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Spox-Wintersport


Gründer: Maxi_FCB | Mitglieder: 31 | Beiträge: 14
Von: Dolo
07.02.2017 | 2809 Aufrufe | 6 Kommentare | 3 Bewertungen Ø 10.0
Biathlon-WM 2017
Vorschau Biathlon-WM 2017
Vorschau für die kommende Biathlon-Weltmeisterschaft in Hochfilzen

Wie jedes Jahr sind die Weltmeistschaften das absolute Saisonhighlight eines Biathlonjahres. Dieses Jahr gastiert der Biathlon-Zirkus vom 09. Bis 19. Februar im österreichischen Hochfilzen. Wir, die Spox-Wintersport Gruppe, wollen deshalb die wichtigsten Fragen und Themen hinsichtlich der WM beantworten. Doch zuvor geben wir erst einmal einen Überblick, was bisher in der Saison passiert ist:

Saisonverlauf:

Damen:

Die Saison der Damen steht ganz unter dem Zeichen der großen Vier. 12 der 15 Einzelwettbewerbe wurden entweder von Dahlmeier, Koukalova, Mäkäräinen oder Dorin-Habert gewonnen. In Nove Mesto durfte dann Akimova den Sprint und Chevalier die Verfolgung gewinnen. Die Dritte im Bunde ist die Sensationssiegerin von Antholz Nadine Horchler.

Die dominierende Sportlerin der ersten Saisonhälfte war Laura Dahlmeier, 3 Siege und die Führung mit einem großen Vorsprung im Gesamtweltcup standen bis zur Weihnachtspause zu buche. Diese Führung gab sie freiwillig auf, indem sie zu den Heimrennen in Oberhof nicht antrat. Gabriela Koukalova wusste dies am besten zu nutzen und übernahm das Gelbe Trikot. Die beiden nachfolgenden Weltcuprennen in Ruhpolding konnte dann Kaisa Mäkäräinen gewinnen, indem sie die Konkurrenz in Grund und Boden lief. Bei der Generalprobe in Antholz konnte Dahlmeier einen wichtigen psychologischen Sieg feiern: Nicht nur gewann sie seit Mitte Dezember wieder einen Weltcup sondern eroberte sich das Gelbe Trikot auch wieder zurück. Die vierte Große, Dorin- Habert , hält sich bisher noch zurück, erst ein Sieg in der Saison. Zu Vergleich: Dahlmeier und Koukalova mit jeweils 4 und Mäkäräinen mit 3 Siegen. Dass man die Französin bei den Weltmeisterschaften trotzdem ganz dick auf der Rechnung haben muss, weiß man spätestens seit letztem Jahr.

Die Saison der restlichen Deutschen-Damen verlief durchschnittlich. Zwar konnte sich sowohl Hildebrand, Preuß, Hinz und auch Hammerschmidt jeweils mindestens einmal in den Top-5 platzieren doch schaffte keine den Sprung auf dem Podest. Vor allem für Preuß lief auch diese Saison unzufrieden, abermals wurde sie von Krankheiten heimgesucht und konnte so nur an 8 Rennen teilnehmen. Kurz vor der WM gab es dann die Meldung, dass Preuß auch die Rennen in Hochfilzen verpassen wird.

Dies hinderte aber nicht das Deutsche-Team alle 3 Staffelwettbewerbe zu gewinnen. Jeweils Zweiter wurde die französische Staffel. Das starke Tschechische-Team kam nicht über die Plätze 4,6 und 16 hinaus. Erwähnenswert ist aber, dass viele Nationen die Staffel nutzen um zu experimentieren und gegeben falls ihre Athleten zu schonen, von daher ist es nicht verwunderlich, dass Deutschland und Frankreich, die einen breiten Kader besitzen, die Siege unter sich ausgemacht haben.

