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MMA@SPOX


Gründer: bunsen | Mitglieder: 92 | Beiträge: 303
Von: bunsen
03.03.2017 | 4729 Aufrufe | 5 Kommentare | 0 Bewertungen Ø 0.0
Der MMA@SPOX Stammtisch
Four Corners: UFC 209
Nichts ist unbefriedigender als ein Unentschieden. Woodley vs. Thompson 2 soll das Kapitel endlich abschließen.

Mit zwei Titelkämpfen, Interims-Titel sei Dank, nimmt das PPV-Geschäft nach einem schwächeren Programm wieder Fahrt auf. Was tun, wenn ein Titelkampf unentschieden endet? Natürlich, ein Rückkampf muss her. Das leuchtet in Prinzip schon ein in einer Sportart, in der es einfach keine Unentschieden geben sollte. Klare Verhältnisse im Kampfsport. Umso mehr leuchtet es im Weltergewicht ein, das zwar so gut wie seit Jahren nicht mehr ist, aber die logischen Titelcontender gibt es dennoch nicht. Der Hinkampf zwischen Tyron Woodley (c) und Stephen Thompson war nicht nur umstritten hinsichtlich seines Ausgangs, er war auch verdammt spannend und hochklassig.

Es ist nur zu logisch, dass wir nun die zweite Auflage sehen können. Nicht weniger hochklassig ist der Titel-Kampf im Leichtgewicht. Beide Herausforderer haben einen komplett anderen Ansatz. Khabib Nurmagomedov, dessen Name ich lieber immer hineinkopiere, und Tony Ferguson. In einem dritten wertvollen Kampf zwei Schwergewichte sich zum zweiten Mal duellieren. Alistair Overeem gewann vor fast zehn Jahren den ersten Kampf gegen Mark Hunt.

Die UFC hat wie immer einige Kämpfe hochgeladen, die für die kommende Veranstaltung relevant sind. Wenn ihr euch einstimmen wollte, folgt diesem Link: https://www.youtube.com/user/UFC/videos

Titelkampf im Weltergewicht: Tyron Woodley (c) vs. Stephen Thompson

bunsen:

Die UFC ist so großzügig, dass sie uns den ersten Kampf nochmal in voller Länge auf ihrer Youtube-Plattform anbietet. Zu den beiden ist eigentlich alles schon gesagt worden. Obwohl Woodley am Ende die Nase vorn hatte, war auch der Ansatz von Stephen Thompson durchaus vielversprechend. Er hatte seine Szenen und wenn er den Takedown von Woodley nicht frisst wie auch die harten Wirkungstreffer, hätte er vermutlich den Titel gewonnen. Es ist nichts falsch an diesen Ansatz. Woodley kann sich als moralischer Sieger fühlen. Er hat wieder einmal bewiesen, dass sein komischer Stil funktioniert, sich gegen die Käfigrand zu lehnen und auf den Konter zu landen. Es ist alles relativ simpel, aber es funktioniert dank seiner Power und dieser unglaublichen Athletik.

Wenn er nicht einzelne Schläge als Konter setzt, stürmt er mit einer Serie Pseudo-Schläge voran, nur damit sein Gegner die Hände zur Deckung hochzieht, damit Woodley mit einer Overhand daran vorbei zirkeln kann. Thompson hat in der Rückschau gesagt, dass er ein wenig zu verhalten gekämpft hat. Natürlich, das wäre eine Lösung, ein wenig mehr Druck aufzubauen, damit Woodley gar nicht in den Kampf kommt. Aber dieses Selbstbewusstsein muss erst einmal da sein, da Takedowns und Wirkungstreffer drohen, die ihm im ersten Kampf den Titel gekostet haben. Das ist psychologisch ein ziemlicher Rucksack, den er mit in den Käfig nimmt. Ich denke allein deswegen, dass Woodley diesmal einen Vorteil haben wird.

paeddingtonbear:

Nun ja, wie sagt man so schön? Hätte, hätte, Fahrradkette. Dass dies der einzige Weg für Woodley war, um den Titel zu verteidigen, war nicht verwunderlich.

