dienste. Viel Geld, für einen Spieler, der nach einem starken Start in seine NFL-Karriere zuletzt immer mal wieder Schwächen in Coverage zeigte. Die Fans zeigten sich trotzdem begeistert, vor allem dank Collins offener Bewunderung für Redskins-Legende Sean Taylor.

Viele hatten sich schon auf ein Wiedersehen Collins mit seinem ehemaligen Alabama-Teamkollegen HaHa Clinton-Dix gefreut diesen musste man jedoch nach Chicago ziehen lassen, nachdem man ihn erst während der Saison für einen Viertrunden-Pick im diesjährigen Draft aus Green Bay geholt hatte.

Auf QB soll die Lösung für 2019 Case Keenum heißen, den man via Trade von den Broncos verpflichten konnte. Schlappe 3,5 Mio. $ zählt Keenum nur gegen den Cap und während er 2018 in Denver strauchelte, führte er im Vorjahr die Vikings bis ins NFC Championship Game. Ein solider Zugang, wenn auch nicht die Langzeitlösung auf der wichtigsten Position im Kader.

Neben Clinton-Dix fehlen den Redskins in diesem Jahr mit Preston Smith, Zach Brown und Jamison Crowder gleich drei weitere Leistungsträger aus den letzten Jahren. Bei allen drei Spielern war man der Überzeugung, dass jüngere Spieler im Kader ihre Rollen ausfüllen könnten.

Während bei Smith (Ryan Anderson) und Crowder (Trey Quinn) die eingeplanten Nachfolger im Trainingcamp bisher überzeugen konnten, hinterlässt der Abgang von Brown eine Lücke. Der als Brown-Nachfolger eingeplante Reuben Foster zog sich direkt zu Beginn des Trainingcamps eine schwere Knieverletzung zu. Nebenmann Mason Foster wurde einen Tag vor Beginn des Trainingcamps entlassen sehr zu Freude der Fans, bei denen Foster nach Hass-Tweets gegen das eigene Team schon seit längerem unten durch war. Als Reaktion auf die Verletzung von Reuben Foster verpflichtete man Ex-Steeler Jon Bostic, neben ihm soll sich Sophomore Shaun Dion Hamilton um die Mitte des Feldes kümmern.

- Draft -

- 1. Runde, Pick 15: Dwayne Haskins, QB, Ohio State
- 1. Runde, Pick 26: Montez Sweat, OLB, Mississippi State
- 3. Runde, Pick 72: Terry McLaurin, WR, Ohio State
- 4. Runde, Pick 112: Bryce Love, RB, Stanford
- 4. Runde, Pick 131: Wes Martin, G, Indiana
- 5. Runde, Pick 153: Ross Pierschbacher, C, Alabama
- 5. Runde, Pick 173: Cole Holcomb, LB, North Carolina
- 6. Runde, Pick 206: Kelvin Harmon, WR, North Carolina State
- 7. Runde, Pick 227: Jimmy Moreland, CB, James Madison
- 7. Runde, Pick 253: Jordan Brailford, EDGE, Oklahoma State

Was für ein Draft! Kaum ein Team erhielt bessere Expertenbeurteilungen für die Auswahl ihrer Spieler, als die Redskins.

War man vor Draftbeginn noch davon ausgegangen, dass die Redskins an Position 15 nicht ihren Wunsch-QB picken können und daher vermutlich mit Case Keenum und Colt McCoy in die Saison gehen würden, war die Freude in der Hauptstadt umso größer, als klar war, dass Ohio State QB Dwayne Haskins bis zu den Redskins fallen würde. Groß, stark und mit einem präzisen Arm ausgestattet, soll der 22-Jährige das neue Gesicht der Franchise werden. 50 Touchdowns und nur 8 Interceptions warf Haskins in seiner einzigen Saison als Starter. Ob diese Erfahrung ausreicht, um auf NFL-Level zu bestehen, ist wohl das größte Fragezeichen um den neuen QB. Das zweite Fragezeichen ist weniger ob, sondern wann er zum Starter gemacht wird. Bis dahin muss Haskins allerdings erst noch seine Startschwierigkeiten ablegen. Er beweist zwar im Training bereits gutes Ball Placement und geht gut durch seine Reads, mit den langen Playcalls in Grudens West-Coast-Offense und Pre-Snap Adjustments hat er allerdings noch so seine Probleme.

