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NFL @ SPOX


Gründer: Master_Of_Disaster | Mitglieder: 794 | Beiträge: 201
Von: Stefano23
12.08.2019 | 2144 Aufrufe | 9 Kommentare | 7 Bewertungen Ø 8.9
Alles beim Alten in Atlanta?
Season Preview 2019 - Atlanta Falcons
Die Saisonvorschau für die Atlanta Falcons 2019 gibt's hier:

Rückblick

Verletzungssorgen ist das perfekte Stichwort, um die Falcons Saison 2018 zusammenzufassen. Innerhalb weniger Wochen nach Saisonbeginn zwangen die schweren Verletzungen und langen Ausfälle der defensiven Leistungsträger Grady Jarrett, Deion Jones, Keanu Neal und Ricardo Allen die Offense um Quarterback Matt Ryan regelmäßig in Shootouts, die Atlanta selten für sich entscheiden konnte.

Nach einem 1:4-Start waren die Playoffs zu Saisonmitte wieder in Reichweite. Die instabile, verletzungsgeplagte Offensive Line konnte jedoch weder Matt Ryan beschützen, der 42 Sacks einstecken musste, noch erlaubte sie ein effizientes Run Game. Auch wenn Ryan statistisch gesehen eine der besten Saisons seiner Karriere spielte (35 TDS, 7 INT, 4924 YDS, 108,1 RTG), war die Offense nicht in der Lage, das Team allein zu tragen.

Nach einer von Verletzungen geprägten, enttäuschenden Saison beendete man die NFC South abgeschlagen auf Platz 2 mit einem 7:9-Record.

Free Agency

Erste Veränderungen waren zunächst im Coaching Staff bemerkbar. Unter anderem der umstrittene und oft unglücklich agierende Offensive Coordinator Steve Sarkisian sowie Defensive Coordinator Marquand Manuel und Special Teams Coordinator Keith Armstrong mussten gehen. Ersetzt wurden sie durch den ehemaligen Buccaneers-Head Coach Dirk Koetter (OC), der bereits von 2012 bis 2014 in selbiger Funktion bei den Falcons tätig war. Mike Mularkey, ebenfalls ehemaliger OC von 2008 bis 2011, übernimmt nun als Tight End Coach. Head Coach Dan Quinn wird zusätzlich als Defensive Coordinator fungieren.

Erwähnenswerte Neuzugänge:

James Carpenter, G, New York Jets, 4 Jahre, 21 Mio. Dollar

Jamon Brown, G, New York Giants, 3 Jahre, 18,25 Mio. Dollar

Tyeler Davison, DT, New Orleans Saints, 1 Jahr, 895.000 Dollar

Adrian Clayborn, DE, New England Patriots, 1 Jahr, 2 Mio. Dollar

Allen Bailey, DE/DT, Kansas City Chiefs, 2 Jahre, 10,5 Mio. Dollar

Erwähnenswerte Abgänge:

Andy Levitre, G, Karriereende

Brandon Fusco, G, TBA

Tevin Coleman, RB, San Francisco 49ers

Bruce Irvin, DE, Carolina Panthers

Robert Alford, CB, Arizona Cardinals

Brian Poole, CB, New York Jets

Matt Bryant, K, TBA

Der Fokus der Free Agency-Signings lag darauf, der Defensive Line und Offensive Line mehr Tiefe zu geben. Primäres Ziel waren aber die erfolgreichen Vertragsverlängerungen mit den Leistungsträgern Deion Jones (ILB, 4 Jahre, 57 Mio. Dollar) und Grady Jarrett (DT, 4 Jahre, 68 Mio. Dollar).

Draft

Round 1, Pick 14: Chris Lindstrom, G, Boston College

Round 1, Pick 31: Kaleb McGary, OT, Washington

Round 4, Pick 111: Kendall Sheffield, CB, Ohio State

Round 4, Pick 135: John Cominsky, DE, Charleston

Round 5, Pick 152: Qadree Ollison, RB, Pittsburgh

Round 5, Pick 172: Jordan Miller, CB, Washington

Round 6, Pick 203: Marcus Green, WR/RB, Louisiana Monroe

Den Falcons standen vor dem Draft neun Picks zur Verfügung, die meisten, seit Arthur Blank die Franchise 2002 übernommen hatte. Die vorhandene Munition wurde intensiv für Trades genutzt (u.a. wurden der 2nd und 3rd Round Pick 2018 für No. 31 Overall zu den Rams getradet).