Ich habe noch einmal rückblickend auf meinen Beitrag zu dem ersten Kampf geschaut und muss sagen, dass meine Vision des Kampfes gar nicht weit von der Realität entfernt war. Wonderboy hat das Tempo bestimmt, war weitgehend auch kampfbestimmend, ohne dabei dominant zu sein, während Woodley auf seine Momente gewartet hat. Und diese kamen dann ja auch zweimal. In der ersten Runde konnte er Thompson gut am Boden kontrollieren, war sehr top heavy und konnte erste Spuren hinterlassen und in der vierten Runde den Kampf sogar fast beenden, auch weil er Thompson nach dem ersten Knockdown an den Käfigrand pinnen und dort seine Schlagkraft auspacken konnte.

Der mentale Vorteil sollte ohne Frage bei Woodley liegen. Er konnte den ersten Kampf fast beenden und fühlt sich daher nicht ungerechtfertigt als moralischer Sieger. Wobei hatten wir da nicht einmal einen gewissen Herrn Maynard, der sich vor dem (Rück-)Rückkampf gegen Edgar ebenfalls als moralischer Sieger sah, nachdem er den Mann aus Toms River in der ersten Runde böse verprügelt hatte?

Woodley hat meine einzige Sorge hinsichtlich der Kardio teilweise widerlegen können. Er ist zwar augenscheinlich nach wie vor keine Kardiomaschine, wusste sich aber im ersten Kampf zu pacen und konnte in den richtigen Momenten punkten. Wenn er das Tempo etwas mehr anzieht und Thompson mehr an den Käfig pinnen kann, sollte ein vorzeitiger Sieg dieses Mal möglich sein, was sich wiederum negativ auf seine Ausdauer auswirken kann und sollte, weshalb er da wieder die Waage finden muss.

Thompson sollte man keinesfalls abschreiben. Problematisch war aus seiner Sicht, dass sein Kampfstil gegen Woodley nicht fruchtete, da dieser durch seinen semi-passiven Kampfstil keine Gelegenheit für Konter bot. Die Angriffe aus der Distanz wurden durch die permanente Takedown- und Kontergefahr Woodleys beeinträchtigt. Sein Striking-Repertoire und sein Trainerteam rund um seinen Vater sind aber einfach zu gut, als dass sie keine Lösung für dieses Problem finden würden.

Akosombo:

Nicht oft bekommt man ein direkten Rückkampf zu sehen und noch seltener ein Unentschieden in einem Titelkampf. Viele haben Stephen Wonderboy Thompson als Favoriten im ersten Aufeinandertreffen gesehen und Woodleys Chancen wurden hauptsächlich in seinem Wrestling vermutet. Allerdings hat der amtierende Welterweight-Champion bewiesen, dass er zurecht den Titel trägt.

Woodley war der Kämpfer, dem es beinahe gelungen ist, den Kampf vorzeitig zu beenden, während Thompson derjenige war, der besser gepunktet hat. Woodley ist ein gefährlicher Striker, etwas, das er nicht nur gegen Thompson bewiesen hat, sondern auch gegen andere top Welterweights und nicht zuletzt gegen Robbie Lawler, von dem er den Titel gewinnen konnte.

Allerdings wäre es trügerisch zu glauben, dass Woodley nur unfassbar kräftig ist und ausschließlich mit seiner Rechten in den Gegner hineinstürmt. Er hat über die Jahre mehr und mehr gelernt, seine KO-Waffe immer besser vorzubereiten und so den Fokus des Gegners abzulenken. Auch wenn jeder seiner Gegner wusste, dass Woodley mit der Rechten extrem gefährlich ist, konnte keiner diese daran hindern, ihr Ziel zu finden, auch Thompson nicht. Eine weitere gefährliche Waffe des Champions sind seine leg kicks, die ein wichtiger Faktor sein können um die Bewegungen von Thompson einzugrenzen.

Thompson allerdings, ist einer der besten Striker, die jemals das Octagon betreten haben, und besitzt Wettkampferfahrung, die weit über seine MMA-Kämpfe hinausgeht. Kaum einer arbeitet so gut mit seinen Beinen wie Wonderboy und so hat dieser einen ganz eigenen Stil entwickelt, auf den man sich nur schwer vorbereiten kann. Schwachstellen jedoch finden sich in seinem Wrestling und auch im Bodenkampf, wie man im ersten Aufeinandertreffen erkennen konnte.

