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NFL @ SPOX


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Von: xoom
23.08.2017 | 2037 Aufrufe | 4 Kommentare | 5 Bewertungen Ø 9.8
Wie geht es weiter in Motown?
Season Preview: Detroit Lions
In Detroit wird man versuchen an die letzte Spielzeit erfolgreich anzuknüpfen. Ob dies gelingt ist jedoch die große Frage.

Rückblick
Die erste volle Saison unter GM Bob Quinn sollte eine ereignisreiche werden. Nach mäßigen Start (1-3) stand man Mitte Dezember mit 9-4 voll im Playoffrennen und im Kampf um die NFC-North Krone. Bis dahin endete nur ein Spiel mit einer größeren Differenz als 7 Punkten und Matthew Stafford knackte mit 8 Fourth-Quarter-Comebacks den Manningschen Rekord. Ab da forderten die Verletzungen (Swanson, Riddick, Abdullah, ) langsam ihren Tribut, angeführt von der Beeinträchtigung von Staffords Wurfhand, und man mogelte sich trotz 3 Schlappen zum Ende der Regular Season in die Playoffs. Leider folgte auch dort eine Niederlage, was der Spielzeit eine etwas bittere Note verleiht. Trotzdem waren das Erreichen der Playoffs und das Zusammenspiel der Pass-Offensive (v.a. Stafford) ohne Calvin Johnson erfreulich und keinesfalls so zu erwarten gewesen.

Free Agency

Oberste Prämisse in dieser FA schien für Bob Quinn die Stärkung der O-Line zu sein. Deshalb wurde viel Geld in die Hand genommen und RT Rick Wagner aus Baltimore und RG T.J. Lang vom Rivalen Green Bay geholt. Weitere Verpflichtungen dienen wohl eher der Tiefe des Kaders und haben nur wenig Chancen auf einen Starterplatz. Ausnahme könnten hier DE Cornelius Washington von den Bears sein und der als Blocking Tight End gesetzte Darren Fells (Cardinals). Einige Snaps in der D-Line Rotation könnten Akeem Spence (Buccaneers) und der im Camp bisher überraschend gute Jordan Hill (Jaguars) sehen. Paul Worrilow (LB) wird vermutlich als Veteran die Backups bei den LB anführen und D.J. Hayden (Raiders) konkurriert um den Nickelback Posten. Der frühere Erstrundenpick hatte bis jetzt aber ein sehr durchwachsenes Trainings Camps und ist keine sichere Bank für den endgültigen Kader. Nach der Verletzung von Starting LT Taylor Decker, wurde für Greg Robinson von den Rams getradet und Cyrus Kouandjio (Bills) verpflichtet.

Den erwähnten Neuverpflichtungen in der O-Line stehen die Vorgänger als Abgänge gegenüber. RT Riley Reiff wechselt bei den Vikings wieder auf die linke Seite und wird auch dementsprechend entlohnt, während es den noch jungen RG Larry Warford zu den Saints in den Süden verschlägt. WR Anquan Boldin hat das Team verlassen und wird sich, wenn überhaupt, erst im Trainings Camps einem anderen Team anschließen. Ansonsten verliert die D-Line mit DT Tyrunn Walker (Rams, mittlerweile gecuttet), DT Stefan Charles (Jaguars) und DE Devin Taylor (Giants) zwar viele Snaps, auf letztes Jahr bezogen jedoch nur wenig Qualität. Weiterhin erwähnenswert sind die Abgänge von Returner Andre Roberts (Falcons) und Rotational Strong Safety Rafael Bush (Saints) die es beide nach einer ordentlichen Saison weiter bzw. wieder nach Hause zieht. Etwas überraschend kam der Cut der langjährigen Führungsfigur in der Defensive, LB DeAndre Levy. Nach starken Saisons 2013 und 2014 verletzte er sich die letzten beiden Jahre immer wieder und machte nur ein halbes Spiel in dieser Zeit.