Herren:

Bei den Männern können wir es kurz machen: Es gab 15 Weltcuprennen und 10-mal hieß der Sieger Martin Fourcade, eine solche Dominanz hatte es bisher nicht im Biathlonweltcup gegeben, nicht einmal zu den Glanztagen eines Ole Einar Björndalens. Vielleicht beruhigt es die Konkurrenz, dass Fourcade in Antholz erstmals in der Saison 2-Rennen hintereinander nicht gewann. Aber so wirklich dann wahrscheinlich doch nicht. Ein spannenderer Blick ist wer Best of the Rest ist. Da ist es naheliegend den 2. im Gesamtweltcup zu nennen: Anton Shipulin. Er lief in dieser Saison 6-mal aufs Podium und konnte zuletzt das Einzel in Antholz gewinnen, jedoch hat er auch gleich 7 Platzierungen außerhalb der Top-10 zu Buche stehen. Top oder Flop möge man meinen. Die anderen die es geschafft haben Fourcade zu schlagen, waren Anton Babikov, der danach nur noch einmal aufs Podest schaffte, Julian Eberhard in Oberhof, Johannes Thingnes Boe und natürlich Simon Schempp in den unvergessenen Finish im Massenstart von Oberhof.

Trotz diesen emotionalen Erfolg, läuft Schempp eine Saison unter seinen Möglichkeiten, sofern man die Platzierungen heranzieht. Es liegt zum einen an der totalen Dominanz Fourcades und zum anderen wahrscheinlich an den komplizierten Sommer den Schempp hatte. Er schaffte es aber schnell seine Ergebnisse zu stabilisieren, was in den Triumph von Oberhof mündete. Danach konnte er zwar nicht erneut aufs Podest laufen, war aber jedes Mal in den Top-10 zu finden. Sehr erfreulich ist dagegen die Saison von Arnd Peiffer und Erik Lesser. Peiffer wurde direkt am Saisonanfang in Östersund zweiter und konnte diesen Podestplatz in Oberhof(Sprint) mit Platz 3 wiederholen. Lesser war Teil dieser furiosen Schlussrunde im Oberhofer Massenstart, als er aus dem nichts noch einen Fourcade abfing und sich hinter Schempp Platz 2 sicherte. Auch in den anderen Rennen liefen beide sehr konstant in die Top-10 rein, was mit den Plätzen 4 und 6 im Gesamtweltcup belohnt wird. Benedikt Doll fällt dagegen etwas ab. Er hat weiterhin Problem die Konstanz beim Schießen zu finden. Platz 16 im GWC spiegelt seine bisherige Saison gut wieder.

Während bei den Einzelrennen vielleicht situativ Langeweile aufkam, so gab es bei den Staffelnwettbewerben genügend Abwechslung. 3 verschiedene Sieger in 3 verschiedene Rennen. Den Anfang machte die französische Staffel. Im 2. Rennen der Saison in Ruhpolding gewannen die Weltmeister aus Norwegen. Bei der Generalprobe triumphierte das Deutsche-Team, der erste Staffel-Sieg seit dem WM-Erfolg 2015. Aber auch hier ist zu betonen, dass die Teams oft nicht mit Bestbesetzungen antraten und deshalb nur begrenzt Aussagekraft hinsichtlich der Weltmeisterschaft hat.

Die Strecke:

Die 49. Biathlon-Weltmeisterschaften finden im österreichischen Hochfilzen in Tirol statt. 1967 wurde das Biathlon- und Skilanglaufstadion eröffnet und ist seit 2003 fester Bestandteil des Weltcup-Kalenders. Schon drei Mal wurden an dieser Stelle Biathlon-Weltmeistschaften ausgetragen, zuletzt 2005 mit dem überragenden Athleten Ole Einar Björndalen, der in 4 Rennen drei Mal Gold gewann. Die Strecken in Hochfilzen zählen mit Sicherheit nicht zu schwersten des Weltcups. Steile Anstiege und rasante Abfahrten sind in Hochfilzen eher Mangelware. Die Sprint-Runde der Herren hat gerade mal einen Gesamtanstieg von 257 Meter, was der mit Abstand niedrigste Wert im gesamten Weltcupkalender ist. Jedoch sollte man sich davon nicht täuschen lassen. Hochfilzen hat die Tücke, dass man sich an keiner Stelle ausruhen kann, die ganze Zeit wird durch gedampft. Die Athleten mit einer besonders guten Lauftechnik könnte dies etwas bevorteilen.

