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MMA@SPOX


Gründer: bunsen | Mitglieder: 93 | Beiträge: 303
Von: bunsen
28.12.2018 | 1446 Aufrufe | 0 Kommentare | 0 Bewertungen Ø 0.0
Der MMA@SPOX Stammtisch
Four Corners: UFC 232
Die Rückkehr von Jon Jones und der Kampf des Jahres bei den Damen.

Übersicht über die Card: https://en.wikipedia.org/wiki/UFC_232

UFC 232 findet in der Nacht vom 29. Dezember auf den 30. in Inglewood, Kalifornien statt. Im Hauptkampf wird Jon Jones mit Alexander Gustafsson um den vakanten Gürtel im Leichtschwergewicht kämpfen. Ursprünglich war eine Arena in Las Vegas dafür vorgesehen, doch der Fund von Rückständen einer verbotenen Substanz in einer Doping Probe von Jon Jones hat diesen Umzug notwendig gemacht.

Die USADA und die UFC sind beide der Ansicht, dass dieser Fund auf keinen neuen Doping-Verstoß von Jones hinweist. Die Nevada Kommission, die die Kämpfe in Las Vegas sanktioniert, würde Jones dazu gerne anhören, was kurzfristig vor dem Kampf nicht mehr funktioniert. Daher zieht die gesamte Veranstaltung nach Kalifornien, deren Kommission keine Bedenken hat.

Die Maincard zu UFC 232 wird auf DAZN zu sehen sein (ab 04:00 Sonntag morgens).

Titelkampf im Leichtschwergewicht: Jon Jones vs. Alexander Gustafsson

peaddingtonbear:

Tja ...und da denkt man hat schon alles erlebt. Aber irgendwie musste ja so etwas passieren, wenn Jon Jones involviert ist. Nicht, dass der Kampf schon genügend Fragezeichen aufwerfen würde, kommt Jones doch frisch von einer Dopingsperre, während Gustafsson gar noch länger dem Oktagon fernblieb und seit gut 1 ½ Jahren keinen Kampf mehr bestritten hat.

Jones geht als solider Favorit ins Rennen und im Normalfall sollte der Kampf auch zu seinen Gunsten ausgehen. Die Historie und die Brisanz des Kampfes liegen darin, dass Gustafsson als einziger Kämpfer JBJs lange Titelregentschaft in arge Bedrängnis bringen konnte und auf einigen Scorecards auch vor Jones lag.

Unabhängig von der Frage, wer denn nun den ersten Kampf gewonnen hat, ist die, welche Lehren wir aus diesem ziehen können. Während manche plädieren, dass Gustafsson Jones nur die Stirn bieten konnte, weil dieser den Kampf auf die leichte Schulter genommen hat, behaupten wiederum andere, dass der Schwede durch seine Statur Jones übliche Vorteile neutralisieren konnte und daher seinen Gameplan besser in die Tat umsetzen konnte.

Der Takedown den Gustafsson damals in der ersten Runde landen konnte, wird immer noch lautstark erwähnt, wobei er meiner Meinung nach eher vom Überraschungseffekt profitierte, zumal er im weiteren Verlauf des Kampfes keinen weiteren durchbringen konnte. Den Vorteil im Grappling hat eindeutig Jones, wobei Gustafsson mehrfach seine starke Takedown-Defense unter Beweis stellen konnte und somit in der Lage sein dürfte, den Kampf im Stand zu halten.

Auch wenn Gustafsson auf dem Papier der bessere Striker ist, so konnte er gegen Jones nur selten wirklich klare und harte Treffer landen. Seine letzte Performance gegen Teixeira war sehr gut, wobei Teixeira schon zu diesem Zeitpunkt seinen Zenit überschritten haben dürfte und daher nicht allzu hohe Relevanz haben sollte.

Jones ist zwar kein überragender Striker, weiß aber seine Reichweite exzellent einzusetzen und stets aus der Distanz zu agieren. Zudem ist er für seine unorthodoxen Angriffe bekannt, so hat ihn sein Spinning Elbow in der 4. Runde gegen Gustafsson wohlmöglich den Sieg eingebracht. Auch Switch Kicks aus dem nichts darf man von ihm erwarten.

Insgesamt finde ich hier nur schwer einen Weg für Gustafsson, weshalb ich von einem Sieg von Jones ausgehe. Dies natürlich alles unter der Voraussetzung, dass der Kampf nach Plan verläuft und die Außenfaktoren keine Relevanz auf den Kampf haben.

Tipp: Jones, Punktentscheidung.

bunsen:

Ich bin schon der Meinung, dass Jones im ersten Aufeinandertreffen schon damals nicht die Leistung gebracht hat, die er zu dem Zeitpunkt hätte bringen können. Er wirkte überrascht über das Rätsel, mit dem er sich auf der Matte konfrontiert sah. Er wird daraus seine Lehren gezogen haben. Gustafsson hat seine Stärken dann, wenn er sich viel bewegt und mit gezielten einzelnen Schlägen punkten kann. Er hat nicht die KO-Power, um Gegner einfach aus dem Weg zu räumen. Gerade der Uppercut ist eine gute Waffe gegen Jones, da der oft mit einer hohen Deckung arbeitet und sich ein Aufwärtshaken daher anbietet.