Die Offensive Line wurde als die große Schwachstelle identifiziert und teuer adressiert. Mit Chris Lindstrom sicherte man sich einen kraftvollen und sehr physisch agierenden Tackle, der sofort auf RG startet und die Offensive Line vor allem im Runblocking verbessern sollte.

No. 31 Overall Kaleb McGary wurde kontrovers diskutiert, vor allem da er für einen Zweit- und Drittrundenpick viel Draftkapital kostete und in der Free Agency Brown, Carpenter und Sambrailo bereits teuer bezahlt wurden. Er gilt als vorwiegend physischer Powerblocker.

Die Priorisierung der Offensive Line fiel zu Lasten anderer, zu schließender Baustellen. Das dünne Cornerbackcorps wurde erst in der vierten Runde mit CB Kendall Sheffield adressiert, der primär im Slot eingesetzt werden wird, aber ebenso wie CB Jordan Miller noch Zeit brauchen dürfte, sich an die NFL zu gewöhnen.

DE John Cominsky, der aus der NCAA Division II kommt, muss seine vorhandene Athletik auf den Platz bringen, und lernen, nicht nur seine Kraft, sondern auch Technik einzusetzen.

Ollison verkörpert einen kraftvollen Powerrunner für Short Yardage-Situationen. Auch wenn Quinn ihn als Four-Down-Runner bezeichnet, sollte die Anzahl seiner Snaps überschaubar bleiben.

Sechstrundenpick Marcus Green soll primär eine Rolle in den eher schwachen Special Teams bekommen, vor allem um die in den letzten Jahren unterdurchschnittliche Performance des Punt- und Kickreturn auf ein neues Level zu heben.

Offense

Voraussichtliche Starter:

Quarterback: Matt Ryan

Runningback: Devonta Freeman

Wide Receiver: Julio Jones

Wide Receiver: Calvin Ridley

Slot Receiver: Mohamed Sanu

Tight End: Austin Hooper

Left Tackle: Jake Matthews

Left Guard: James Carpenter

Center: Alex Mack

Right Guard: Chris Lindstrom

Right Tackle: Ty Sambrailo

Mit dem Wechsel von Steve Sarkisian zu Dirk Koetter entfernt sich Atlanta noch ein Stück weiter von der Kyle-Shanahan-Offense aus der starken 2016er Saison. Outside Zone Run und ein darauf aufgebautes, effizientes und vielseitiges Play Action-Passspiel sollte jedoch weiter die Basis von Atlantas Offense bleiben. Anderenfalls würde man sich der eigenen Stärken zu sehr berauben. Mit Koetter werden jedoch vor allem vertikale Elemente Einzug erhalten und damit verbunden Würfe, die Matt Ryan in enge Wurffenster bringen muss. Zudem könnten vermehrt Power-Run-Designs in die Offense integriert werden, dafür sprechen beispielsweise die Stärken der beiden Offensive Line-Rookies Lindstrom und McGary, sowie die neuen Runningbacks Ollison und Barner.

Quarterback Matt Ryan geht in seine zwölfte Saison mit den Falcons und spielt seit Jahren auf einem konstant hohen Level. Es gibt wenig Anlass zu vermuten, dass er diese Zahlen nicht wieder auflegen kann. Die Frage ist, wie sich die Offense mit Dirk Koetter als Playcaller verändert. Hinter ist Matt Schaub der Backup, der dritte Quarterback Kurt Benkert ist auf der Injury Reserve Liste.

Left Tackle Jake Matthews und Center Alex Mack sind die Säulen, um die herum die Offensive Line neu aufgebaut werden soll. Beide zählen zu den Besten auf ihren jeweiligen Positionen. Neuzugang James Carpenter sollte auf der schwächelnden Left Guard-Position die Nase vor Jamon Brown haben. Lindstrom ist auf RG gesetzt. Kaleb McGary sollte sich in den Trainingscamps beweisen und seine Position als Starter auf Right Tackle rechtfertigen. Allerdings wird er wegen eines operativen Eingriffs am Herzen den Saisonstart verpassen. Swing Tackle Ty Sambrailo wird daher die Position des RT zunächst einnehmen.