Der Abend war nach dem Pick von Haskins jedoch noch nicht vorbei für die Redskins. Per Uptrade sicherte man sich Pick 26 und mit diesem Edgerusher Montez Sweat. Ähnlich wie bei Haskins, hatten auch bei Sweat zunächst viele nicht damit gerechnet, dass er an dieser Position noch verfügbar sein würde. Ein während der Combine festgestellter Herzfehler ließ jedoch viele Teams einen Bogen um den hochtalentierten Mississippi State Bulldog machen. Die Redskins gingen das Risiko ein und schlugen zu, die eigenen Teamärzte gingen davon aus, dass der Herzfehler kein Hindernis für Sweats Leistung auf dem Feld und kein größeres Risiko für seine Gesundheit darstellen würde. Bisher sieht es so aus, als ob sich dieses Risiko auszahlen würde. Sweat dominiert im Camp, verschiedene Medien berichten, dass der Herzfehler schlicht eine Fehldiagnose gewesen sein könnte.

Mit Terry McLaurin holte man in Runde 3 nicht nur einen talentierten WR, sondern auch eine von Haskins Lieblingswaffen am College. Sicher ein Grund, warum die Redksins hier etwas höher zugriffen, als die meisten Experten McLaurin gesehen hatten. Obwohl auf RB schon recht breit aufgestellt, zog man in Runde 4 Bryce Love aus Stanford, den viele als den talentiertesten RB seines Jahrgangs sehen der sich jedoch von einer schweren Knieverletzung erholt und in dieser Saison wohl erst gegen Ende eingreifen können wird. Im Anschluss gab es viel benötigte Tiefe für die OL und auf LB, mit Kelvin Harmon einen Red-Zone Threat auf WR und in Jimmy Moreland einen CB von einem kleineren College, der durch starke Leistungen im Camp jedoch gute Chancen auf Spielzeit hat und eventuell sogar auf einen Startplatz hoffen darf.

Die Rookie-Eindrücke aus dem Camp sind positiv, aber worauf wird es in diesem Jahr noch ankommen, um erfolgreich zu sein?

- Defense -

Beginnen wir mit der Defense der vermeintlich leichter zu beurteilenden Seite des Teams. Hier gibt es eine klare Stärke: Die Defensive Front.

Zwei der letzten drei First Round Picks investierte man in die ehemalige Schwäche des Teams, den zusätzlichen First Round Pick für Montez Sweat einberechnet sind es gar drei der letzten vier. Jonathan Allen, 2017 an #17 gezogen, ist mittlerweile auf wie neben dem Platz einer der klaren Anführer des Teams. Er ist in Defensive Coordinator Greg Manuskys 3-4 ebenso variabel einsetzbar wie Matt Ioanidis, dessen Vertrag kürzlich verlängert wurde (3 Jahre, 21,75 Mio.$). Allens Talent stand nie zur Debatte, zu Beginn seiner NFL-Karriere standen allerdings gesundheitliche Fragezeichen im Raum, bisher macht die angeblich zerbrechliche Schulter jedoch keinerlei Probleme. Ioannidis hat sich, seitdem er 2016 gedraftet wurde, stetig verbessert und zu einer der Säulen des Teams entwickelt. Zwischen den beiden steht in der Regel Nose Tackle DaRon Payne, ehemaliger Teamkollege Allens bei Alabama. 20,5 Sacks machten die drei in 2018 unter sich aus, auch ihre Qualitäten gegen den Lauf können sich durchaus sehen lassen.