Den Takedown im ersten Kampf werte ich wie du, das war einfach in dem Moment so nicht zu erwarten und deswegen erfolgreich. Wenn überhaupt wird Jones den Kampf auf dem Boden fortsetzen wollen. Wirklich glaube ich das nicht. Natürlich hat Gustafsson ihn im Stand ausgepunktet, bis zu dem von dir beschriebenen Moment, aber das sind nach meiner Auffassung Dinge, die Jones klar korrigieren kann. Jones wird die seitlichen Bewegungen von Gustafsson dieses Mal besser abschneiden und sicherlich mehr in einer näheren Distanz kämpfen wollen. Im Clinch hat er viel mehr Möglichkeiten als der Schwede.

Gustafsson hat für mich das Problem, dass er eine ziemlich schlechte Verteidigung hat, und er ist aufgeschmissen, wenn er nicht aus den brenzlichen Situationen flüchten kann. Jones hat die Mittel, die Meidbewegungen zu unterbinden. Ich glaube nicht, dass der Kampf auch nur annährend aussehen wird wie der erste. Jones wird ihn innerhalb der ersten zwei Runden vorzeitig besiegen.

Tipp: Jones, TKO Runde 2.

Titelkampf im Federgewicht (w): Cris Justino (Cyborg) vs. Amanda Nunes

bunsen:

Ein Faktor wie in jedem Cyborg-Kampf ist die Kraft, kann der Gegner mit Justino mithalten? In der Regel ist das nicht der Fall und das alleine besiegelt das Schicksal ihrer Gegnerinnen. Es gibt in den Frauengewichtsklassen immer diese Kraftpakete, die körperlich einfach auf einem anderen Level sind als andere und allein deswegen schwer zu besiegen sind. Nunes gehört zu den kräftigsten ihrer Gewichtsklasse, keine Frage. Aber sie geht für den Kampf hoch in die Gewichtsklasse, an die Cyborg gebunden ist, da sie das Bantamgewicht nicht schafft. Immerhin, in diesem Bereich, wo sie so oft haushoch überlegen ist, gibt es Hoffnung für Nunes.

Zweiter Faktor ist die Ausdauer und der Output. Nunes hat in der Vergangenheit schon manchen Stinker von einem Kampf produziert, weil sie nicht sehr aktiv ist. Cyborg wird ihrem Namen gerecht. Kämpfer, die mit ihr trainieren, berichten davon, dass sie einfach nicht müde wird, laufen kann ohne Ende. Das sieht man auch in ihren Kämpfen, sie geht nach vorne, ständig und gerade auch in den späteren Runden.

Nunes hatte wegen ihrer Schwächen in der Ausdauer auch schon einen Kampf verloren (gegen Cat Zingano). Interessant ist hier aber, dass Nunes hart zuschlagen kann, sodass es schon möglich wäre, dass Cyborg nicht so offensiv ist wie sonst. Üblicherweise fürchtet sie nichts und marschiert einfach wie ein Terminator. Das könnte sich ändern und den Output von Cyborg zurückschrauben.

Insgesamt hat Nunes für mich eine Chance, weil sie Schlaghärte hat, um den Kampfstil von Cyborg infrage zu stellen. Das ist schon mal etwas bei einem Cyborg-Kampf. Aber ich sehe nicht unbedingt, wie sie Cyborg besiegen soll. Über die Runden wird es schwer. Vielleicht über die Qualität der Schläge, wenn sie ein paar gute Konterschläge pro Runde ins Ziel bringt. Cyborg muss nur zeigen, was sie ist. Eine Maschine, ein Cyborg.

Tipp: Justino (Cyborg), Punktentscheid.

dugen:

Nunes gegen Justino (Cyborg) ist für mich eindeutig das Highlight der Damen Divisionen der UFC, eine wirklich tolle Ansetzung. Würdig eigentlich, um als Main Event gebucht zu werden, zumal in diesem zwei Kämpfer sich gegenüberstehen, die sehr lange nicht mehr gekämpft haben. Ich finde es ein weinig schade. Naja, sei es wie es sei.

Es ist ungewohnt für Nunes, als Außenseiterin in den Käfig zu steigen. Schließlich hat sie in den letzten Kämpfen überzeugend die Elite ihrer Gewichtsklasse weggefegt. Aber Cyborg ist nun mal Cyborg. Cristiane Justino wirkt nicht nur unbesiegbar, sie wirkt einfach körperlich derart überlegen, dass es schwierig ist, sich vorzustellen, dass ihre beeindruckende Siegesserie überhaupt einmal reißen könnte. Aber hat man so etwas ähnliches nicht auch über Ronda Rousey gesagt?

Amanda Nunes kann ihrer Landsfrau aber gefährlich werden. Sicher hat sie den härtesten Punch aller Gegnerinnen, die Justino bisher gegenüber gestellt wurden. Oftmals hatte Nunes Schwierigkeiten mit der Kondition, das könnte problematisch werden, denn ein vorzeitiger Sieg gegen Cyborg ist schwerlich vorstellbar. Der Sieg gegen Holly Holm war im Hinblick auf dieses Duell wichtig für Justino: kein Blitzsieg mit schwerer Artillerie, sondern ein behutsamer, dauerhafter Beschuss, klug und ohne sich konditionell auszupowern. Genau so sollte sie es gegen Nunes angehen, dann gibt es nur eine Siegerin.

Tipp: Justino, Punktentscheid.

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Die UFC lädt immer einige Kämpfe hoch, die für die kommende Veranstaltung relevant sind. Wenn ihr euch einstimmen wollte, folgt diesem Link: https://www.youtube.com/user/UFC/videos

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