Das Wide Receiver-Corps gehört mit Julio Jones, Mohamed Sanu und Calvin Ridley zum Besten der gesamten Liga. Julio Jones hatte mit 113 REC, 8 TD und 1.677 YRDs ein herausragendes Jahr, und wird auch in einer vertikaleren Offense sehr gut funktionieren. Calvin Ridley hatte eine sehr gute Rookiesaison (64 REC, 821 YRDs, 10 TD) und sollte in seinem zweiten Jahr einen weiteren Schritt nach vorne machen. Vor allem seine Geschwindigkeit und sein Route Running haben imponiert, wodurch er die hohen Erwartungen aus dem College bestätigte. Mohamed Sanu (66 REC, 838 YRDs, 4 TD) komplettiert das Starting Receiver-Trio.

Atlanta zeichnet hier eine hohe Flexibilität aus, da alle drei Spieler sehr variabel einsetzbar sind. So kann Ridley mit seiner Explosivität und Geschwindigkeit ebenso außen eingesetzt werden, während Julio Jones damit in die Rolle des Big-Slot-Receivers schlüpfen kann. Als Alternativen stehen zudem Justin Hardy und Russel Gage bereit.

Von Tight End Austin Hooper muss dagegen der nächsten Entwicklungsschritt kommen. Zwar hatte er 2018 71 REC und 4 TD, wurde im passlastigen Ansatz der Falcons jedoch vor allem auf kurze Distanzen gesucht und sehr limitiert eingesetzt. Vor allem im Blocking und im vertikalen Passspiel muss er sich deutlich verbessern. Hinter Hooper ist das Tight End-Corps qualitativ eher schwach besetzt. Nennenswerte Alternativen sind Luke Stocker, Eric Saubert und Logan Paulsen.

Gerade einmal 65 Yards verzeichnete Devonta Freeman aufgrund von Verletzungen in der vergangenen Saison. Er gilt als klassischer Outside-Zone-Runner und passt damit exzellent in Atlantas Offense. Freeman bleibt auch kommende Saison der Starter und ist gesetzt. Erste Alternative zu ihm ist Ito Smith, der in seine zweite NFL-Saison geht und 2018 während Freemans Verletzung bereits als Nummer zwei hinter Tevin Coleman einen soliden Job machte und auch ins Passing-Game mit eingebunden war (27 REC, 152 YRDs). Dahinter stehen mit Kenjon Barner, Brian Hill und Rookie Quadree Ollison interessante Optionen bereit. Vor allem Ollison könnte als Power Back für Short Yardage -Situationen ein fehlendes Puzzleteil werden.

Die Falcons Offense ist zumindest auf dem Papier eine der Besten der gesamten NFL. Ein Top 5-8 Quarterback, ein herausragendes Receivercorps und eine solide Offensive Line mit viel Potential nach oben sind eine gute Basis, um pro Spiel um die 30 Punkte auflegen zu können. Fragezeichen bleiben vor allem bei Koetter und seiner Vorliebe für Playcalls mit Würfen in enge Fenster. Zudem bleibt abzuwarten, ob die Neuzugänge in der Offensive Line sofort das erhoffte Upgrade darstellen, oder ob gerade die Rookies noch Zeit brauchen.

Defense

Voraussichtliche Starter

Defensive End: Takkarist McKinley

Defensive Tackle: Grady Jarrett

Defensive Tackle: Jack Crawford

Defensive End: Vic Beasley

Outside Linebacker: DeVondre Campbell

Inside Linebacker: Deion Jones

Slot Cornerback: Damontae Kazee

Cornerback: Desmond Trufant

Cornerback: Isaiah Oliver

Free Safety: Ricardo Allen

Strong Safety: Keanu Neal

Platz 27 in der Passing Defense (7,5 zugelassene Yards per Attempt), Platz 25 in der Rushing Defense (4,9 Yards per Attempt). Die Statistiken der 2018er Saison lesen sich für ein Team mit Playoffambitionen verheerend. Zwar standen wichtige defensive Stützen über weite Teile der Saison 2018 nicht zur Verfügung, auf die neue Saison blickend wirft es jedoch die Frage auf, wie Atlanta mit kaum verändertem Personal es schaffen kann, defensiv stabiler zu werden.