Draft:

-1. Runde Pick 21: Jarrad Davis, LB, Florida

-2. Runde Pick 53: Teez Tabor, CB, Florida

-3. Runde Pick 96: Kenny Golladay, WR, Northern Illinois

-4. Runde Pick 124: Jaylen Reeves-Maybin, LB, Tennessee

-4. Runde Pick 127: Michael Roberts, TE, Toledo

-5. Runde Pick 165: Jamal Agnew, CB, San Diego

-6. Runde Pick 205: Jeremiah Ledbetter, DE/DT, Arkansas

-6. Runde Pick 215: Brad Kaaya, QB, Miami

-7. Runde Pick 250: Pat O'Connor, DE, Eastern Michigan

Mit dem Erstrundenpick wurde eine der zwei größten Baustellen des Teams, das schwache Linebacker-Corps, angegangen. Jarrad Davis besitzt die Fähigkeiten von Anfang zu starten und die Defensive als MLB anzuführen. Sein Teamkollege Jalen Teez Tabor ist ein physischer und aggressiver Cornerback, der im College starke Statistiken vorweisen konnte. Ein berechtigter Grund zur Sorge ist jedoch seine mangelnde Geschwindigkeit. In der dritten Runde überraschte man mit Kenny Golladay, einem großen WR von einem eher kleineren College. Jaylen Reeves-Maybin, Jeremiah Ledbetter und Pat OConnor sind ausschließlich für die Tiefe des Kaders gedacht. Michael Roberts und Jamal Agnew könnten als großes Redzone Target bzw. als Returner und Anwärter auf den Nickelback-Posten dagegen größere Rollen im Team einnehmen. QB Brad Kaaya wird sich mit Jake Rudock um die Position des Backup-QB duellieren.

Coaching Staff

Nach einer insgesamt erfolgreichen Saison 2016 sitzt Jim Caldwell wieder etwas fester im Sattel. Dennoch wird bei vielen Medien erwartet, dass Caldwell ohne erneute Playoff-Teilnahme (bei manchen auch Playoffsieg) seinen Hut nehmen muss. GM Bob Quinn scheint aber immer noch fest hinter Caldwell zu stehen. Sein OC, Jim Bob Cooter, der sich für Staffords starke Entwicklung in den letzten 1,5 Saisons verantwortlich zeigt bleibt an Bord. Ebenso wie DC Terryl Austin, der, die sehr schwache Defense letztes Jahr, zumindest wieder ins Mittelmaß zurückführen sollte.

Offense

Nach den Investitionen in die O-Line letztes Jahr konnte schon eine leichte Verbesserung im Pass Blocking festgestellt werden. Man reduzierte sich von 44 erlaubten Sacks in 2015 auf 37. Auch die Adjusted Sack Rate ging von 6,9 % auf 6,1 % zurück. Vor allem Rookie LT Taylor Decker zeigte sich nach kurzer Eingewöhnungsphase als sichere Bank. Dazu kam eine starke Spielzeit von Center Travis Swanson der in sein letztes Vertragsjahr geht. Mit den Neuverpflichtungen auf der rechten Seite, Rick Wagner als RT und T.J. Lang als RG, hätte die O-Line einen weiteren großen Schritt nach vorne machen können. Dem macht die Verletzung von Decker an dessen Schulter einen Strich durch die Rechnung. Er wird frühestens Ende Oktober wieder trainieren können. Um seinen Platz kämpfen der frühere Nummer 2 Pick, Greg Robinson, und Cyrus Kouandjio. Im Trainings Camps konnten beide bis jetzt nicht überzeugen. Auf LG duellieren sich der Sophomore und Backup Center Graham Glasgow, 2015 Erstrundenpick Laken Tomlinson und Joe Dahl. Somit beinhaltet die linke Seite der Offensive Line noch große Fragezeichen vor Ende der Vorbereitung. Und trotz allem Positiven im Passing Game, ist im Laufspiel immer noch viel Platz nach oben vorhanden. Rang 25 im DVOA (Football Outsiders), 81,9 Y/GM (Rang 30) bei 3,7 Y/A (Rang 27) sind keine Verbesserung zum Vorjahr. Auch hier hofft man mit den Neuzugängen auf einen Aufwärtstrend.