Der Gastgeber:

Es gab mit Sicherheit schon hellere Tage im Biathlon-Lager unserer Nachbarn, wenn gleich natürlich auch dunklere. Simon Eder, immerhin 5. Platzierter im GWC der letzten Saison, kam aufgrund von Krankheiten diesen Winter bisher noch gar nicht in Tritt. Im Jahr 2017 hat er bisher noch an keinen Rennen teilgenommen, dennoch liegt sein Fokus ganz auf der Heim-WM. Das zweite Zugpferd Dominik Landertinger wurde auch durch einen Bandscheibenvorfall im Herbst zurück geworfen. Immerhin konnte er in Ruhpolding und auch in Antholz unter die besten 10 laufen. Einen Grund zu Freude haben die Österreicher dagegen bei Julian Eberhard. Er gewann nicht nur den Sprint in Oberhof sondern wurde auch in Ruhpolding 2. Eine Medaille im Sprint ist die größte Medaillenchance aus Sicht der Ösis. Sonst war die Herren-Staffel immer ein Medaillenkandidat, aber die anderen Nationen sind so weit davon geeilt, dass eine Medaille eine Überraschung wäre. Bei den Damen heißt die Hoffnung Lisa Theresa Hauser, die schon mit der einen oder anderen guten Platzierung in diesen Winter überzeugen konnte. Jedoch scheint eine Medaille nur im Einzel realistisch zu sein und selbst da gibt es erst mal andere Namen, die zu nennen sind.

Die deutsche Aufstellung:

Herren:

Für den DSV starten Simon Schempp, Arnd Peiffer, Erik Lesser, Benedikt Doll und Florian Graf, wobei Florian Graf der Ersatzläufer ist und nur dann einspringt, wenn einer der anderen Vier passen muss. So ist die Sachlage bei den deutschen Männern dieses Jahr klar. Diese Vier werden jedes Rennen bestreiten inklusive der Staffel. Schempp, Peiffer und Lesser haben ebenfalls den Start im Massenstart sicher. Nur Doll muss noch etwas zittern dürfte aber gute Chancen haben, am Ender der WM auch das 5. Rennen zu laufen. Die einzige Interessante Frage ist, wer zu Beginn die Mixed-Staffel laufen wird. Simon Schempp sollte hier klar gesetzt sein. Den zweiten Platz werden die Trainer zwischen Peiffer und Lesser bestimmen müssen.

Damen:

Laura Dahlmeier, Franziska Hildebrand, Vanessa Hinz, Maren Hammerschmidt und Nadine Horchler haben alle die WM-Norm geschafft und stehen im WM-Aufgebot. Miram Gössner und Denise Hermann haben es nicht geschafft sich zu qualifizieren. Durch den Ausfall von Preuß reist der DSV mit fünf Athleten nach Hochfilzen. Diese fünf werden auch den Sprint und Verfolgung in Angriff nehmen, da Laura Dahlmeier als amtierende Weltmeisterin der Verfolgung einen extra Startplatz hat. Für Horchler, die vor zwei Jahren noch aus dem Föderkader des DSV gestrichen wurden ist, ist der Start bei einem WM-Kader natürlich eine riesen Sache. Ob sie noch auf weitere Einsätze hoffen kann, hängt von den Platzierungen des Sprints/Verfolger ab. Sollten die anderen deutschen Starterinnen jedoch die Leistung aus dem Weltcup bringen, wovon ich ausgehe, werden diese vier auch das Einzelrennen und die Staffel laufen. Wie bei Schempp bei den Männern, ist Dahlmeier für jedes Rennen inklusive Mixed-Staffel gesetzt. Für den zweiten Startplatz haben die Trainer die Qual der Wahl zwischen Hildebrand, Hinz und Hammerschmidt.

Prognose:

Interview mit Maxi_FCB:

Werden wir, wie im Weltcup, eine Martin Fourcade Show sehen oder gibt es einen bzw. mehrere Athleten die eine totale Dominanz des Franzosen verhindern können?