Wichtig für diesen Kampf wird sein, welcher der beiden Kämpfer besser aus dem ersten Duell gelernt hat und wer von den beiden eher in der Lage ist, seinen Stil anzupassen. Ich glaube letztlich hat Thompson mehr Möglichkeiten den Kampf zu entscheiden und wird den Rückkampf gewinnen. Entscheidend wird allerding sein, ob Woodley sein Wrestling einsetzen und ob Thompson dies verhindern kann.

Interim-Titelkampf im Leichtgewicht: Khabib Nurmagomedov vs. Tony Ferguson

[Am Freitagabend gab die UFC bekannt, dass der Interim-Titelkampf zwischen Khabib Nurmagomedov und Tony Ferguson nicht stattfinden wird. Nurmagomedov wurde am Freitag in ein lokales Krankenhaus eingeliefert und erhielt keine medizinische Freigabe.]

bunsen:

Khabib ist ein Kämpfer, der einen klaren Fokus auf den Bodenkampf legt. Er ist im Stand ziemlich wild und offen für Konter, nicht ohne System dahinter. Er schlägt wüst wie ein Berserker und hart, sodass sein Gegner sein Standup respektieren muss, was es ihm wiederum erleichtert, Takedowns zu setzen. Aber es ist schon so, dass er hier anfällig ist. Im Clinch hat er nur ein Ziel: die Kampf auf den Boden zu verlagern. Davon gibt es unglaublich viele und die scheint er alle zu kennen. Khabib ist vermutlich der beste Ringer, den die UFC zurzeit hat. Auf dem Boden hat er zum einen die Fähigkeit, seine Gegner auf dem Boden zu halten, wozu er viele Halte-Techniken nutzt, die im amerikanischen Folkstyle Zuhause sind, insbesondere die Kontrolle der Handgelenke. Hat er die Kontrolle, hagelt es Bomben.

Tony Ferguson hat im Clinch vermutlich keine Chancen. Er ist ein unkonventioneller Kickboxer mit offensivem JiuJitsu. Seine Wege zum Erfolg dürften einerseits im Stand liegen, insbesondere in der Außendistanz, wo er mit seiner Reichweite Schaden anrichten kann. Es würde vielleicht etwas bringen, wenn er zumindest die ersten Runden lang kämpft, um Khabib ein wenig zu zermürben. So kämpft Tony aber nicht. Er kennt nur die Offensive und das gilt sogar für den Bodenkampf. Tony gehört zu den Ausnahmen, die mit dem Rücken auf dem Boden, angreifen und nach Aufgabegriffen suchen. Ein mögliches Upset wäre ein Submission Sieg via Triangle Choke, da Khabib oft seinen Kopf bei seinen Takedowns an der Gürtellinie parkt und Tony lange Beine hat. Ich würde es gerne sehen. Ich tippe aber auf einen Zermürbungssieg von Khabib.

paeddingtonbear:

Ein höchst interessanter Kampf und nicht zu Unrecht ein Kampf, auf den sich die gesamte MMA-Welt freut. Khabib gilt ja seit geraumer Zeit als prädestinierter Leichtgewicht-Champion. Seine rund zweijährige Verletzungsdauer von 2014 bis 2016 hat den Hype-Train nur unwesentlich zum Stoppen gebracht. Sein Comeback gegen Horcher war nicht mehr als eine Pflichtaufgabe, die er solide löste. Interessanter war da schon der Kampf gegen Michael Johnson, ein solides Top-10 Leichtgewicht, der große Defizite in Nurmagomedovs Standkampf erkennen ließ. So feuerte Johnson in den ersten Minuten des Kampfes aus allen Löchern und man hielt einen Moment inne, weil es wirklich den Anschein machte, dass er den Russen tatsächlich finishen könnte.

Khabib schüttelte sich, suchte den Clinch und der Kampf war von diesem Zeitpunkt an in seiner Hand. Am Boden ist der Russe einfach auf einem anderen Level im Vergleich zur restlichen MMA-Welt, mit Ausnahme von Demian Maia und Jacare Souza, was die Kontrolle des Gegners anbelangt und das sagt schon so einiges über ihn aus. Sein Standkampf per se ist nicht schlecht, aber dient letzten Endes nur als Mittel zum Zweck.