Dafür könnte auch eine andere Person sorgen. Ameer Abdullah ist als Nr. 1 RB in die Saison 2016 gestartet und hat sich dann nach 1,5 guten Spielen (5,6 Y/A) für den Rest der Saison verletzt. Theo Riddick sprang ein und übernahm die Hauptlast im Running Game bis auch er sich verletzte. Seine 357 Yards bei 3,9 Y/A stellten zwar eine deutliche Verbesserung zu seiner bisherigen Karriere dar (209 Yards bei 2,9 Y/A von 2013-2015), zeigten aber trotzdem deutlich seine Grenzen im Laufspiel. Als 3rd-Down und Pass Catching RB ist Riddick jedoch unverzichtbar für die Offensive. Dies zeigt auch die Bewertung von PFF (beste Benotung in 2015, Top 10 in 2016) als auch die von Football Outsiders (Rang 2 2015 und Rang 13 2016). Nach der Verletzung von Riddick Anfang Dezember konnten Zach Zenner und Dwayne Washington mit mäßigem (3,8 Y/A) und sehr mäßigem (2,9 Y/A) Erfolg ihr Glück versuchen. Abdullah soll bis zum Start der Saison wieder bei 100 % sein um sein Talent dann auch längerfristig zeigen zu können. Riddick nimmt dann wieder die beschriebene Rolle als Passempfänger ein und wird normalerweise nur wenig Carries sehen. Dahinter gilt Zenner als Nummer 3 gesetzt. Um einen wahrscheinlichen vierten Kaderplatz kämpfen Dwayne Washington und der aus Minnesota geholte Matt Asiata.

Bei den Receivern sind die ersten beiden Plätze klar vergeben. Golden Tate und Marvin Jones werden auch dieses Jahr wieder die meisten Targets bekommen. Tate wird wie gewohnt eher den kurzen und mittleren Bereich abdecken und dort wieder viel Boden nach dem Catch gut machen (588 von 1077 Yards). Marvin Jones (930 Yards) wird vermehrt die Tiefe des Feldes suchen. Er muss sich allerdings wieder etwas steigern. Nach einem hervorragenden ersten Saisonviertel, kamen von ihm nur noch wenig gute Spiele. Der letztes Jahr bei 3rd Down und in der Redzone (8 TD) sehr wichtige Anquan Boldin, wird nominell durch Kenny Golladay ersetzt. Der Rookie beeindruckt nach Berichten aus dem Trainings Coaches schon jetzt und wird in Detroit Offensive mit vielen drei Receiver Sets genug Möglichkeiten bekommen auch in der Regular Season zu überzeugen. Im Depth Chart noch vor ihm befindet sich T.J. Jones, das könnte sich aberschonimLaufe der Vorbereitung ändern. Um einen eventuellen 5. Platz kämpfen der ehemalige Packer Jared Abbrederis und Practice Squad Liebling Jace Billingsley, sowie mit Außenseiterchancen Veteran und möglicher Returner Keshawn Martin. Bei den Tight Ends darf Eric Ebron als Passempfänger nicht vergessen werden. Mit 711 Yards war er im Team auf Platz 3 und darf in dieser Saison auf noch mehr Targets hoffen, sollte er gesund bleiben. Denn durch Darren Fells wird Ebron weniger Blocking Arbeit zu leisten haben und dafür noch mehr als Receiver tätig werden. Fells selbst ist ein überdurchschnittlicher Blocker (Run Blocking Rang 17; Pass Blocking Rang 3 bei PFF) und kann auch den ein oder anderen Ball fangen. Dazu kommt Rookie Michael Roberts der wahrscheinlich viel als Redzone Ziel genutzt werden wird und eventuell Tim Wright der 2015 schon für eine Spielzeit in Detroit war und letztes Jahr verletzt fehlte.

Auf der wichtigsten Position braucht man sich in Detroit keine Sorgen machen. Bis zu seiner Verletzung im Dezember spielte Matthew Stafford seine bis dahin beste Saison. Er riss die 4000 Yard Marke ohne große Mühe (4327 Yards bei 24TD/10INT) und schraubte seine Interception Rate erneut herunter (2,2 % 2015 auf 1,7 % 2016). Zusätzlich fiel er vor allem auch durch seine Leistungen im letzten Viertel des Spiels auf. Mit insgesamt 8 4th Quarter Comebacks übertraf er die bisherigen Rekorde von Peyton und Eli Manning. Zurzeit hofft man Stafford noch vor dem Beginn der Regular Season längerfristig zu binden, da sein Vertrag nach der Spielzeit ausläuft. Falls dies gelingen sollte wäre Stafford mit Sicherheit der nächste bestbezahlte Spieler der NFL.