Quinns Defense beruht hauptsächlich auf einer Cover-3 bzw. Cover-1 Zone Defense, die mit sehr wenig Blitzing auskommen und Druck über Coverage und die Defensive Line erzeugen möchte. Die notwendige Geschwindigkeit auf der Linebacker-Position ist mit Campbell und Jones vorhanden, ebenso auf Safety mit Keanu Neal und Ricardo Allen. Grundsätzlich ist die Mitte der Defense mit Jarrett, Jones und dem Safety-Duo aus Allen und Neal die große Stärke.

Verfolgt man die Diskussionen von Footballexperten der vergangenen Wochen, stellte sich auf der defensiven Seite des Footballs eine zentrale Frage: Gewinnen moderne Defenses über ihre Secondary oder über ihre Front? Im Umkehrschluss bedeutet es, dass entweder die Front 4 oder die Secondary gut bis sehr gut sein muss. Blickt man auf Atlantas Kader, darf die berechtigte Frage gestellt werden: ist überhaupt einer der beiden Mannschaftsteile gut?

Während es auf Safety mit Neal und Allen (Ishmael und Neasman als Backups) gut bis sehr gut aussieht, fehlt es im Cornerbackcorps deutlich sowohl an Quantität als auch an Qualität. Desmond Trufant ist die klare Nummer eins und gesetzt. Neben ihm startet Isaiah Oliver, der in sein zweites NFL-Jahr geht und auf den Head Coach Dan Quinn große Stücke hält. Damontae Kazee, der auch als Free Safety agieren kann, ist als Slotcornerback eingeplant.

Trufant ist zwar ein guter Nummer 1-Cornerback, jedoch fehlt ihm noch der letzte Schritt, ein echter Shutdown Corner zu sein. Da Dan Quinn zudem bevorzugt in Zone Coverage spielen lässt, sollte der Fokus der gegnerischen Offense darin liegen, Trufant zu isolieren und Oliver in unvorteilhafte Matchups mit dem gegnerischen Nummer 1-Receiver zu zwingen.

Erste Alternativen für Trufant und Oliver sind Blidi Wreh-Wilson und Rookie Jordan Miller. Als Alternative für Kazee im Slot steht Rookie Kendall Sheffield bereit, der aber ebenso Outside spielen könnte.

Die Linebacker Deion Jones und Devondre Campbell stehen für Flexibilität und Geschwindigkeit. Vor allem Jones ermöglicht in seiner Hybridrolle einiges an Flexibilität für die restliche Defense. Die Tiefe und Qualität dahinter sieht jedoch mit den Alternativen bestehend aus Duke Riley, Foyesade Oluokun und Bruce Carter wenig vielversprechend aus.

Neben der Coverage ist der Passrush das zweite große Fragezeichen. Auf den Edgepositionen sollte Takk McKinley gesetzt sein, dahinter wird mit Vic Beasley, der um einen neuen Vertrag spielt und per 5th Year Option gehalten wurde, Adrian Clayborn, der nach einem Jahr aus New England zurück nach Atlanta kommt, Allen Bailey und John Cominsky rotiert. Keiner der Spieler garantiert jedoch aufgrund seiner individuellen Qualität viele Quarterback Pressures. Diese müssen mit Hilfe des Schemes und einer starken Interior Defensive Line um Grady Jarrett erzeugt werden. Jarrett wird dabei, je nach Formation, von Jack Crawford, Deadrin Senat oder Tyeler Davison unterstützt.

Special Teams

Letzter Puntreturn-Touchdown in Atlanta? 2014 durch Devin Hester. Letzter Kickoff-Return Touchdown in Atlanta? Eric Weems 2010. Auch wenn die genannten Beispiele nicht dazu dienen können, die Special Teams zu bewerten, stehen sie exemplarisch für ein großes Problem der Falcons in den vergangenen Jahren: Die Effektivität der Special Teams, vor allem die Punt- und Kickreturs waren überwiegend schwach.