Flankiert werden die drei schweren Jungs vermutlich von dem bereits erwähnten Montez Sweat auf der linken und Ryan Kerrigan auf der rechten OLB Position. Sollte Sweat Anpassungsprobleme haben, steht mit Ryan Anderson ein weiterer Alabama Alumni und ehemaliger Zweitrundenpick bereit, um für ihn einzuspringen. Kerrigan ist seit mehreren Jahren der wohl beste Defense Spieler der Redskins. Seit Beginn seiner NFL-Karriere spielt er für die Redskins, hat noch kein Spiel verpasst und in mittlerweile 8 Saisons beindruckende 85 Sacks sowie 86 Tackles for Loss angesammelt. Für einen Platz in der Top100 hat das zwar erneut nicht gereicht, wohl aber, um bei jedem gegnerischen Coach im Gameplan bedacht zu werden. Aufhalten konnte ihn das bisher noch nicht.

Die beiden MLB Positionen dagegen sind aktuell ziemlich große Fragezeichen. Plante man Anfang der Saison noch mit Foster und Foster (Reuben und Mason) eine Mischung aus Talent und Erfahrung auf der Position einzusetzen, wurden die Pläne nach der Verletzung von Reuben Foster ordentlich über den Haufen geworfen. Mit dem am Anfang der Offseason noch vereinslosen Jon Bostic holte man sich Erfahrung ins Team und es sah zunächst danach aus, als würde man mit ihm und Mason Foster ein routiniertes, aber auch ein etwas in die Jahre gekommenes Duo aufs Feld schicken. Im Laufe der Vorbereitung zeigten jedoch sowohl Bostic als auch Sophomore Shaun-Dion Hamilton (ebenfalls Ex-Alabama) so ansprechende Leistungen, dass man sich entschied Foster zu cutten.

Mit den beiden Backups Josh-Harvey Clemons und Cole Holcomb steht weiteres Talent im Hintergrund bereit, ob das reicht, um in einer langen NFL-Saison zu bestehen, wird sich erst noch zeigen müssen.

An Unterstützung aus dem Defensive Backfield dürfte es in der Mitte des Feldes nicht mangeln: Landon Collins (natürlich, wie hätte es anders sein können: Ex-Alabama) ist berüchtigt dafür, gegen den Run keine Gefangenen zu machen. Er tackled hart und er tackled schnell. Wer es also auf dem Boden bis hinter die Linebacker schafft, wird direkt freundlich empfangen. Ob es durch die Luft im Backfield ebenso unvergnüglich für die Gegner wird, darf infrage gestellt werden. Collins zeigte im Passing Game neben einigem Licht auch schon eine Menge Schatten, Safety-Kollege Montae Nicholson konnte bisher nicht nachweisen mehr als ein durchschnittlicher NFL-Spieler zu sein.

Mit Josh Norman hat man einen enorm erfahrenen, aber auch enorm teuren Star-Cornerback im Team, der in 2018 immer mal wieder andeutete, welche Qualitäten er besitzt. Andererseits verursachte er auch zahlreiche Strafen und schien zwischenzeitlich immer mal wieder einen Schritt zu langsam zu sein. Auf der anderen Seite wird zunächst Quinton Dunbar starten. Für ihn gilt dasselbe wie für Nicholson: Mehr als durchschnittliche Leistungen konnte auch er bisher nicht abrufen.

Die zentrale Frage für die Redskins Defense wird lauten: Schafft es die Front Seven, gegen den Lauf dauerhaft stabil zu sein und die gegnerischen QBs konstant unter Druck zu setzen, um so den Defensive Backs eine aggressive Spielweise zu erlauben oder gelingt dies nicht und der Gegner kann aus einer gut balancierten Offense heraus die Anfälligkeiten des Redskins Backfields insbesondere im Passing Game ausnutzen?

Kann die Defense das Level, mit dem man im letzten Jahr in die Saison startete, erneut erreichen und übers Jahr halten, dürften die Redskins wohl eine für viele Fans und auch die meisten Reporter unerwartet starke Saison auf dieser Seite des Feldes spielen.