Auf einen starken und wieder gesunden Matthew Stafford aufbauend wird die Offensive sich dieses Jahr weiter verbessern. Die Lions werden mit einem fitten Abdullah und einer gestärkten O-Line zwar nicht zu einem Run-First Team, aber mit einem halbwegs effizienten Running-Game kann Jim Bob Cooter sein Spiel noch besser variieren und Detroit zu einer Top10 Offensive machen.

Defense:

Die Defense der Detroit Lions hatte 2016 ein Jahr zum Vergessen. Blickt man auf die klassischen Statistiken so befindet man sich schon im unteren Mittelfeld (Pass Rang 19; Run Rang 18), beim Betrachten der Berechnung von Football Outsiders rangiert man mit einem DVOA von 18,5 % (Pass Rang 32; Run Rang 19) jedoch deutlich abgeschlagen auf dem letzten Platz. Schuld waren eine Mischung aus schwachem Pass Rush (nur 24 Sacks), die Unfähigkeit der LB die Mitte des Feldes zu decken und absichtliche Prevent-Defense. Die Completion Percentage von 72,7 % war mit deutlichem Abstand die höchste der gesamten Liga. Das nächste Team auf Platz 31 (Cowboys) waren näher an Rang 10 als an den Lions.

Das Innere der Defensive Line verliert zwar mit Tyrunn Walker (34 % der Defensive Snaps) und Stefan Charles (23 %) einen rein zahlenmäßig nicht unerheblichen Teil der Rotation, da die Leistung der beiden aber überschaubar war, wird das zu verkraften sein. Die nominellen Starter sind Sophomore AShawn Robinson, der sich im Laufe der letzten Saison in der Rangliste nach oben gekämpft hat, und, auch mangels Alternativen, der alternde Haloti Ngata. Da Teryl Austin mit einer breiten Rotation spielen lässt (nur Ngata (51 %) mit mehr als der 40 % der Defensive Snaps), wird es genug Möglichkeiten hinter den beiden für Akeem Spence und Jordan Hill geben. Hill war bei den Seahawks einst ein vielversprechendes Talent, hatte aber oft mit Verletzungen zu kämpfen. Kyri Thornton, welcher letztes Jahr ebenfalls Teil der Rotation war (30 %), beginnt die Saison auf der Suspendierungsliste (6 Spiele) und es ist noch unklar, ob für ihn dann noch Platz im Kader sein wird. An den Außenseiten der Line hofft man nach einem Jahr 2016 voller Verletzungen auf eine Rückkehr von Ziggy Ansah zu seiner 2015er Form. Ansah ist in seinem letzten Vertragsjahr und wird natürlich einen großen Vertrag unterschreiben wollen. Auf der anderen Seite war der letztjährige Breakout-Player, Kerry Hyder, angedacht. Der DE schaffte es letztes Jahr mit einem starken letzten Preseason-Spiel ins Team und überraschte dann mit 8 Sacks. Leider hat er sich im Trainings Camps die Achillessehne gerissen und fällt die komplette Saison 2017 aus. Nachdem auch der Backup Cornelius Washington mit Verletzungen zu kämpfen hat, ist die Position zur Zeit die größte Baustelle der Lions. Neben Sophomore Anthony Zettel, der als gesetzt gilt, zeigen die undrafted Rookies Jeremiah Valoaga und Alex Barett, noch vor 7th Rounder Pat OConnor, gute Ansätze und könnten somit eine große Rolle in der Rotation sehen. Man wird sich aber dennoch die Resterampe der FA genau ansehen und dort noch einen Veteranen auftreiben, um den Passrush nicht noch mehr Bluten zu lassen.

Im Gegensatz zum Passrush ist man in der Offseason ein anderes großes Problem angegangen, das Linebacker-Corps. Man verpflichtete in der FA Paul Worrilow, welcher nach 3 Jahren als Starter bei den Falcons, 2016 nur noch Ersatz war. Diese Rolle wird er mit großer Wahrscheinlichkeit auch bei den Lions ausfüllen. Man verwendete aber auch zwei Picks auf die Position, darunter prominent den Erstrundenpick. Damit holte man sich Jarrad Davis als MLB von der Florida Gators und machte ihn zum QB der Defense. Ersten Berichten (und Preseasonspiel) nach funktioniert das sehr gut. Der zweite Rookie ist Jaylen Reeves-Maybin, der eher OLB spielt. Neben Davis ist Tahir Whitehead als Weakside Linebacker gesetzt und versucht nach einem schlechten Jahr als MLB, außen wieder an seine gute Form von 2014-2015 anzuknüpfen. Um den dritten Linebackerposten, der in der heutigen NFL kaum mehr ein Starterplatz ist, streiten sich Sophomore Antwione Williams und die erwähnten Worrilow und Reeves-Maybin. Aktuell scheint erstgenannter die Nase knapp vorne zu haben.