Tony Ferguson hingegen ist schon etwas merkwürdig. Bei seinem Kampfstil denkt man sich, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis er ausgeknockt wird. Er schlägt ein enorm hohes Tempo an, marschiert rücksichtslos nach vorne und steckt daher fast so viel ein, wie er austeilt. Besonders ins Straucheln geriet er gegen Groovy Lando Vannato, der als no-name für den Großteil der MMA-Community als Ersatzmann kurzfristig einsprang und Ferguson beinahe finishen konnte. (Kleine Randnotiz: Vannato wird auch bei UFC 209 kämpfen und es lohnt sich!)

Gefährlich macht Ferguson, dass er keinerlei Schwachstellen hat (die angesprochenen Defensivprobleme mal außen vor gelassen). Im Stand nutzt er neben seinem Kickboxen auch Ellenbogen, diverse Spin-Techniken und auch Imanari Rolls. Am Boden ist er ebenfalls sehr versiert, wobei seine Spezialtechnik sein DArc Choke ist, den er immer mal wieder aus der Sprawl-Position, manchmal auch aus dem Stand ansetzt.

Dies wird sicherlich ein Knackpunkt sein. Machen wir uns nichts vor, Khabib kann den Kampf praktisch nur am Boden gewinnen. Ferguson wird es Khabib durch seine Kampfart nicht schwer machen, den Bodenkampf aufzusuchen. Spannend wird es sein, ob Ferguson dies als Lockmittel benutzen wird, um Khabib in seinen Aufgabegriff zu führen. Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass Khabib den Kampf nicht auf der Matte beherrschen wird, andererseits verfügt Ferguson über verdammt viele Mittel und wenn er den Bodenkampf halbwegs neutralisieren und eventuell im Stand halten kann, kann der Kampf auch zu seinen Gunsten laufen.

Ich gehe mal Risiko und setze auf Ferguson.

Akosombo:

Ein seltenes Beispiel dafür, dass ich mich über den Einsatz eines Interim-Titels freue, denn so bekommen wir 5 Runden von einem der besten Matchups der Lightweight Geschichte.

Mit Nurmagomedov sehen wir einen der besten Grappler, die die UFC derzeit zu bieten hat, und bisher war es noch niemandem möglich, den Kämpfer aus Russland effektiv zu stoppen. Das einzige was Nurmagomedov bislang zurückhalten konnte, waren Verletzungen. Im Oktagon wirkte er jedoch bis auf kleinere Ausnahmen sehr dominant.

Es sollte kein großes Geheimnis sein, dass Nurmagomedov versuchen wird, den Kampf in den Clinch zu verlagern und von dort aus auf den Boden zu bringen. Dort ist die Heimat des Russian Eagles und dort blüht er komplett auf. In seinem letzten Kampf gegen Top-Contender Michael Johnson hat er bewiesen, dass er selbst die Elite der Gewichtsklasse dominieren kann. Allerdings muss man auch erwähnen, dass Johnson zu Beginn recht erfolgreich war als der Kampf noch auf den Beinen stattgefunden hat.

Und das ist auch der Bereich in dem man annehmen kann, dass Tony Ferguson einen großen Vorteil hat. Fergusons Stil besteht aus einem kontrollierten Chaos, dass den Gegner nie wissen lässt, was als nächstes auf ihn zukommen könnte. Außerdem versteht es El Cucuy wie kaum ein anderer in der Gewichtsklasse, seine Größe und seine Reichweite zu nutzen, die für ein Lightweight äußerst selten sind.

Wenn man diesen Kampf betrachtet, darf man allerdings auch nicht vergessen, dass Ferguson ursprünglich aus dem Wrestling kommt und sein BJJ nicht nur unorthodox ist, sondern auch sehr effektiv. Dies könnte ein wichtiger Faktor sein, um sich gegen die Takedowns und den Bodenkampf von Nurmagomedov zu wehren. Ferguson ist sehr aktiv von seinem Rücken aus und wird mit Sicherheit mit Submissions drohen, die ihm dann wiederrum die Möglichkeit eröffnet könnten, wieder auf die Beine zu kommen.