Scheitern könnte dies genau wie im letzten Jahr jedoch daran, dass die Defense und insbesondere die D-Line zu viel Zeit auf dem Platz verbringt, ausgelaugt ist und ihre Leistung daher nicht abrufen kann. Und dafür verantwortlich ist der nächste Part, die

- Offense -

Es kann eigentlich nur aufwärts gehen für Jay Grudens Offensive. Nach den Verletzungen von Alex Smith sowie Backup Colt McCoy (beide Beinbruch) sah es im letzten Jahr düster aus. Für ein Spiel probierte man es mit Mark Sanchez, anschließend startete Josh Johnson bis zum Saisonende beide mit wenig Erfolg.

Zu Beginn der Saison sah es für Washington eigentlich noch ganz gut aus: Alex Smith kam seinem Ruf als perfekter Game Manager mehr als nach, verteilte den Ball zu Grudens West Coast Scheme passend mit vielen kurzen Pässen und stand bis zu seiner Verletzung nach 9,5 Spielen bei 10 TDs zu 5 INTs. Keine überragenden Zahlen, aber Zahlen, die in Verbindung mit einem starken Run-Game (und einer starken Defense) immerhin für eine Bilanz von 6-3 reichten.

In lediglich drei der zehn Spiele mit Smith blieb man unter 100 Yards Rushing (Colts, Saints, Falcons), in allen drei Partien verlor man am Ende. Dennoch machten die Redskins im Laufspiel aufgrund ihrer starken O-Line und einem Adrian Peterson im goldenen Herbst seiner Karriere zumeist einen soliden Eindruck. Gruden und Ex-Offensive Coordinator Matt Cavanaugh fanden eine gute Balance zwischen Pass- und Laufspiel und das, obwohl man von Saisonbeginn an auf praktisch allen Offensivpositionen mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte.

Bereits im zweiten Jahr in Folge fielen reihenweise O-Line Spieler aus. Am schwerwiegendsten dabei waren wohl die gesundheitlichen Probleme bei Star-Left-Tackle Trent Williams, der drei Spiele komplett verpasste und sich einen Großteil der restlichen Spiele irgendwie übers Feld schleppte, obwohl er eigentlich kaum in der Lage war zu spielen. Die Redskins Teamärzte hielten ihn nicht davon ab, wie das Ergebnis einer Untersuchung eines neutralen Arztes jedoch in der Offseason ergab, gefährdete dieser Umgang mit seiner Verletzung und anderen gesundheitlichen Problemen Williams langfristige Gesundheit erheblich.

Das Resultat daraus: Williams weigert sich bisher, zum Training Camp zu erscheinen. Angeblich habe er die Redskins zudem informiert, nie wieder für das Team spielen zu wollen unabhängig vom Gehalt. Sollte es wirklich so kommen, wird sich zeigen müssen, wie die Redskins O-Line diesen Verlust verkraften kann. Mit Donald Penn steht ein erfahrener Ersatzmann auf LT in den Startlöchern, auf der rechten Seite ist man mit Brandon Scherff (nach einem Riss des Brustmuskels wieder fit) und Morgan Moses stark besetzt. Auf LG will Ex-Giant Ereck Flowers beweisen, dass er es doch drauf hat, auf Center zeigte Chase Roullier im letzten Jahr gute Ansätze. Die Line sollte in 2019 mindestens NFL-Durchschnitt sein. Kommt Williams doch noch einmal zurück, dürfte sie zu den stärkeren Lines der Liga zählen.

Hinter der Line werden erneut Peterson, der auch im Alter keinesfalls an Leistungsfähigkeit (höchstens an Geschwindigkeit) zu verlieren scheint, und 2018 2nd-Round Pick Derrius Guice, der durch einen Kreuzbandriss das komplette letzte Jahr verpasste, laufen. Pässe aus dem Backfield fängt weiterhin vor allem 3rd-Down-Back Chris Thompson, dazu sollte mit Bryce Love ein weiterer hochtalentierter, junger RB nach Kreuzbandriss im Laufe der Saison zum Team dazu stoßen.