In der Secondary bleibt es in vielen Dingen bei der Besetzung des letzten Jahres. Auch wenn man es bei einigen Statistiken nicht glauben möchte, hatten die Lions mit Darius Slay und Nevin Lawson ein Paar fähiger Starting Cornerbacks. Slay fehlen vor (fast) nur noch ein paar mehr Interceptions um mehr Aufmerksamkeit für seine Leistung zu bekommen (PFF Nr. 16 bei den CB) und auch Lawson ist ein solider Starter (Nr. 36). Dahinter könnte FA-Neuzugang DJ Hayden oder Rookie Teez Tabor zum Zug kommen. Erster kann sowohl im Slot als auch außen spielen und hofft seine Karriere in Detroit wieder zu beleben. Zweiter wird vermutlich erst langsam herangeführt und evtl. als Nachfolger von Lawson (FA 2018) aufgebaut. Als Slotcorner gibt es einen Dreikampf aus dem letztjährigen Starter Diggs, Hayden und Rookie Jamal Agnew. Diggs baute 2016 nach einer starken Saison 2015 ab und war ab Mitte der Spielzeit auf der IR. Da die beiden anderen mehr Vielseitigkeit mitbringen (Hayden Outsidecorner/ Agnew Returner) ist dies für Diggs auch ein Kampf um einen Platz im Kader. Auf Safety bleibt Glover Quin als FS die zentrale und verlässlichste Person (keinen Defensive-Snaps verpasst in 2016) des Backfields. Als SS wird wie letztes Jahr aller Vorraussicht nach Tavon Wilson starten. Ebenso wie letztes Jahr wird aber auf SS wieder viel rotiert werden, so dass Sophomore Miles Killebrew genug Möglichkeiten bekommen wird seinen guten Eindruck (in limitiertem Umfang) zu bestätigen. Dahinter könnte auch der vom CB umgeschulte Alex Carter noch Snaps erhalten. Er liegt zurzeit vor Don Carey, welcher zurzeit verletzt ist und seine Stärken deutlich in den ST hat. Dort ist es fraglich ob Bob Quinn erneut zwei Kaderplätze für Spieler verwendet die Defensiv wenig Wert mitbringen (Carey und CB Johnson Bademosi).

Mit einem weiteren Jahr an Erfahrung in der Secondary, einem erhöhten Konkurrenzkampf auf vielen Positionen (Slot-CB, DT-Rotation) und einem hohen Pick auf den Problembereich LB gibt es milde Hoffnungen auf eine Besserung der Defensiv-Leistungen. Dem im Weg steht aber ein großes Fragezeichen beim Pass-Rush. Ohne Kerry Hyder allein auf eine Monstersaison von Ansah zu setzen, wird nicht ausreichen um die D aus dem Niederungen zu holen. Ein Platz oberhalb von Rang 18-20 würde mich schon sehr überraschen.

Special Teams

Die Lions können auch dieses Jahr wieder auf ihre guten Special-Teams zählen (Rang 10 DVOA). Matt Prater besitzt wohl den mit stärksten Fuß der Liga und hat im Bereich von 50+ kein Field Goal verschossen (7/7 insgesamt 31/35). Sam Martin belegt beim Punten (gross average und netto average) Platz 3 in der Liga. Bei den Returns lag man bei den Kickoffs im guten Mittelfeld, während man bei den Punts zwei Touchdowns und den dritthöchsten Durchschnitt (12,3 Yds) erzielen konnte. Da Returner Roberts jedoch nicht mehr für Detroit spielt, muss erstmal ein gleichwertiger Ersatz gefunden werden. Bei den Coverageteams ist man ebenfalls nicht schlecht (Kick Rang 14, Punt Rang 5) was GM Bob Quinn auch sehr am Herzen liegt.