Daher gab es neben den bereits erwähnten Verändungen im Coaching Staff auch Veränderungen beim Special Teams Coordinator: Von den Washington Redskins wurde Ben Kotwica geholt, der gemeinhin einen exzellenten Ruf genießt und Atlantas Special Team effektiver machen soll.

Dabei nahm man auch personell keine Rücksicht. Der 44 jährige Kicker Matt Bryant wurde entlassen und durch den 28 jährigen Giorgio Tavecchio ersetzt. Tavecchio gehörte bereits letzte Saison zum Team und wurde ab und an für Bryant eingesetzt.

Um den Job als Kickreturner streiten sich Rookie Marcus Green, Kenjon Barner und Justin Hardy. Alle drei werden dabei ihre Möglichkeiten bekommen, derzeit sollte aber Marcus Green die Nase vorn haben. Der Rookie wurde vor allem wegen seiner Fähigkeiten als Returnspezialist geholt.

Als Long Snapper ist Josh Harris weiter gesetzt, ebenso unumstritten ist und bleibt Punter Matt Bosher.

Players to watch

Calvin Ridley

64 Receptions, 821 Yards, 10 Touchdowns. Ridleys Rookie-Jahr verlief vielversprechend. Kann er 2019 einen weiteren Schritt nach vorne machen und Mohamed Sanu als Nummer 2 ablösen?

Ito Smith

90 Carries, 350 Yards, 4 Touchdowns. Smith hatte eine ordentliche erste Saison. Kann er mit Freeman ein ähnlich gefährliches Runningback-Duo bilden wie Freeman und Coleman?

Isaiah Oliver

Ein dritter Spieler in seinem zweiten Jahr. Nach dem Verlust von Robert Alford benötigen die Falcons eine gute Nummer 2 neben Trufant. Dann Quinn hält große Stücke auf ihn. Ist Oliver die Antwort in einem dünn besetzten Cornerbackcorps?

Vic Beasley

15,5 Sacks und 6 Forced Fumbles. Beasleys Zahlen aus der Saison 2016 lesen sich gut. Die Jahre darauf baute er komplett ab und rechtfertigte weder seinen 1st-Round Pick, noch die Verlängerung per 5th-Year-Option, die mangels Alternativen dennoch kam. Quinn möchte ihn wieder in die Spur bekommen. Findet Beasley nochmal Anschluss an die 2015er Form?

Ausblick und Spielplan

Die Saison der Falcons hängt an sehr vielen wenns und obs. Greift Koetters Spielidee? Ist die Offensive Line sofort besser? Sind Trufant und Oliver auf den Cornerbackpositionen ausreichend? Gelingt es Dan Quinn irgendwie, einen effektiven Passrush zu kreieren? Bleiben die Falcons dieses Jahr von Verletzungen verschont?

Grundsätzlich befindet sich Atlanta mit Matt Ryan immer noch im Titelfenster. Die Frage ist, ob das Front Office um General Manager Thomas Dimitroff die Schwachstellen offensiv genug adressiert hat. Meiner Meinung nach ein klares Nein. Auch wenn Atlanta den Eindruck einer Wohlfühloase macht, spielt man nicht zumindest bis in Week 17 um die Playoffs, könnten auch die Tage von Headcoach Dan Quinn gezählt sein.

Die Falcons haben zudem einen sehr knackigen Schedule erwischt. Neben der ohnehin starken eigenen Division mit den Saints, Buccaneers und Panthers, spielt Atlanta dieses Jahr gegen die AFC South und NFC West.

In den ersten drei Wochen spielt Atlanta in Minnesota, gegen die Eagles und bei den Colts; ein 0:3- Start wäre nicht überraschend. Aktuell tippe ich auf 10:6, ob das für die Playoffs reicht, hängt wohl auch davon ab, ob man gegen die direkte Konkurrenz um eine Wildcard, wie z.B. in San Francisco und gegen Seattle gewinnen kann.