Auf WR wurde mit Paul Richardson erst vor Beginn der 2018er Saison ein potenzieller #1 Receiver verpflichtet, der den bislang enttäuschenden ehemaligen 1st Round Pick Josh Doctson auf WR unterstützen sollte. Richardson kam jedoch nur in 7 Partien zum Einsatz und auch Doctson konnte seine Leistungen im Vergleich zu den Vorjahren nicht großartig steigern. Will Richardson seinen teuren Vertrag rechtfertigen und Doctson sich einen solchen verdienen, müssen beide in diesem Jahr beweisen, dass sie nicht nur Talent besitzen, sondern dieses auch konstant abrufen können. Unterstützung bekommen sie durch Rookie Terry McLaurin, einen schnellen Spieler mit gutem Route Running, der sofort eine Rolle in der Offense einnehmen dürfte.

Dazu kommen die beiden Tight Ends Jordan Reed und Vernon Davis. Reed ist praktisch das erste Mal seit Jahren verletzungsfrei unterwegs. Sollte das so bleiben und er annähernd an seine Bestform kommen, ist er sicherlich unter den Top 10 Receiving Tight Ends der Liga anzusiedeln. Davis scheint ähnlich wie Peterson mit den Jahren kaum schlechter zu werden wir werden also vermutlich eine Menge 2-TE-Sets sehen.

Die Frage wird lauten: Wer orchestriert diese Offense?

Colt McCoy kennt Grudens Offense und hat als Backup zwar nie überragende, aber zumeist solide Leistungen abgeliefert. Besser als Case Keenum dürfte er dennoch nicht sein und so ist es wahrscheinlich, dass dieser zu Saisonbeginn starten wird. Für wie lange, ist jedoch die Frage. Steigert Haskins seine Leistungen im Camp und kommt er Woche für Woche besser mit Grudens Offense zurecht, wird es nur wenige Fehler von Keenum oder McCoy brauchen, bis er das Ruder übernimmt.

Viele Fragezeichen also in der Offensive, weniger davon bei den

- Special Teams -

Mit Tress Way hat man einen der besten Punter der Liga im Team, Kicker Dustin Hopkins war bisher stets zuverlässig, Long Snapper Nick Sundberg hat jahrelange Erfahrung und mit Byron Marshall und Trey Quinn hat man zwei Returner, die so gut wie jeden Ball bis in die Endzone tragen können.

Auf wen und auf was wird es also am Ende in der Saison 2019 ankommen?

- Players to watch -

Dwayne Haskins, QB: Wann startet Haskins und wie stark wird er sein? Der junge Quarterback bringt alles mit, was es braucht, um in der NFL erfolgreich zu sein. Es fehlt ihm lediglich an Erfahrung. Eine Tatsache, die Haskins bereits am College nicht stoppen konnte. Keenum und McCoy sind keine schlechten Quarterbacks, aber wenn Gruden das Gefühl haben sollte, dass das in einer starken Division mit den Cowboys und Eagles nicht reichen wird, wird er das Risiko gehen müssen und Haskins ins kalte Wasser werfen auch um seinen eigenen Stuhl zu retten.

Shaun Dion Hamilton, LB: Nach Reuben Fosters Ausfall rückte SDH ins erste Team und überzeugte im Camp direkt so sehr, dass man sich bei den Redskins entschied, Mason Foster zu cutten. Hamilton überzeugt nicht unbedingt durch seine physischen Ausmaße (1,83m, 107kg), aber er ist schnell, liest das Spiel gut und ist von Natur aus ein Anführer. Alles Dinge, die einen modernen MLB beschreiben. Hamilton hatte jedoch in der Vergangenheit Probleme, unverletzt zu bleiben. Schafft er es die Saison unbeschadet zu überstehen, könnte er einer der großen Gewinner des Jahres werden.