Ich habe sehr wenige Zweifel daran, dass wir in Hochfilzen einmal mehr Martin Fourcade-Festspiele erleben werden. Am Schießstand hat er sich noch einmal gesteigert, läuferisch ist er ohnehin in einer eigenen Liga. Zuletzt in Antholz menschelte der Überathlet dieser Sportart zwar erstmals in dieser Saison, aber das war auch ein Wochenende am Ende eines Trimesters. In Hochfilzen wird Fourcade knapp 3 Wochen Zeit zur Regeneration gehabt haben und vor allem in Sprint, Verfolgung und Massenstart als absoluter Top-Favorit ins Rennen gehen. Ist er fit und in Normalform werden die Goldmedaillen alleine über ihn vergeben werden. Im Einzel dagegen ist Fourcade mit einer makellosen Schießleistung durchaus zu schlagen, speziell Anton Shipulin habe ich hier auf der Rechnung. Pünktlich zur WM meldete sich zuletzt auch Johannes Thinges Boe mit dem Sieg im Massenstart von Antholz zurück, er kann Fourcade dank seiner läuferischen Klasse in Sprint, Verfolgung oder Massenstart durchaus mal angreifen. Auch Emil Hegle Svendsen kann, wenn Fourcade etwas anbietet, durchaus in der Lage sein, dieses Angebot zu nutzen.

Schafft es Simon Schempp endlich seine heißersehnte Einzelmedaille zu gewinnen? Und was traust du den anderen deutschen Startern zu?

Ja, die Zeit ist definitiv mal reif für eine Medaille. Die Weltspitze im Herren-Biathlon ist nicht übermäßig breit, hinter Fourcade, Shipulin, Boe, Svendsen und eben Schempp klafft dann schon eine Lücke. Schempp gehört läuferisch zu den Besten, kann auf der Schlussrunde jeden (inklusive Fourcade) schlagen. Er schießt gefühlt allerdings etwas instabiler als in den vergangenen Jahren, deshalb bin ich ein wenig skeptisch, ob es wirklich zu einer Goldmedaille reicht. Um Fourcade zu schlagen, müsste er sich am Schießstand eigentlich komplett schadlos halten. Silber oder Bronze sollten aber durchaus im Bereich des Möglichen sein, die Konkurrenz ist wie gesagt - nicht riesengroß. Verfehlt er dies erneut, wäre es schon eine herbe Enttäuschung. Arnd Peiffer kann dank seiner guten Schießleistungen vor allem im Einzel etwas nach vorne schielen, aber ich bezweifle, dass er in den Kampf um die Einzelmedaillen eingreifen kann. Erik Lesser dagegen ist eine wandelnde Wundertüte. Großereignisse liegen ihm, wie Olympia-Silber und WM-Gold - beide in der Verfolgung belegen. Bei einem günstigen Rennverlauf und einem Sahnetag kann er durchaus für eine Überraschung sorgen, aber erwarten sollte man dies von ihm nicht, höchstens erhoffen. Benny Doll disqualifiziert sich mit seinen stehenden Schießeinlagen für jede Medaillendiskussion.

Die Staffel der Männer verspricht totale Spannung. Russland und Deutschland, die durch eine kompakte Mannschaftsleistung herausragen, Norwegen durch die individuelle Klasse eines Johannes Thinges Boe und Emil Hegle Svendsen und natürlich Frankreich die am Ende mit Martin Fourcade den größten Trumpf in der Hinterhand haben. Welcher dieser Staffeln siehst du am Ende ganz vorn? Oder gibt es gar einen Überraschungscoup?

Nominell und mit Blick auf den Gesamtweltcup bringt Deutschland definitiv das beste und ausgeglichenste Quartett auf die Loipe, da braucht es keine falsche Bescheidenheit. Aber so abgedroschen das klingt Staffeln haben ihre eigenen Gesetze. Sonst hätte es nicht drei Anläufe benötigt, bis eine deutsche Herren-Staffel diese Saison ihr erstes Rennen gewinnen konnte und dies nur ganz knapp. Den Druck, nicht nur für sich selbst, sondern für noch drei andere Athleten seine Bestleistung abrufen zu müssen, scheinen die deutschen Athleten nicht so gut wegstecken zu können wie etwa die Russen, bei denen in steter Regelmäßigkeit No-Name-Athleten ohne Nachlader durch das Rennen kommen, während sich Doll, Peiffer und Lesser vor allem stehend um Kopf und Kragen schießen. Auch die Norweger wirken nicht selten nervenstärker. Bei den Franzosen kommt es darauf an, wie sich der vierte Athlet neben Fillon, Beatrix und Martin Fourcade anstellt. Simon Desthieux oder Simon Fourcade sind für Patzer gut, die selbst der große Martin Fourcade nicht mehr alleine kompensieren kann. Erledigen sie ihren Job aber einigermaßen solide, ist alles möglich Martin sei Dank. Einen Überraschungscoup sehe ich dagegen überhaupt nicht. Ich persönlich tippe auf Russland vor Deutschland und Norwegen. Mit Babikov und Tsvetkov hat man inzwischen gute und vor allem nervenstarke Ergänzungen zu den etablierten Garanichev und Shipulin.