Ein großartiger Fight, der ausgeglichener kaum sein könnte. Dennoch muss ich sagen, je mehr ich über ihn nachdenke, desto mehr tendiere ich zu der Annahme, dass Ferguson den Kampf gewinnen wird. Er besitzt einfach zu viele Möglichkeiten den Kampf zu beenden, kann nachweislich 5 Runden ein hohes Tempo gehen und ist schwer zu finishen. Aber er muss vorsichtig sein, da seine riskante Offensive, ihn auch in große Gefahr bringen und so in Nurmagomedovs Karten spielen.

Kampf im Schwergewicht: Alistair Overeem vs. Mark Hunt

ecko:

Dieser Kampf in der UFC Heavyweight Division widerspiegelt genau das Problem der Division im Moment. Alistair Overeem verlor zuletzt einen Kampf um die Krone von Stipe Miocic. Mark Hunt wurde von Brock Lesnar auf der großen Bühne von UFC 200 dominiert selbst nach dem positiven Dopingtest des WWE Superstars bleibt das Bild des langsamen ideenlosen Hunt hängen. Und trotz allem könnte einer der beiden nach einem Sieg in der Nacht von Samstag auf Sonntag wieder ins Rennen um den nächsten Titelkampf zurückkehren.

Was gegen Lesnar deutlich wurde, ist Hunts ausschließlicher Fokus auf den einen entscheidenden Punch. Der Neuseeländer ist bekanntermaßen der Meister des Walk-off Knockouts, aber abgesehen davon hat er im Alter von 42 Jahren wenig zu bieten. Mit seiner Reichweite würde er eigentlich eher in die Welterweight Division passen. Und seine athletische Verfassung ist derart schwankend, dass man vor jedem Kampf gespannt sein darf, wie Hunt aus dem Trainingslager kommend in der Fight Week erscheint. Das heißt aber noch lange nicht, dass er gegen Overeem chancenlos wäre. Denn erneut gilt: Ein Schlag des Super Samoan könnte den Kampf augenblicklich beenden. Overeem ist mittlerweile bekannt dafür ein ernsthaftes Glaskinn zu besitzen. Doch zugleich ist er einer der besten technischen Striker in den oberen Gewichtsklassen der UFC.

Die ganze Bandbreite von Stärken und Schwächen des Niederländers wurde in seinem Kampf gegen Miocic deutlich. Zunächst startete er druckvoll und schlug den Titelträger sogar zu Boden. Nach einem misslungenen Submission-Versuch begann er in bester Belfort-Manier müde zu werden. Nach vier Minuten beendete Miocic den Kampf mit Schlägen aus dem Stand durch die Beine von Overeem.

The Reem könnte in der Mitteldistanz dominieren und mit seinen Kicks den wenig explosiven Hunt auf Abstand halten. Der Niederländer muss aber seine Energie genau einteilen und das könnte ihm kosten. Aufgrund des Ausgangs im ersten Kampf zwischen diesen beiden, den Overeem im Jahr 2008 per Americana beendete, und den konstanten Problemen gegen Grappler möchte Hunt das Geschehen höchstwahrscheinlich nicht auf die Matte bringen. Kann er aber in den Infight gelangen, ist seine Power weiterhin überaus gefährlich.

Auf was sollte ich mich als Zuschauer also einstellen? Entweder es bleibt kein Moment, um auch nur am Bierglas zu nippen, oder ein starker Espresso muss bereit stehen, damit am Ende der dritten Runde die Augen nicht schon zugefallen sind. Typisch Heavyweight eben.

inspektor voss:

Dieses Rematch der beiden Veteranen ist insbesondere für alle Pride/Dream/K1-Nostalgiker ein absolutes Pflichtprogramm. Was viele, die nicht so tief in der Materie stecken, vielleicht nicht wissen: Für Mark Hunt ist dieser Kampf sprichwörtlich Pflicht! Wenn man ihm glauben darf, dann hat ihn die UFC unter Androhung einer Vertragsklage dazu verdonnert, diesen Kampf anzunehmen, obwohl er eigentlich aus seinem Vertrag raus wollte.

Die ganze Geschichte begann mit dem positiven Dopingtest von Brock Lesnar und Hunts anschließender Klage gegen die UFC auf Schadensersatz. Das Urteil steht noch aus, aber man darf sich zu Recht fragen, mit welcher mentalen Verfassung Mark Hunt in diesen Kampf geht. Die erste Begegnung vor einigen Jahren gewann Alistair Overeem via Submission (Americana) und seitdem hat er seine Überlegenheit im Groundgame nicht eingebüßt.