ø 8.9
KOMMENTARE
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Weltklasse04
17.08.2019 | 14:54 Uhr
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Weltklasse04 : Super Preview
17.08.2019 | 14:54 Uhr
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Weltklasse04 : Super Preview
Wie bei fast allen previews auch hier wieder gute Arbeit.
Danke an alle leute die sich hinsetzen und uns wirklich super Artikel hier präsentieren.
Danke dafür.
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Bendt
16.08.2019 | 09:14 Uhr
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Bendt : 
16.08.2019 | 09:14 Uhr
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Bendt : 
Ja bei den Cornerbacks fehlt es sowohl an Talent als auch an Tiefe. Trufant wird als Shutdown Corner bezahlt, spielte allerdings nur 2016 wie einer. Oliver hat definitiv Talent, hatte aber im letzten Jahr auch noch einige Patzer. Wenn man Kazee als Nickl noch sieht, sicherlich ein upgrade zu Poole im letzten Jahr und endlich einer der turnovers produziert. Dahinter wird es auch schon ziemlich düster, Wreh-Wilson und die Rokkies Scheffield und Miller, mehr ist da leider nicht. Wobei ich bei Scheffield die Hoffnung habe, dass er mal ein richtig guter werden könnte.
Mein Wunschdraft wäre an 14 Dillard für RT und an 31 wie du sagst Murphy als CB.
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Stefano23
14.08.2019 | 14:07 Uhr
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Stefano23 : 
14.08.2019 | 14:07 Uhr
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Stefano23 : 
Danke für die Rückmeldungen. Da es meine erste Preview war, habe ich weiterführende Stats bewusst rausgelassen, einfach weil ich mir im Umgang noch nicht sicher war. Kommt aber hoffentlich.
@Der Lutz: ich bin mir ziemlich sicher, dass es Quinns letzte Chance ist und er ohne Playoffs nach der Saison ersetzt wird.
Stimmt, Bendt, Freeman hätte sich tatsächlich noch angeboten. Gehe bei deiner Einschätzung da auch mit. Ich mag ihn als Spieler unglaublich gerne, aber wenn die Verletzungen nicht wegbleiben sich Smith diese Saison nochmal weiterentwickelt, könnte es für ihn wirklich das Ende in Atlanta sein.
Zum Thema O-Line: Man hat es als die eine Schwachstelle ausgemacht, aber es bleibt ein Beigeschmack, weil es nicht die einzige ist. Bei Lindstrom habe ich keine Bauchschmerzen, auch rückblickend an 14 nicht, ebensowenig bei Carpenter in der FA. Brown für die Summe erschließt sich mir nicht so ganz und zu McGary: ich versteh den Pick an sich, aber nicht für diesen Preis. Der wäre, wie du sagst, auch später noch da gewesen. Und was mich persönlich immer noch ärgert: an 31 war Byron Murphy noch da, der hätte einfach super in Quinns Zone Coverage gepasst und eine riesige Schwachstelle abgedeckt.

Zum Thema Redzone schweige ich mich aus Immerhin wurde letzte Saison Julio wieder mehr eingesetzt. Da hab ich wirklich Hoffnung, dass es viel besser wird.
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Bendt
14.08.2019 | 12:21 Uhr
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Bendt : 
14.08.2019 | 12:21 Uhr
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Bendt : 
liest sich gut -> vielen Dank stefano

Was den Draft angeht bin ich auch sehr kritisch. Lindsrtom an 14 geht noch einigermaßen, wobei ich dann die beiden relativ teuren FA Brown und Carpenter nicht verstehe, da 5 mio+ für nen Guard auf der Bank schon abenteuerlich sind. Aber gut, zumindest sollte Lindstrom im blocking System der Falcons sofort gut funktionieren.
McGary an 31 fand ich persönlich grausam. Hätte man locker in der 2ten Runde bzw 3 oder sogar 4 Runde noch bekommen. Außerdem ist er vor allem gegen Speedrusher überfordert und hat außer seine Maße nichts was ein guter Tackle braucht. ( Technik, Kraft und schnelle Füße )

Player to watch ist für mich noch Freeman.
Ende der Saison könnte er mit 6mio dead cap gecuttet werden.
Grundsätzlich ein super RB, der perfekt ins System passt und um jeder Yard kämpft. Leider jedoch zu viel mit Verletzungen und Concussions ( was auch an seinem Laufstil liegt ) zu kämpfen gehabt. Außerdem auch mit dem Vertrag viel zu teuer, aber die Diskussion über den Preis eines RB wird ja eh momentan überall kontrovers geführt. Sollte es ihn in diesem Jahr wieder erwischen glaub ich wars da für ihn in ATL.