Letztes Jahr war Marie Dorin-Habert die überragende Sportlerin der Weltmeisterschaften. Glaubst du, dass es dieses Jahr eine ähnlich dominante Sportlerin geben wird? Welche der Top-4 traust du es zu der Star dieser WM zu werden? Welche Rolle könnten die anderen deutschen Starter neben Laura Dahlmeier spielen?

Ich glaube eher an sehr ausgeglichene Weltmeisterschaften als an eine Überathletin. Mäkäräinen, Dahlmeier sowie Koukalova bewegen sich derzeit auf absoluter Augenhöhe und Dorin Habert ist ein Wettkampftyp, der bei Großereignissen nochmal eine Schippe drauflegen kann. Die Abstände zwischen diesen Athletinnen sind zu gering, als dass eine Athletin Kreise um alle anderen fahren könnte. Einen echten WM-Lauf traue ich bis auf Koukalova im Grunde eigentlich allen Genannten zu, aber im Endeffekt kann ich mir wie gesagt nicht vorstellen, dass sich die anderen Kontrahentinnen dann über zwei Wochen total dominieren lassen. Ich will nicht das Gegenteil heraufbeschwören, aber im Prinzip sehe ich derzeit Laura Dahlmeier theoretisch als die beste und stabilste Athletin des Feldes. Wenn überhaupt irgendjemandem dieses Kunststück gelingen könnte, dann am ehesten ihr, zumal ihr Saisonplan wohl komplett auf die Weltmeisterschaften ausgerichtet wurde. Die anderen deutschen Starterinnen werden ihr WM-Highlight wohl in der Staffel erleben, in den Einzelwettbewerben kann ich mir allenfalls Preuß und Hildebrand als Medaillenkandidatinnen vorstellen und auch das nur mit etwas Fantasie.

Darja Domracheva feierte Anfang des Jahres nach fast 2 Jahren Pause durch Erkrankung und Babypause ihr Comeback. Was kann sie in Hochfilzen schon erreichen?

Dashas Fortschritte sind definitiv beachtlich. Im ersten Rennen von Oberhof auf Rang 37 in den Weltcup zurückgekehrt, im Sprint von Ruhpolding schon wieder unter den Top-15, auch wenn sie im Einzel von Antholz dann doch dem Wind Tribut zollen musste. Es würde aber dennoch an ein Wunder grenzen, wenn sie in Hochfilzen tatsächlich schon wieder in Medaillennähe auftauchen würde, dazu schießt sie noch zu instabil, auch wenn sie läuferisch schon wieder zu gefallen weiß (fünftbeste Laufzeit im Einzel von Antholz!). Im Auge behalten muss man sie auf jeden Fall, immerhin sprechen wir hier von keiner geringeren als der großen Darya Domracheva.

Wie bei den Männern wird auch die Staffel der Damen ein absolutes Highlight. Es verspricht ein Zweikampf zwischen den deutschen und französischen Staffeln. Welche der beiden siehst du vorn? Könnten das tschechische Team oder die Weltmeister aus Norwegen den beiden Favoriten gefährlich werden?