Players to watch

Offense: RB Ameer Abdullah

Ein absolutes make or break Jahr für Abdullah der zeigen muss, dass er der Nummer 1 Running back im Team sein kann. Effektiv und vor allem fit sind dabei die entscheidenden Stichworte, sonst kommt 2018 mit Sicherheit ein RB in den frühen Runden.

Defense: LB Jarrad Davis

Dem Rookie wird von Anfang viel Verantwortung übertragen werden, da er das Hirn der Defensive geben soll. Wenn er den Erwartungen gerecht wird, hat das sofort positiven Einfluss. Hat er große Probleme wird sich das gleichwohl negativ bemerkbar machen.

Prognose

Der Strength of Schedule ist mit 0,469 auf einen geteilten 21. Platz und damit eher schwächer. Man besitzt mit der NFC South und der AFC North jedoch schwer einzuschätzende Divisions. Gegen einige stärkere Gegner wie die Steelers, Cardinals, Falcons und Panthers hat man das Glück daheim antreten zu können. Dafür muss man aber auch zu den Giants, zu den Ravens und im späten Dezember zu den Bengals. Die Duelle in der Division werden sowieso, wie fast jedes Jahr, wieder eng. Wenn man Glück hat empfängt man am letzten Spieltag mit 8 oder 9 Siegen die Packers zu einem erneuten Showdown um die NFC North (wie 2014 in GB und 2016). Ich rechne mit einer abschließenden Bilanz von 8-8 oder 9-7. Für die Playoffs wird das dieses Jahr aber nicht reichen, da andere Wildcardteams besser abschneiden werden.

KOMMENTARE
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JaydoggBO
31.08.2017 | 17:27 Uhr
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JaydoggBO : 
31.08.2017 | 17:27 Uhr
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JaydoggBO : 
Schöne Preview.

Offensiv sehe ich die Lions vom letzten Jahr schon am Maximum, umso bitterer der Ausfall von Decker, wo man gerade sich in der Line verbessern konnte in der FA.

Defensiv erwarte ich relativ wenig. Aber um die Wildcard mitspielen werden sie
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Petzie
24.08.2017 | 11:44 Uhr
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Petzie : 
24.08.2017 | 11:44 Uhr
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Petzie : 
schöne Preview, danke dafür. Ich bin gespannt ob Stafford seine Leistung bestätigen kann, letztes Jahr war er stark und hatte sau viele Comebacks, die Division ist hart umkämpft, ich denke man kann mit etwas Glück bis zum Ende um die Krone mitspielen, glaube aber, dass es dieses Jahr nicht für die POs reichen wird. Der Schedule ist zwar nicht besonders hart, mehr wie 9 Siege sehe ich aber keinesfalls, da müsste schon einiges für die Lions laufen
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xoom
24.08.2017 | 03:30 Uhr
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xoom : @Wilson
24.08.2017 | 03:30 Uhr
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xoom : @Wilson
Ich denke die Lions werden (v.a. die Defense) etwas besser spielen. Da letztes Jahr aber durch viele enge Spiele geprägt war, wird der Record wenn überhaupt nicht besser als 2016 sein. Und 9-7 werden dieses Jahr nicht für eine WC reichen und GB wird auch in der Division nicht einbrechen.

Ebron ist nach Rec auf Platz 10, nach Yards auf 9 und nach DYAR auf 5 und DVOA auf 9 (beiden letzten sind Football Outsiders Stats). Also ist er auf jeden Fall ein Top10 TE. Was ihm fehlt, vor allem fürs Fantasy football sind die Touchdowns. In der Red Zone ist er bis jetzt eher wenig in Detroit aufgetreten. Da die Lions aber auf ihr letztjähriges Lieblingstarget in der Redzone (Anquan Boldin) verzichten müssen, werden da vllt auch ein paar mehr TD bei Ebron rauskommen.
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Wilson_Ball
23.08.2017 | 21:42 Uhr
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23.08.2017 | 21:42 Uhr
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Würde die Lions gerne wieder in den Playoffs sehen. Stafford ist einer meiner Lieblingsspieler. Aber ohne gscheite D-Line und Linebacker sehe ich doch schwarz.An soviele Lastminute-Siege nach Rückstand wie letztes Jahr glaube ich nicht.

Ist Ebron als TE wirklich gut? Hatte ihn letztes Jahr im Fantasy Team nachdem Gronk verletzt raus war und der hat mir kaum Punkte gebracht.
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