Ich hoffe dass es durch das veränderte Play call vor allem zu einer besseren Red Zone Offense kommt, hab jetzt kein Zahlen, aber bei den 16 Spielen die sich gesehen habe war es nach wie vor abenteuerlich was Sarkisian da abgeliefert hat. Nicht ganz so schlecht wie in 2017 ( Höhepunkt damals das Playoffspiel gegen die Eagles beim letzten Drive in der Red Zone ) aber trotzdem deutlich zu wenig bei dem vorhandenen Spielermaterial.
Dann müsste die Defense nur durchschnittlich agieren damit es zu deutlich mehr Siegen kommt als letztes Jahr. Mit Quinn als DC + Rückkehr der verletzen sollte das auf alle Fälle machbar sein.
Mit 10-6 gehe ich mit, aber nur wenn dies auch für die Playoffs reicht
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DerLutz
14.08.2019 | 10:35 Uhr
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DerLutz : 
14.08.2019 | 10:35 Uhr
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DerLutz : 
Die Preview liest sich gut. Beim nächsten Mal vielleicht noch ein paar weiterführende Stats wie Pressure Zahlen etc.

Um die Offense der Falcons mache ich mir keine Sorgen. Koetter hat mit seinem System bei den Bucs ordentlich Yards gemacht. Da Ryan weniger Fehler als Winston machen wird, dürften sogar noch ein paar Punkte mehr rausspringen.

Ich sage, dass die Defense die Playoffs kosten wird (und Quinn den Job?).
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Petzie
MODERATOR
13.08.2019 | 18:07 Uhr
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Petzie : 
13.08.2019 | 18:07 Uhr
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Petzie : 
Danke für die Preview! Und natürlich habe ich gerne geholfen
Ich tue mich bei den Falcons auch echt schwer, mit den Saints wird man wohl um die Divisionkrone kämpfen, die Panthers sehe ich noch nicht so weit, wenn auch erstarkt. Das werden viele enge Duelle, da könnte es besonders auf Konstanz und Verletzungsfreiheit ankommen. Der Rest des Schedules ist auch nicht unbedingt Fallobst, ein positiver Record sollte aber definitiv das Ziel sein, alles andere wäre schon eine Enttäuschung
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Stefano23
13.08.2019 | 10:41 Uhr
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Stefano23 : 
13.08.2019 | 10:41 Uhr
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Stefano23 : 
Danke für die Rückmeldung.
Ich tu mir mit einer Einschätzung auch immer noch immens schwer, weil ich die Defense nicht einschätzen kann. Da macht mir nicht mal der Passrush Sorgen, sondern die Cornerbacks. Wenn es irgendwie funktioniert, dass die Coverage hinhaut und man nicht von Shootout zu Shootout eilt, dann halte ich nicht mal den Divisionsieg für komplett abwegig. Wenn, was auch immer Quinn mit der Defense vorhat, nicht funktioniert, dann ist das 8-8 durchaus genauso wahrscheinlich. Gerade ist es ein "Dark Horse"
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navex
13.08.2019 | 08:03 Uhr
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navex : 
13.08.2019 | 08:03 Uhr
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navex : 
Danke für die Preview, wie ich finde liest sie sich gut!
Die Falcons werden auch eins der Teams sein, dass eher als Wundertüte daher kommt. Gut möglich, dass die vielen "Neuzugänge" von IR schon den entscheidenden Unterschied machen und Atlanta in die Playoffs führen.
Auf der anderen Seite auch gut möglich, dass einige nicht mehr auf dem selben Niveau agieren können und die Falcons am Ende dem schweren Schedule viel Tribut zollen müssen.
Finde 10-6 nicht unrealistisch, ein 8-8 allerdings irgendwie auch nicht.
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Stefano23
12.08.2019 | 19:08 Uhr
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Stefano23 : 
12.08.2019 | 19:08 Uhr
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Stefano23 : 
Sorry für den Veröffentlichungswirrwarr und die 2 unvollständigen Posts. Danke, Petzie, für die technische Hilfe :)
Da es meine erste Preview war, würde ich mich über Feedbacks sehr freuen!
Erste Anmerkung: Eric Saubert (TE) wurde für einen Conditional 7th Round Pick zu den Patriots getradet.
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