3 Staffelrennen, 3 deutsche Siege ich denke, die Ausgangslage ist damit eigentlich klar umrissen. Die Deutschen versammeln in der Besetzung mit Hildebrand, Hinz, Preuß und Dahlmeier ein Quartett aus vier überdurchschnittlichen Schützinnen und mindestens soliden Läuferinnen. Beste Voraussetzungen für eine Goldmedaille eigentlich. Denn zu den Staffelrennen haben die Athletinnen bereits drei Einzelwettbewerbe sowie gegebenenfalls eine Mixed-Staffel, absolviert binnen 7 Tagen, in den Beinen. Das könnte den läuferisch in der Summe stärker einzuschätzenden Französinnen in die Karten spielen, die mit Aymonier, Chevalier und Braisaz auf läuferisch hochbegabten Nachwuchs neben den arrivierten Bescond und Dorin Habert zurückgreifen können. Die Tschechinnen bräuchten einen Sahnetag ihrer Wackelkandidatin Charvatova, aber selbst dann hätten sie es gegen Frankreich und Deutschland schwer. Die Norwegerinnen müssten insgesamt über sich hinauswachsen, um auf mehr als Rang 3 schielen zu können. Mein Tipp: Deutschland vor Frankreich und Norwegen.

Vielen Dank

Zeitplan

Mixed Staffel Donnerstag, 09.02 (14:45 Uhr)

Damen-Sprint Freitag, 10.02 (14:45)

Herren-Sprint Samstag 11.02 (14:45)

Damen-Verfolgung Sonntag 12.02 (10:30)

Herren-Verfolgung Sonntag 12.02 (14:45)

Damen-Einzel Mittwoch 15.02 (14:30)

Herren-Einzel Donnerstag 16.02 (14:30)

Damen-Staffel Freitag 17.02 (14:45)

Herren-Staffel Samstag 18.02 (14:45)

Damen-Massenstart Sonntag 19.02 (11:30)

Herren-Massenstart Sonntag 19.02 (14:45)

KOMMENTARE
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Dolo
08.02.2017 | 16:23 Uhr
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Dolo : 
08.02.2017 | 16:23 Uhr
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Dolo : 
Vielen Dank für das Feedback

Ja das mit den Terminen ist schief gelaufen, dafür übernimmt aber der Blogeditor die Verantwortung . Aber ausLE hat ja schon eine gute Alternative für die Termine genannt

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ausLE
08.02.2017 | 15:18 Uhr
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ausLE : 
08.02.2017 | 15:18 Uhr
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ausLE : 
Ganz feines Ding!
Leider sind die Termine nicht AN-freundlich.


Und hier ist der Wintersport-Live-Talk dazu:
http://www.spox.com/myspox/group-blogdetail/0,214882.html

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Maxi_FCB
08.02.2017 | 14:58 Uhr
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Maxi_FCB : 
08.02.2017 | 14:58 Uhr
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Maxi_FCB : 
Tolle Arbeit! Trotz der knappen Zeit eine wunderbar informative Vorschau, die nicht zu kurz und nicht zu lang geraten ist. 10er!

Der Ausfall von Franzi Preuß ist bitter, v.a. für die Staffel. Auch mit Hammerschmidt stellt man zwar das nominell beste Quartett, aber Hammerschmidt ist eher als Preuß jemand, der plötzlich mal 3 Nachlader stehend braucht und gegen die Strafrunde kämpfen muss. Daher wird das den Staffelwettbewerb noch spannender als ohnehin schon machen.

Mein (zurückhaltender) DSV-Medaillentipp: 2x Gold, 3x Silber, 2x Bronze.
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Talentfrei
08.02.2017 | 12:58 Uhr
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Talentfrei : 
08.02.2017 | 12:58 Uhr
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Talentfrei : 
Hervorragend! Werde wohl das meiste sehen können, abgesehen von der Mixed-Staffel und vermutlich der Damen-Staffel.. aber sonst bin ich natürlich dabei!

Danke für die Übersicht.
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Voegi
MODERATOR
08.02.2017 | 12:23 Uhr
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Voegi : 
08.02.2017 | 12:23 Uhr
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Voegi : 
super vorschau. ganz starker arbeit. auf eine tolle wm!
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ohneWitz
08.02.2017 | 10:46 Uhr
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ohneWitz : 
08.02.2017 | 10:46 Uhr
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ohneWitz : 
Toller Blog!

könnten tolle Weltmeisterschaften aus deutscher Sicht werden vor allem bei den Damen

Hat der DSV eigentlich eine Medaillen Vorgabe?
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