Nach seiner Niederlage im Titelkampf gegen Stipe Miocic wird er darauf bedacht sein, kein zu großes Risiko einzugehen, um mit einem Sieg sich wieder in die Reihe der Titelanwärter einzuordnen. Er wird versuchen zu clinchen, wo er seine effektiven Knietreffer bringen kann, oder den Kampf zu Boden bringen, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt. Mark Hunt muss aggressiv zu Werke gehen, um seine beiden Hämmer in Overeems Gesicht anzubringen. Allerdings ist er mit dieser Taktik auch leicht ausrechenbar. Alistair Overeem ist für mich der klare Favorit in diesem Duell.

Kampf im Mittelgewicht: Rashad Evans vs. Daniel Kelly

dugen:

Eigentlich gehören Rashad Evans und Daniel Kelly unterschiedlichen Bereichen ihrer Gewichtsklasse an. Evans ist nur ein Jahr älter als ich, weshalb ich mich davor hüte, ihn alt zu nennen. Dennoch hat er, auch infolge von Verletzungen, seinen Zenit zweifellos überschritten. Seine letzten beiden Kämpfe, die er nach mehrjähriger Pause bestritt, verlor Evans beide, allerdings gegen Topgegner, nämlich Ryan Bader und Glover Teixeira. Da kommt ein Duell mit Daniel Kelly, einem in den Niederungen der Halbschwergewichtsdivision herumkrebsenden etwas langweilig wirkenden Australier, doch etwas überraschend. Immerhin hat sich Kelly von einer KO-Niederlage gegen Sam Alvey als sehr zäh erwiesen und zuletzt zwei unerwartete Siege gegen Gegner vorzuweisen, die man als besser als Kelly eingestuft hatte.

UFC 209 findet in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Las Vegas, Nevada statt (04.03.17). Die ersten Prelims beginnen üblicherweise um 01:00Uhr, manchmal schon um Mitternacht, je nachdem wie viele Kämpfe auf der Kampfkarte stehen.

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mma
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KOMMENTARE
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Kunikunde
04.03.2017 | 00:59 Uhr
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Kunikunde : 
04.03.2017 | 00:59 Uhr
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Kunikunde : 
schade, hätte ein interessanter kampf werden können

preview aber sehr gut zu lesen....morgen werde ich mir den kampf als einstimmung definitiv nochmal geben
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bunsen
03.03.2017 | 23:27 Uhr
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bunsen : 
03.03.2017 | 23:27 Uhr
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bunsen : 
Ach nein einfach scheisse. Khabib ferguson off. Tja wenn die doch mal fighten können wir die texte ja via copy & paste wiederverwenden.
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DerDugen
03.03.2017 | 23:26 Uhr
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DerDugen : 
03.03.2017 | 23:26 Uhr
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DerDugen : 
Fuck
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BabaBooey
03.03.2017 | 23:17 Uhr
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BabaBooey : 
03.03.2017 | 23:17 Uhr
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BabaBooey : 
The pull out merchant strikes again!

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bunsen
03.03.2017 | 14:21 Uhr
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bunsen : 
03.03.2017 | 14:21 Uhr
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bunsen : 
meine Tipps
Thompson TKO R3
Khabib dec
Overeem dec (Langweiler)
Kelly dec

falls jemand ein paar Vorschau-Analysen sich reinziehen möchte. Hier mal eine Auswahl.

alles
vivisection (bloodyelbow)
https://www.youtube.com/watch?v=hHP4Bj2W0O0


Woodley-Thompson
Bas Rutten
https://www.youtube.com/watch?v=zR1K4CgfzyE
UFC Dan Hardy
https://www.youtube.com/watch?v=Dn9yKYJQpK0&t=758s

Khabib-Ferguson
Firas Zahabi
https://www.youtube.com/watch?v=wLNxuLk-2Ew
UFC Dan Hardy
https://www.youtube.com/watch?v=y7MPbVB0Hbg
Robin Black
https://www.youtube.com/watch?v=c_JzsKEV114

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