Jimmy Moreland, CB: Ein 7.-Runden Pick als Player to watch? Möglich, dank eines eher schwachen Defensive Backfields. Moreland zeigte im Camp ein spektakuläres Play nach dem anderen. Von den Fans hat er den Namen The Peoples Corner erhalten. Seine Geschichte ähnelt der von WR Maurice Harris (mittlerweile bei den Patriots), der als UDFA ebenfalls im Camp überzeugen konnte, aber auch trotz einiger spektakulären Catches in seinen wenigen Regular Season Einsätzen nie eine richtige Chance in Washington bekam. Sollte Moreland diese Chance bekommen, wird The Peoples Corner alles daran setzten, sie zu nutzen.

- Ausblick -

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Jay Gruden braucht mindestens 9 Siege um im Amt zu bleiben. Wird er diese 9 Siege holen? Vermutlich nicht. Sind 9 Siege unmöglich? Vermutlich ebenfalls nicht.

Die Redskins starten mit einer Menge Fragezeichen in die Saison. Kriegt man die Offense in Gang und kann über längere Zeit auf dem Feld bleiben, sollte die frische Defense und insbesondere die extrem starke D-Line für viele Gegner ein Problem darstellen. Dafür muss aber einiges zusammenkommen. Ein klarer Starter auf QB zum Start der Regular Season wäre ein Anfang. Die O-Line muss fit bleiben und vermutlich den Verlust von Trent Williams verkraften. Dazu muss das Receiving Corps nachweisen, dass er für gehobene NFL-Ansprüche genügt. Und dann müssen immer noch die Defensive Backs halbwegs mit dem Niveau der Defensive Front mithalten können. Allzu wahrscheinlich ist das nicht.

Zudem spielt man zweimal gegen die Cowboys und Eagles aus der eigenen Division und zusätzlich noch gegen die Patriots, die Bears, die Packers, die Vikings, die 49ers und Panthers.

Jay Gruden steht vor einer Mammut-Aufgabe und hat bisher nicht den Eindruck gemacht, für solche Aufgaben besonders gemacht zu sein. Ich lasse mir gerne das Gegenteil beweisen, aber bis dahin lautet mein Tipp für diese Saison: 6-10

ø 8.0
KOMMENTARE
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MXG13
09.08.2019 | 18:56 Uhr
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MXG13 : 
09.08.2019 | 18:56 Uhr
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MXG13 : 
Freut mich, dass es euch gefällt. Auf Stats habe ich mehr oder weniger bewusst verzichtet, da man hier wohl bei den meisten nach den Stats bis zur Smith Verletzung und denen im Anschluss hätte unterscheiden müssen. Um das zu integrieren, ohne dass es zu unübersichtlich wird, fehlte mir leider etwas die Zeit. Ich werde die Tage mal schauen, ob ich dazu komme, hier noch ein paar Statistiken zu ergänzen. Grüße
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DerLutz
09.08.2019 | 18:25 Uhr
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DerLutz : 
09.08.2019 | 18:25 Uhr
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DerLutz : 
Die Preview liest sich gut, aber die ein oder andere Statistik hätte manchen Sachen mehr Ausdruck verleihen können (bspw. bei der D-Line).

Nach dem ersten Preseason Game sehe ich schwarz für die Offense. Haskins sah gar nicht gut aus, Keenum und McCoy sehe ich als schlechte Starter an und die Receiver Gruppe gehört zu den schlechtesten der NFL. Nur mit Laufen wird man, egal wie gut sich die Defense schlägt, wohl nicht mal die 6 Siege holen
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Petzie
MODERATOR
09.08.2019 | 16:17 Uhr
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Petzie : 
09.08.2019 | 16:17 Uhr
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Petzie : 
Danke für die Preview, Maxl. Auch wenn hier quasi auf jegliche Stats verzichtet wurden, liest sich die Preview schlüssig. Ob und wann Haskins startet ist hier für mich definitiv das interessanteste Thema. Mit deiner Prediction gehe ich mit, das halte ich für realistisch. Ob das für Gruden reichen wird, das mag ich Stand heute mal bezweifeln, es wird definitiv auch auf das WIE ankommen
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